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Hue Lightstrip Outdoor im Test: Smarte LED-Leiste kämpft mit Zigbee-Beschränkungen

Nach der Lichtleiste für drinnen hat Philips nun auch eine Hue-Variante für den Außeneinsatz im Sortiment. Wir haben die Hue Lightstrip Outdoor getestet und sind dabei auf lästige Beschränkungen gestoßen. Teilweise sind diese auch vom Hersteller selbst verschuldet.

Ein Test von veröffentlicht am
Philips Hue Lightstrip Outdoor
Philips Hue Lightstrip Outdoor (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wer nicht nur drinnen, sondern auch draußen smartes Licht haben möchte, kann bei Philips nun auch zu einer wasserdichten LED-Leiste des Hue-Systems greifen, die speziell für den Außeneinsatz konzipiert ist. Wie auch andere Hue-Lampen kann das neue Modell mit der Hue-App oder aber auch mit den am Markt üblichen digitalen Assistenten wie Amazons Alexa, Google Assistant oder Apples Siri gesteuert werden. Wir können die Helligkeit anpassen oder die Farbe verändern, um das Licht abhängig von der jeweiligen Stimmung zu verwenden. Zudem können wir bei den Weißtönen den passenden auswählen.

Inhalt:
  1. Hue Lightstrip Outdoor im Test: Smarte LED-Leiste kämpft mit Zigbee-Beschränkungen
  2. Verfügbarkeit und Fazit

Die solide verarbeitete Lichtleiste wird ohne Hue Bridge geliefert, so dass diese bei Bedarf dazu angeschafft werden muss. Wir konnten die Hue-Lampe problemlos mit einem Zigbee-fähigen smarten Echo-Lautsprecher von Amazon steuern. Allerdings können dann keine Updates für die Lampe eingespielt werden; das ist nur mit Hue-Bridge und der passenden App möglich. In regelmäßigen Abständen verteilt Philips für das Hue-System Firmware-Updates, mit dem die Lampen selbst aktualisiert werden. Auch Hue-Zubehör wie etwa Schalter oder Sensoren lassen sich nur über die Hue-Bridge mit einer Hue-Lampe verbinden.

  • Der Trafo mit Steckerverbindung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Philips Hue Lightstrip Outdoor mit allem Zubehör (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Steckerverbindung der Lightstrip Outdoor (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hue Lightstrip Outdoor in warmweiß (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hue Lightstrip Outdoor in rot (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  •  Hue Lightstrip Outdoor in blau (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hue Lightstrip Outdoor in kaltweiß (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Hue Lightstrip Outdoor in blau (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Einrichtung verlief reibungslos - auch mit einem Echo-Lautsprecher war die Lampe bequem eingebunden. Auch die Anbindung an Alexa, Google Assistant und Siri machte keine Probleme. Und wer daheim einen smarten Lautsprecher besitzt, kann dann das Licht auf Zuruf einstellen, also einschalten, dimmen, die Farbe verändern oder ausschalten. Dabei nutzten wir die Lichtleiste im Außenbereich bei Regen, Sturm und kalten Temperaturen. Alles hat die Lampe problemlos überstanden. Die Lichtleiste ist biegbar und kann sehr flexibel verbaut werden.

Zigbee-Reichweite kann ein Problem werden

Das setzt aber voraus, dass die Zigbee-Bridge nicht zu weit weg von der Hue-Lampe aufgestellt ist. Denn in unserem Szenario war die Lampe auf der Terrasse auf der Rückseite des Hauses nicht mehr ansprechbar, weil sich die Hue-Bridge im vorderen Teil des Hauses befindet. Der räumliche Abstand lag bei etwa 10 Metern - die Zigbee-Verbindung musste also durch zwei Mauern durch, einschließlich einer dicken Außenmauer.

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In solch einem Fall können wir die Lampe nur durch Ziehen des Steckers ein- oder ausschalten; eine Änderung der Farbe oder der Helligkeit ist dann nicht möglich, sie schalten sich dann immer mit warmweiß ein. Das Ausschalten funktioniert nur durch Steckerziehen. Anlässlich der Ifa im August 2018 hat der Hersteller angekündigt, bis Ende des Jahres alle Hue-Lampen mit einem Firmware-Update zu versehen, damit die zuletzt gewählte Lichteinstellung nicht mehr vergessen wird, wenn eine Hue-Lampe vom Strom getrennt wurde. Bisher ist dieses Update allerdings noch nicht erschienen, es soll noch im Dezember 2018 erscheinen.

In unserem Fall hat es geholfen, eine weitere Hue-Lampe zwischen Bridge und Lightstrip Outdoor aufzustellen, um die Reichweite zu erhöhen. Denn jede Hue-Lampe erhöht die Reichweite des Zigbee-Areals und so konnten wir die Lichtleiste doch noch steuern. Allerdings wird nicht jeder Käufer des Lightstrip Outdoor schon andere Hue-Lampen besitzen. Dann kommen für den Käufer der Lichtleiste noch weitere Anschaffungskosten dazu. Man muss sich als Käufer also darauf gefasst machen, dass die Anschaffung der Außen-Lichtleiste weitere Investitionen nach sich zieht, damit diese wie gewünscht verwendet werden kann.

Aber je nach den baulichen Bedingungen kann schon der heimische Balkon oder die Terrasse zu weit von Bridge entfernt sein, und nicht immer kann eine zweite Hue-Lampe als Repeater sinnvoll dazwischen aufgestellt werden oder die Position der Bridge verändert werden. Denn die Original-Hue-Bridge muss zwingend per Kabel mit dem Router verbunden sein. Hier haben Zigbee-Lösungen wie in den Echo-Lautsprechern den Vorteil, dass dieser unproblematischer auch in größerer Entfernung vom Router aufgestellt werden kann.

Wer die Hue-Lichtleiste besonders weit weg vom Haus nutzen will, sollte sich darauf einstellen, dass die Zigbee-Reichweite nicht ausreicht und die Lampe nicht mehr steuerbar ist. Im Outdoor-Bereich müssen einfach längere Entfernungen überbrückt werden und dafür ist der Zigbee-Standard derzeit nicht ausgelegt.

Stromkabel ist viel zu kurz

Abgesehen davon macht es Philips dem Kunden aber auch an anderer Stelle schwer, die Lampe zu verlegen. Zum Lieferumfang gehört neben Befestigungsmaterial ein etwa 3,5 Meter langes Stromkabel, in das ein Trafo integriert ist. Abgesehen davon, dass sich der Käufer sehr genau überlegen muss, wie er das Stromkabel verlegt, weil der Trafo eigentlich überall nur stört, kann die kurze Distanz schnell für Verdruss sorgen.

  • Der Trafo mit Steckerverbindung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Philips Hue Lightstrip Outdoor mit allem Zubehör (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Steckerverbindung der Lightstrip Outdoor (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hue Lightstrip Outdoor in warmweiß (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hue Lightstrip Outdoor in rot (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  •  Hue Lightstrip Outdoor in blau (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hue Lightstrip Outdoor in kaltweiß (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Philips Hue Lightstrip Outdoor mit allem Zubehör (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Beim Anbringen der Lichtleiste wäre es von Vorteil, wenn sich der Trafo nicht mitten in der Stromkabelstrecke befinden würde. Auch ist die gesamte Kabellänge von 3,5 Metern für den Außenbereich viel zu knapp bemessen. Dieses Problem ist dem Hersteller offenbar sehr wohl bewusst: Er verkauft als Zubehör eine 5 Meter lange Verlängerung für 15 Euro. Es wäre kundenfreundlicher, wenn ein Kabel dieser Länge als Standard beiläge.

Dann könnten schon einmal deutlich längere Distanzen zurückgelegt werden und der Kunde hätte mehr Freiheit bei der Installation der Lampe. Schließlich kann im Außenbereich nicht einfach eine normale Verlängerungsschnur verwendet werden, so dass wir hier schlicht mehr Unterstützung vom Hersteller erwarten, wenn er ein Produkt speziell für den Außenbereich anbietet.

Verfügbarkeit und Fazit 
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Lachser 13. Dez 2018

Theoretisch sind wohl sämtliche Netzwerktechniken möglich, solange das Routing...

Cerb 09. Dez 2018

In der Preiskategorie würde ich so langsam mal einzeln ansteuerbare LEDs ala WS2812B...

tobs87 07. Dez 2018

Den Osram Smart Plug bekommt man problemlos an eine Hue Bridge. Das einzige wo man bei...

uschatko 07. Dez 2018

Du hast die wohl noch nicht gesehen? Ich kann sie Dir gerne vorführen. Natürlich ist...

amagol 06. Dez 2018

Zumindest Z-Wave baut ein Mesh auf, so dass die Daten vom Hub von Geraet zu Geraet...


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