Abo
  • Services:

Huawei: USA erpressen Verbündete bei 5G mit Geheimdienstsperre

Der umstrittene US-Botschafter Grenell droht offen mit einer Einschränkung der Geheimdienstzusammenarbeit mit Deutschland, falls Huawei nicht ausgeschlossen wird. Doch das Bundeswirtschaftsministerium will weiter die fehlenden Beweise sehen.

Artikel veröffentlicht am ,
5G-Speedtest von Huawei auf dem MWC in Barcelona
5G-Speedtest von Huawei auf dem MWC in Barcelona (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die US-Regierung hat Deutschland mitgeteilt, dass sie die Informationen, die sie mit den deutschen Geheimdiensten teilt, einschränken werde, wenn Huawei am Aufbau des 5G-Netzes beteiligt wird. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf einen Brief des US-Botschafters in Deutschland, Richard Grenell, an den deutschen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Ilmenau
  2. BWI GmbH, verschiedene Standorte

In dem Schreiben vom Freitag, der dem Wall Street Journal vorliegt, schrieb der US-Botschafter, dass die USA nicht mehr in der Lage seien, Geheimdienste und andere Stellen auf dem derzeitigen Stand zu halten, wenn Deutschland Huawei oder anderen chinesischen Anbietern erlaube, sich am Aufbau des 5G-Netzwerks des Landes zu beteiligen. Auf Großbritannien wurde laut Times derselbe Druck ausgeübt.

In dem Schreiben von Grenell wird darauf hingewiesen, dass sichere Kommunikationssysteme für die Zusammenarbeit der Verteidigungs- und Geheimdienste unerlässlich seien, auch innerhalb der NATO, und dass Unternehmen wie Huawei und die staatlich kontrollierte ZTE die Vertraulichkeit dieses Austauschs beeinträchtigen könnten.

Die deutsche Bundesregierung erklärte laut dem Wall Street Journal, es habe keine Beweise dafür gegeben, dass Huawei Hintertüren in seiner Ausrüstung habe und dass es daher erlaubt sein sollte, für das kommende 5G-Netz Verträge zu schließen, wenn grundlegende Sicherheitskriterien erfüllt seien.

5G-Code zu komplex für Grenell

Grenell schrieb, dass Code, der auf 5G-Ausrüstung ausgeführt wird, häufige Aktualisierungen benötige und so komplex sei, dass das Potenzial für Hintertüren und andere Sicherheitsanfälligkeiten nicht ausgeschlossen werden könnte, selbst wenn die Aufsichtsbehörden Huawei regelmäßig überprüften.

Ein Sprecher des deutschen Bundeswirtschaftsministeriums erklärte dem Wall Street Journal, die in dem Brief beschriebenen Bedenken seien nicht neu und die Regierung sehe keine Beweise für die Behauptungen, dass die Sicherheit des Landes oder seiner Verbündeten beeinträchtigt sei.

Ein deutscher Geheimdienstmitarbeiter, der kürzlich seine Kollegen im US-Heimatschutzministerium getroffen hatte, sagte dem Wall Street Journal, dass die Informationen, die er erhalten habe, differenzierter seien als Grenells Brief und er dennoch keine Beweise gegen Huawei gesehen habe.

Zuvor hatten die USA Polen unter Druck gesetzt, dass zukünftige Einsätze US-amerikanischer Truppen - einschließlich der Aussicht auf eine dauerhafte Basis mit der Bezeichnung Fort Trump - von der polnischen Entscheidung zu Huawei abhängen könnten.

Der umstrittene Botschafter Grenell hatte es in einem Interview mit dem ultrarechten Internetportal Breitbart als seine Aufgabe umschrieben, konservative Bewegungen in ganz Europa zu stärken. Er wurde von Breitbart mit den Worten zitiert: "Ich möchte andere Konservative in Europa, andere Anführer, unbedingt stärken."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. (-40%) 11,99€
  3. 4,99€

plutoniumsulfat 13. Mär 2019 / Themenstart

Nein, es ist dir nicht egal. Schließlich ist dir dein Leben ja noch was wert, oder?

Kommentator2019 12. Mär 2019 / Themenstart

Laut wiki war dort das AAFES HQ; da kann ich verstehen, dass nur ein Dime außerhalb der...

Schnarchnase 12. Mär 2019 / Themenstart

Nicht wirklich, aber wenn das für dich aufs Gleiche hinausläuft, ok.

Enyaw 12. Mär 2019 / Themenstart

Basics - so so. Du meinst wohl Handelsdefizit. Wenn du aber +50% Defizit schreibst, ist...

Prinzeumel 12. Mär 2019 / Themenstart

Man macht sich hier ernsthaft sorgen was im Kriegsfall sein könnte? Wer im Ernstfall auf...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Sekiro - Test

Ein einsamer Kämpfer und sein Katana stehen im Mittelpunkt von Sekiro - Shadows Die Twice. Das Actionspiel von From Software schickt Spieler in ein spannendes Abenteuer voller Herausforderungen.

Sekiro - Test Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck


    Fitbit Versa Lite im Test: Eher smartes als sportliches Wearable
    Fitbit Versa Lite im Test
    Eher smartes als sportliches Wearable

    Sieht fast aus wie eine Apple Watch, ist aber viel günstiger: Golem.de hat die Versa Lite von Fitbit ausprobiert. Neben den Sport- und Fitnessfunktionen haben uns besonders der Appstore und das Angebot an spaßigen und ernsthaften Anwendungen interessiert.
    Von Peter Steinlechner

    1. Smartwatch Fitbit stellt Versa Lite für Einsteiger vor
    2. Inspire Fitbits neues Wearable gibt es nicht im Handel
    3. Charge 3 Fitbit stellt neuen Fitness-Tracker für 150 Euro vor

    Anno 1800 im Test: Super aufgebaut
    Anno 1800 im Test
    Super aufgebaut

    Ach, ist das schön: In Anno 1800 sind wir endlich wieder in einer heimelig-historischen Welt unterwegs - zumindest anfangs. Das neue Werk von Blue Byte fesselt dank des toll umgesetzten und unverwüstlichen Spielprinzips. Auch neue Elemente wie die Klassengesellschaft funktionieren.
    Von Peter Steinlechner

    1. Ubisoft Blue Byte Anno 1800 erhält Koop-Modus und mehr Statistiken
    2. Ubisoft Blue Byte Preload der offenen Beta von Anno 1800 eröffnet
    3. Systemanforderungen Anno 1800 braucht schnelle CPU

      •  /