Huawei: USA finanzieren Brasilien 5G von Ericsson und Nokia

US-Botschafter Todd Chapman will den Boykott von Huawei in Brasilien großzügig finanzieren. Doch die Bolsonaro-Regierung schafft nicht mal die Frequenzvergabe.

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Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro (Bild: Andressa Anholete/Getty Images)

Um einen Einsatz von 5G-Ausrüstung von Huawei in Brasilien zu verhindern, wollen die USA den Betreibern Ausrüstung von Ericsson und Nokia finanzieren. Das berichtet die brasilianische Tageszeitung Folha de S.Paulo unter Berufung auf den dortigen US-Botschafter Todd Chapman. Diese Art der Finanzierung sei eine Frage der "nationalen Sicherheit" für die USA und ziele darauf ab, "Daten und geistiges Eigentum sowie sensible Informationen von Nationen zu schützen".

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Huawei ist seit 20 Jahren in Brasilien aktiv und hat erfolgreiche 5G-Tests mit allen vier großen Mobilfunkbetreibern Telefónica Brasil, TIM Participacoes sowie Claro und Oi von America Movil durchgeführt. Huawei modernisiert derzeit deren Netze für die seit langem angekündigte 5G-Frequenzauktion der ultrarechten Regierung unter dem faschistischen Exmilitär Jair Bolsonaro. Huawei hatte angekündigt, bis zum Jahr 2022 800 Millionen US-Dollar in den Bau einer weiteren Fabrik im brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo zu investieren.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump setzt weltweit Regierungen unter Druck, Huawei wegen unbewiesener Spionagevorwürfe zu boykottieren, aber nur wenige haben diese Warnungen bisher beachtet.

Chapman behauptete, dass die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Unternehmen für das 5G-Netzwerk des Landes Investitionen anderer ausländischer Konzerne behindern könnte. "Wer möchte in Länder investieren, in denen ihre Informationen nicht geschützt sind?", sagte er der Tageszeitung Folha de S. Paulo.

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Chapman sagte, dass die mit Brasilien diskutierten Mittel von der International Development Finance Corporation bereitgestellt würden, einer Entwicklungsbank, die Trump Ende 2018 gegründet hatte, um den Einfluss der chinesischen Entwicklungsbank in anderen Ländern zu bekämpfen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verwies im vergangenen Jahr auf ein ähnliches Vorgehen der Chinesen in Afrika, die "Komplettpakete" beim 5G-Ausbau anzubieten: "Mit einem Produkt erhält man auch eine sehr günstige Finanzierung über eine staatliche chinesische Bank", sagte er.

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