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Huawei: "Wir machen 1 GBit/s im Mobilfunk 2016 möglich"

Bereits im kommenden Jahr will Huawei Mobilfunkbetreiber mit der nächsten Stufe von LTE ausrüsten. Das neue Zauberwort war heute in London "4,5 G". Besprochen werde dies mit Vodafone und der Deutschen Telekom.
/ Achim Sawall
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Drohne soll niedrige Latenzzeiten im Mobilfunk demonstrieren. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Drohne soll niedrige Latenzzeiten im Mobilfunk demonstrieren. Bild: Achim Sawall/Golem.de

Der Mobilfunkausrüster Huawei hat auf seinem Open Roads Event in London am 24. Februar 2015(öffnet im neuen Fenster) über die nächsten Ziele für die Branche und seine neuen Produkte gesprochen. "2015 ist das Jahr von LTE Advanced, aber dabei können wir nicht stehenbleiben", erklärte der Moderator.

Bob Cai, Vice President Wireless Marketing Product Line, sagte: "4,5 G liegt zwischen der vierten und fünften Generation des Mobilfunks. Mit 4,5 G kommt bereits eine Kapazität von über 1 GBit/s. 1 GBit wird kommen, wir machen es möglich."

In den nächsten fünf Jahren erwartet Huawei, dass Virtual Reality zur nächsten Key Application wird. Um Industry 4.0, M2M, Smart Meter und Wearables zu realisieren, seien mehr Spektrum und schnellere Verbindungen nötig, betonte Cai. Viel mehr Verbindungen müssten gleichzeitig ermöglicht werden, bei sehr niedrigen Latenzzeiten.

4,5 G werde nach LTE Advanced kommen. "Wir sprechen hier bereits mit einigen Netzbetreibern in Europa", sagte Cai. Dies seien die Deutsche Telekom und Vodafone. Die technischen Spezifikationen stehen noch nicht fest.

Erste Produkte im kommenden Jahr

Einige der Komponenten seien früher verfügbar, wichtig seien hier die Chipsatzhersteller. Im kommenden Jahr würden hier erste Produkte erwartet, so Cai auf eine Frage von Golem.de. Kommerziell verfügbare Produkte würden im zweiten Halbjahr 2016 kommen.

Ryan Ding, Huawei President Products and Solutions, sagte: "Der große Sprung liegt darin, im 4,5-G-Netzwerk nicht mehr nur Menschen mit Menschen, sondern Menschen und Maschinen und Maschinen mit Maschinen zu verbinden."

Beim Videoaufbau auf mobilen Endgeräten sei das Ziel, "0 Wait" für den Nutzer zu erreichen.

Huawei wolle Open NFV/SDN in seinen Produkten bieten und betonte die bestehende Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Hadoop, Spark, Github und Jenkins.

Sanqi Li, Chief Technology Officer Product und Solutions bei Huawei erklärte, "digitale Silos müssen vermieden werden". Huawei arbeite dazu auch mit Open-Source-Unternehmen zusammen.

NFV steht für Network Functions Virtualization. Software Defined Networks (SDN) gelten als die nächste Generation von Netzwerken: Dabei liegt die Steuerung des Netzwerks in einem zentralen Controller, der Instruktionen an Router, Switches, virtuelle Switches und Access Points verteilt. Diese Netzwerkvirtualisierung soll große Vorteile bieten, denn Netzwerke sollen sich damit ähnlich betreiben lassen wie virtuelle Server, so dass Applikationen mobiler im Netzwerk wandern können und die Auslastung der Netzwerke erhöht wird.


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