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Humanoide Roboter: Airbus setzt bei Montage auf Hilfe durch Roboter von UBTech

Walker S2, der erste Industrie- Roboter , der selbst seinen Akku wechseln kann, soll zukünftig die Flugzeugmontage unterstützen.
/ Mario Petzold
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Bisher wurde der Walker S2 von Ubtech vor allem auf Messen präsentiert. (Bild: Getty Images/Tomohiro Ohsumi)
Bisher wurde der Walker S2 von Ubtech vor allem auf Messen präsentiert. Bild: Getty Images/Tomohiro Ohsumi

Wie Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) berichtet, hat eine Bestellung von Airbus beim chinesischen Robotikpionier UBTech einen Kurssprung ausgelöst. Demnach plant der europäische Flugzeughersteller, das Modell Walker S2 zukünftig für Montagearbeiten einzusetzen, für die Roboterarme oder rollende Systeme nicht beweglich genug sind.

Präsentiert hatte UBTech seinen humanoiden Roboter im März 2025 , während die zugrundeliegende künstliche Intelligenz bei der Montage in den Hallen eines Elektroautoherstellers trainiert wurde. Insgesamt sollen im letzten Jahr 500 Stück ausgeliefert worden sein. 2026 sollen nach jetzigen Plänen zwischen 5.000 und 10.000 Exemplare entstehen.

Einfache Arbeiten an unmöglichen Stellen

Laut des Finanzportals Stock3(öffnet im neuen Fenster) hat Airbus bereits konkrete Aufgaben für die Roboterhilfskraft ausgesucht. Vor allem sind es Tätigkeiten, die die weiteren Arbeiten der menschlichen Kollegen vorbereiten oder mit der Bereitstellung von benötigten Komponenten unterstützen.

Dabei soll die gute Manövrierfähigkeit in den Gängen und der Kabine des zukünftigen Flugzeugs eines der Hauptargumente für den Roboter sein. Hinzu kommen das Sichtsystem mit Tiefenwahrnehmung und das selbständige Aufladen dank des zweiteiligen Wechselakkus.

Skepsis ist angebracht

Derzeit können die Fähigkeiten des Walker S2 nur auf dem Werbematerial von UBTech begutachtet werden. Die meisten Inhalte wirken durchchoreografiert, aber selbst dort lassen sich die Bewegungen teils als ungeschickt beschreiben.

Auch bei den Produktionskapazitäten handelt es sich nur um Versprechungen, immerhin wäre eine Verzwanzigfachung innerhalb von 2 Jahren nötig. Entsprechend vorsichtig soll auch der Integrationsprozess bei Airbus ablaufen.

Laut Stock3 wird zunächst nur eine kleine Anzahl zwischen 20 und 50 Stück probeweise eingesetzt, um die Möglichkeit der Skalierung zu prüfen. Ende 2027 könnten dann mehrere Hundert Roboter in der Montage arbeiten.


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