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Huawei: Vorerst keine 1440p-Displays in Smartphones

Selbst der 6-Zöller Ascend Mate 7 hatte kein 1440p-Display – und dabei soll es bei künftigen Geräten von Huawei auch erst einmal bleiben: Aus Gründen der Akkulaufzeit will der Hersteller weiter auf superhochauflösende Displays bei Smartphones verzichten.
/ Tobias Költzsch
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Huawei will weiterhin keine 1440p-Displays verbauen - wie auch beim Acend Mate 7. (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)
Huawei will weiterhin keine 1440p-Displays verbauen - wie auch beim Acend Mate 7. Bild: Fabian Hamacher/Golem.de

Huawei will bei seinen kommenden Smartphones weiterhin keine Displays mit der hohen Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln (von einigen auch 4K genannt) verbauen. Dies hat Kevin Ho, Huaweis leitender Manager der Handset Product Line, der Internetseite Fonearena.com in einem Gespräch erklärt.

Kein erkennbarer Unterschied

Seiner Meinung nach gebe es mit bloßem Auge keinen erkennbaren Unterschied zwischen einem 1080p-Display und einem 1440p-Display bei einer Bildschirmgröße zwischen 5 und 6 Zoll. Stattdessen fresse das hochauflösende Display nur stärker am Akku. "4K benötigt eine Unmenge an Akkuleistung. Wenn man ein derartiges Display verwendet, muss man also Kompromisse machen" , sagt Ho.

Huawei Ascend Mate 7 – Test
Huawei Ascend Mate 7 – Test (05:42)

"Bei einem Smartphone mit 4K-Display hat der Nutzer vielleicht eine Laufzeit von einem halben Tag, ein 2K-Display (1080p) hingegen kann dir vielleicht einen Tag und mehr Laufzeit geben" , meint Ho. Daher wolle der Hersteller auch künftig auf 1440p-Bildschirme verzichten. Auch Huaweis aktuelles Top-Smartphone Ascend Mate 7 hat keinen 1440p-Bildschirm.

Generell stimmt es natürlich, dass ein Display mit einer hohen Auflösung stärker den Akkustand senkt, die von Ho beschriebenen Nutzungszeiten sind allerdings übertrieben. So können Nutzer das LG G3 trotz 1440p-Display ohne große Anstrengungen einen Tag lang verwenden, ebenso Besitzer des Galaxy Note 4 von Samsung . Dabei kommt es natürlich auch auf die Bildschirmtechnologie an: Samsung verwendet etwa ein stromsparenderes OLED-Display.

Höher auflösende Displays dennoch nicht komplett ausgeschlossen

Ganz ausschließen will Ho superhochauflösende Displays in der Zukunft aber nicht. Dies hänge davon ab, welche Kompromisse bei der restlichen Ausstattung bei deren Verwendung gemacht werden müssen. "Ich will nicht sagen, dass es keine Chance auf 4K für Smartphones gibt. Wir müssen aber über Kompromisse nachdenken, und ob unsere Augen überhaupt den Unterschied ausmachen können."

In vergleichenden Tests zwischen 1080p- und 1440p-Smartphones konnte Golem.de in der Vergangenheit durchaus einen Unterschied bei den Displays erkennen – wenn auch nur gering. Inwieweit 2.560 x 1.440 Pixel bei einem Smartphone sinnvoll sind, bleibt letztlich Ansichtssache.


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