Huawei: Super Vectoring mit 300 MBit/s ab 2017 verfügbar
Der Nachfolgestandard des Vectoring ist ab dem kommenden Jahr verfügbar. "Erste Super-Vectoring-Produkte werden nächstes Jahr kommen" , sagte Jürgen Pechmann, Solution Responsible Carrier & ISP bei Huawei Deutschland, am 9. Juni 2016(öffnet im neuen Fenster) auf der Branchenmesse Anga Com in Köln. Super Vectoring wird auch Profile 35b genannt.
"Die Prozessor Unit von Super Vectoring ist noch nicht standardisiert. Das ist im September 2016 geplant" , erläuterte Pechmann.
Für Vectoring und Super Vectoring ist Fiber To The Curb die Voraussetzung, das heißt, die Glasfaser muss zuvor bis zum nächsten Verteiler, dem Kabelverzweiger, verlegt werden. "Um Super Vectoring zu realisieren, sind 35-MHz-Frequenzen nötig," erklärte Pechmann. Die Deutsche Telekom hat bereits angekündigt, Super Vectoring in ihrem Kupfernetz einsetzen zu wollen.
Störungen bei VDSL und UKW
G.fast eigne sich in Deutschland wegen der Netztopologie eher für FTTB (Fiber To The Building), weil hierzulande keine DSLAMs in der Straße vorhanden seien. "Der Standard ist jedoch ab einer Reichweite von 250 Metern nicht mehr nutzbar" , sagte Pechmann. G.fast verursache zudem Störungen bei VDSL und UKW. Wenn der VDSL-Frequenzbereich ausgelassen werde, verliere G.fast sehr viel Bandbreite, gab Pechmann zu bedenken. "Störungen im Radio treten aber nur auf, wenn das Radio direkt an die Leitung gehalten wird."
In der Schweiz habe Huawei im Netz der Swisscom G.fast bereits kommerziell aufgebaut.
Aber auch bei G.fast geht die Entwicklung weiter. Der Nachfolgestandard NG.fast bei 212 MHz erreicht höhere Datenraten von 1 GBit/s über 100 Meter im Haus, wenn zwei Doppeladern verwendet werden.
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