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Huawei: USA können uns "nicht totprügeln"

Huawei ist viel stärker von dem US-Boykott betroffen als erwartet, räumt der Gründer ein. Doch trotz hoher Umsatzeinbußen werde der Konzern in ein paar Jahren gestärkt aus den Angriffen hervorgehen.

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Huawei-Chef Ren Zhengfei spricht am 17. Juni 2019 zu den Medien.
Huawei-Chef Ren Zhengfei spricht am 17. Juni 2019 zu den Medien. (Bild: Huawei/Screenshot: Golem.de)

Der Gründer des Unternehmens, Ren Zhengfei, prognostiziert in den nächsten zwei Jahren einen Umsatzrückgang von rund 30 Milliarden US-Dollar unter die Prognosen. Das entspricht in diesem Jahr 5 Milliarden US-Dollar. Das sagte der 74-jährige bei einer Diskussionsrunde mit dem Titel "Coffee with Ren" am Hauptsitz des Unternehmens in Shenzhen. Teilnehmer waren auch zwei US-Amerikaner, der Investor George Gilder und der ehemalige Professor des Massachusetts Institute of Technology, Nicholas Negroponte.

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Im vergangenen Jahr hatte Huawei 107 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaftet und den Umsatz um fast 20 Prozent gesteigert. Der Telekommunikationsausrüster und Smartphone-Hersteller werde in ein paar Jahren gestärkt aus den Angriffen hervorgehen, betonte Ren. "Ich denke, wir können auf keinen Fall totgeprügelt werden."

Huawei werde nicht mehr mit Komponenten versorgt, sei nicht mehr Teil mehrerer internationaler Organisationen und könne mit einigen Universitäten nicht mehr zusammenarbeiten, sagte der Huawei-Chef, der früher kaum öffentlich auftrat.

"Wir hatten nicht erwartet, dass sie uns in so vielen Bereichen angreifen würden", räumte Ren ein. Er rechne mit einer Wiederbelebung des Geschäfts im Jahr 2021. Huawei werde mehr Beschäftigte in das Kerngeschäft einbinden, sagte Ren und betonte, dass in Zukunft keine Massenentlassungen geplant seien.

Ren betonte, dass keine weiteren Ausgründungen oder Verkäufe von Unternehmensteilen geplant seien. Anfang dieses Monats war bekanntgeworden, dass der Mehrheitsanteil von Huawei Marine Systems, ein Joint Venture mit der britischen Global Marine, verkauft werde. Hengtong Optic-Electric, ein in der chinesischen Provinz Jiangsu ansässiges Unternehmen, ist der Käufer. Er sagte, die Entscheidung, die Beteiligung zu verkaufen, sei vor langer Zeit getroffen worden und hätte nichts mit den jüngsten US-Aktionen zu tun. "Es ist keine Entscheidung, die wir kürzlich getroffen haben", erklärte Ren.

Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret hatte US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt. Das US-Handelsministerium kündigte an, alle Geschäfte zu unterbinden, die ein Risiko für die USA darstellten und setzte Huawei auf eine schwarze Liste, die sogenannte Entity List. Belege für die vermeintliche Sicherheitsbedrohung wurden nie vorgelegt. Die Anordnung ist zwar für 90 Tage ausgesetzt, Huawei wird jedoch bereits nicht mehr mit Chips aus den USA beliefert, etwa von Broadcom.

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Blade 18. Jun 2019

Gerade das bietet Neueinsteigern aus China in diesen Bereichen aber auch enorme Chancen...

Niaxa 18. Jun 2019

Dazu müsstest du erst Mal den Markt finden. Der Seite Alleingang bringt null, da wir...

Kondom 18. Jun 2019

Es geht den USA einzig und allein darum ein Exempel zu statuieren. Bis heute haben die...

randya99 17. Jun 2019

"Die USA ruinieren uns, wir machen bald zu"

Jimmboo85 17. Jun 2019

;-) +1


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