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Huawei: "Spionagevorwürfe aus den USA sind rassistisch"

Ex-NSA-Chef Michael Hayden hat Huawei beschuldigt, für die chinesische Regierung zu spionieren. Huawei nennt die Vorwürfe rassistisch. Der Ex-General solle Beweise vorlegen, "oder die Klappe halten".
/ Achim Sawall
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Michael Hayden im Mai 2013 (Bild: Gary Cameron/Reuters)
Michael Hayden im Mai 2013 Bild: Gary Cameron/Reuters

Huawei verteidigt sich gegen neue Vorwürfe aus den USA, nach denen der Telekommunikationsausrüster für den chinesischen Staat spionieren würde. William Plummer, Vice President External Affairs bei Huawei, erklärte dem Onlinemagazin The Verge(öffnet im neuen Fenster), die Aussagen seien rassistisch motiviert.

Der frühere NSA- und CIA-Chef Michael Hayden hatte Australian Financial Review(öffnet im neuen Fenster) gesagt, er glaube, dass Huawei Informationen an die chinesische Regierung liefere. Weitergegeben würden "intime und umfassende Informationen zu ausländischen Telekommunikationsanlagen, an denen sie mitwirken."Hayden führte die NSA zwischen 1999 und 2005 und die CIA von 2006 bis 2009. Belege legte er nicht vor. Hayden sagte, er könne bestimmte Angelegenheiten zu Huawei, die unter Geheimhaltung stünden, nicht kommentieren.

Plummer erklärte, dies sei "derselbe langweilige Unsinn", den das Unternehmen seit Jahren höre. "Das ist politisch motivierte, rassistische Verleumdung eines Unternehmens, und nichts weiter."

Wenn jemand Belege für irgendeine Form von Bedrohung durch Huawei habe, dann solle "er sie vorlegen, oder die Klappe halten", so Plummer.

"Wenn aktuell Huawei und ZTE in den USA als Technologiepartner infrage gestellt werden, dann darf man auch über handfeste Wirtschaftsinteressen der USA nachdenken", sagte Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum im Januar 2013.

Vodafone arbeite gut mit beiden Unternehmen zusammen. "Bislang hatten wir nichts zu bemängeln. Beide bemühen sich enorm, mehr Offenheit und Transparenz zu bieten. In England findet ein offizielles Screening von Huawei-Technik durch ein staatliches Sicherheitszentrum statt – unterstützt mit Mitteln von Huawei. Vielleicht erhöht so etwas auch das Vertrauen in Deutschland, wenn etwas Ähnliches entwickelt wird."

Eine Geheimdienstquelle sagte dem Guardian im Juni 2013, dass die Beschwerden der USA über Cyberangriffe aus China heuchlerisch seien. "Wir hacken überall und jeden. Wir möchten, dass ein Unterschied zwischen uns und den anderen gemacht wird. Aber wir sind in fast jedem Land der Welt aktiv." Die USA liebten es, China international öffentlich bloßzustellen für etwas, "das wir jeden Tag tun."


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