Huawei: Vodafone-Chef für zweistellige Milliardenstrafe bei Spionage

Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter will eine sachliche Debatte über Sicherheit im Mobilfunk. Sensible Daten steckten vor allem im Kernnetz, nicht aber in den Zugangsnetzen.

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Vodafone 5G
Vodafone 5G (Bild: Vodafone Deutschland)

In der Debatte um Spionagesorgen fordert der Deutschlandchef des Mobilfunkbetreibers Vodafone, Hannes Ametsreiter, eine europäische Gesetzgebung "mit klareren Instrumenten und Konsequenzen". Wenn ein 5G-Ausrüster Daten missbrauche, sollte er seine Erlöse der vergangenen zehn Jahre zurückzahlen müssen: "Da geht es um viel Geld, üblicherweise zweistellige Milliardensummen. Das ist eine Sprache, die weltweit verstanden wird", sagte Ametsreiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er befürwortete außerdem die Offenlegung der Quellcodes der Anbieter.

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"Damit eröffnet sich die Chance, das, was programmiert wurde, zu verstehen und nachzuvollziehen", sagte Ametsreiter. Huawei ermöglicht diesen Einblick, während die europäischen Konkurrenten Nokia und Ericsson sich laut dem Bericht dagegen wehren.

"Wir brauchen eine gemeinsame europäische Antwort auf die Sicherheitsfrage." Taktisch sei es "nicht schlau und wenig zielführend, nur eine deutsche Antwort darauf zu suchen", betonte Ametsreiter.

Er halte den Bedarf nach höchstmöglicher Sicherheit für richtig. Allerdings werde die Sicherheitsdebatte über ausländische Infrastrukturlieferanten in Deutschland oft emotional, aber nur selten sachlich geführt. Die größte Herausforderung sei "nicht das Netz, sondern das schwächste Glied in der Kette", erklärte der Vodafone-Chef. "Wenn ich Sie in Ihrem Haushalt hacken will, dann ist das Netz relativ egal - weil es der sicherste Faktor ist. Dann hacke ich Ihren Fernseher, ihren Router oder Ihren Toaster."

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Die sensiblen Daten steckten vor allem im Kernnetz, nicht aber in den Zugangsnetzen (Radio), auf das der größte Teil der Netzinvestitionen entfällt. Der britische Vodafone-Konzernchef hatte sich zuvor noch eindeutiger positioniert.

Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas sagte der Tageszeitung Die Welt, er wolle nicht, dass Investitionsentscheidungen der politischen Willkür unterlägen, weil eine Regierung eine andere nicht möge. Haas kritisierte die "faktenfreien Diskussionen". Huawei sei seit zehn Jahren "ein sehr zuverlässiger Partner, der technologische Höchstleistungen vollbringt". Ein Abschalten von Mobilfunknetzen von außen aus China sei Quatsch. "Wir sind der Herr über unser Netz."

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Berthold Moeller 07. Jan 2020

Ich befürchte, Herr Ametsreiter hat eine gute Idee, irrt auch in einigen wesentlichen...

Megusta 07. Jan 2020

Ich sehe schon problematisch, dass die Strafen nicht umgesetzt werden können. Wem willst...

herc 03. Jan 2020

In der Tat - der Kerl macht sich einfach nur lächerlich, insbesondere mit "Wir sind der...



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