RapidFTR und GNU Health

Wo Karteninformationen nicht ausreichen, kommen andere Programme zum Einsatz.

Auf einer Open-Source-Veranstaltung in Bonn wurde dieses Jahr eine Smartphone-App vorgestellt, mit der Familien in Krisenregionen wieder zusammengeführt werden können. Rapid Family Tracing and Reunification (RapidFTR) heißt das Programm, das von der Hilfsorganisation Unicef unterstützt und mit dem globalen Softwareunternehmen Thoughtworks weiterentwickelt wird.

Nach den ersten Feldversuchen in Uganda im Jahr 2012 wurde die Hilfs-App auch auf den Philippinen eingesetzt.

Hilfe bei vermissten Kindern

Zum Beispiel können Daten vermisster Kinder mit dem RapidFTR-Smartphone aufgenommen und an andere Helferteams weitergegeben werden - dazu gehören ein Foto, das Alter, das Geschlecht und der letzte bekannte Aufenthaltsort des Kindes. Die ehrenamtlichen Helfer reisen durch das betroffene Gebiet und zeigen den dort lebenden Menschen die Bilder der vermissten Kinder, um Hinweise auf deren neuen Aufenthaltsort zu bekommen.

Open Source im Krankenhaus

In eine ganz andere Richtung humanitärer Software gehen die Krankenhaus-Verwaltungsprogramme OpenMRS und GNU Health. Mit OpenMRS können zum Beispiel Patienten- und Labordaten erfasst werden, die verordnete Medikation aufgenommen oder stationäre Visiten geplant und dokumentiert werden. Wie viele andere humanitäre Hilfsprojekte legt auch die OpenMRS-Gemeinschaft den Fokus derzeit auf die Ebola-Krise in Westafrika.

Ganz ähnlich wie OpenMRS funktioniert GNU Health. Das Programm soll allen Menschen eine gleich gute und transparente Qualität in der Gesundheitsversorgung ermöglichen.

Beide Krankenhaus-Informationssysteme sind frei verfügbar und der Quelltext kann entsprechend an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Inzwischen werden beide Systeme in einigen Kliniken in Entwicklungsländern eingesetzt. Lizenzgebühren gibt es nicht. Schulungen oder Services können aber durchaus etwas kosten.

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 Humanitäre freie Software: Programmieren für einen guten Zweck
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