• IT-Karriere:
  • Services:

Huawei: SMS verschicken auf fremde Kosten

Eine Sicherheitslücke in einem weit verbreiteten USB-UMTS-Stick ermöglicht es Angreifern, mit einer manipulierten Webseite SMS zu verschicken. Ein Update gibt es bisher nicht.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
In der Software des Surfsticks Huawei E303 ist eine Sicherheitslücke.
In der Software des Surfsticks Huawei E303 ist eine Sicherheitslücke. (Bild: Huawei)

Der Huawei E303 ist zurzeit einer der meistverkauften UMTS-Sticks für USB-Anschlüsse. Doch der E303 hat offenbar eine schwerwiegende Sicherheitslücke: Über eine sogenannte Cross-Site-Request-Forgery-Attacke (CSRF) kann ein Angreifer SMS verschicken, wenn das Opfer auf eine speziell präparierte Webseite surft.

Stellenmarkt
  1. Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München
  2. KION Group AG, Frankfurt am Main

Entdeckt hat das Problem der Sicherheitsexperte Benjamin Daniel Mussler. Mussler hatte nach eigenen Angaben Huawei bereits im Dezember 2013 auf dieses Problem hingewiesen. Zunächst erfolgte keine Reaktion. Nachdem Mussler eine Veröffentlichung der Sicherheitslücke für den 30. Mai angekündigt hatte, meldete sich Huawei wenige Tage vorher bei ihm. Behoben ist das Problem bisher noch nicht. Die Sicherheitslücke hat die ID CVE-2014-2946 erhalten.

Noch kein Update

Der E303 besitzt ein Webinterface, über welches SMS verschickt werden können. Offenbar gibt es dabei keinerlei Schutzfunktionen. Die Kosten, die für die versendeten SMS entstehen, trägt logischerweise das Opfer. Mit Hilfe des XmlHttpRequest-Protokolls können SMS auch von Dritten verschickt werden, wenn ein Anwender eine entsprechend präparierte Webseite aufruft. Damit unterscheidet sich diese Sicherheitslücke von üblichen CSRF-Sicherheitslücken, die in der Regel über GET- oder POST-Variablen ausgelöst werden. Doch auch XmlHttpRequest-Zugriffe können von Dritten über bösartige Webseiten ausgeführt werden.

Der E303-Stick bietet die Möglichkeit, über das Webinterface Firmwareupdates zu installieren. Doch zurzeit findet man auf der Huawei-Webseite kein Update für das betroffene Gerät.

Nutzer des entsprechenden Sticks können sich möglicherweise temporär mit Browserplugins oder der Sperrung des Webinterfaces helfen. Mussler hat auf seiner Webseite eine Anleitung, wie in Opera und im Internet Explorer die entsprechenden Seiten gesperrt oder der Zugriff darauf beschränkt werden können. Wenn der Zugriff auf die Pseudo-Adresse http://hi.link und auf die IP des Geräts (üblicherweise 192.168.1.1) im Browser unterbunden wird, stoppt das den Angriff. In Firefox kann man mit Hilfe der Noscript-Erweiterung den Angriff verhindern, wenn man die Funktion "Application Boundaries Enforcer" aktiviert hat. Für den Chrome-Browser gibt es offenbar keine einfache Möglichkeit, diesen Angriff zu verhindern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

Yes!Yes!Yes! 03. Jun 2014

Der Browser ist nicht dazu da, Fehler irgendwelcher Routerhersteller zu lösen.

Yes!Yes!Yes! 03. Jun 2014

wenn du mal mitten in der Pampa stehst und kaum GSM-Netz vorhanden ist. ...

cars10 02. Jun 2014

Was macht eine Website anders damit sie speziell präpariert und nicht nur präpariert...


Folgen Sie uns
       


Google Stadia - Test

Beim Test haben wir verschiedene Spiele auf Stadia von Google ausprobiert und uns mit der Einrichtung und dem Zugang beschäftigt.

Google Stadia - Test Video aufrufen
Radeon RX 5600 XT im Test: AMDs Schneller als erwartet-Grafikkarte
Radeon RX 5600 XT im Test
AMDs "Schneller als erwartet"-Grafikkarte

Für 300 Euro ist die Radeon RX 5600 XT interessant - trotz Konkurrenz durch Nvidia und AMD selbst. Wie sehr die Navi-Grafikkarte empfehlenswert ist, hängt davon ab, ob Nutzer sich einen Flash-Vorgang zutrauen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte AMD bringt RX 5600 XT im Januar
  2. Grafikkarte Radeon RX 5600 XT hat 2.304 Shader und 6 GByte Speicher
  3. Radeon RX 5500 XT (8GB) im Test Selbst mehr Speicher hilft AMD nicht

Support-Ende von Windows 7: Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist
Support-Ende von Windows 7
Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist

Windows 7 erreicht sein Lebensende (End of Life) und wird von Microsoft künftig nicht mehr mit Updates versorgt. Lohnt sich ein Umstieg auf Linux statt auf Windows 10? Wir finden: in den meisten Fällen schon.
Von Martin Loschwitz

  1. Lutris EA verbannt offenbar Linux-Gamer aus Battlefield 5
  2. Linux-Rechner System 76 will eigene Laptops bauen
  3. Grafiktreiber Nvidia will weiter einheitliches Speicher-API für Linux

Elektroautos in Tiefgaragen: Was tun, wenn's brennt?
Elektroautos in Tiefgaragen
Was tun, wenn's brennt?

Was kann passieren, wenn Elektroautos in einer Tiefgarage brennen? Während Brandschutzexperten dringend mehr Forschung fordern und ein Parkverbot nicht ausschließen, wollen die Bundesländer die Garagenverordnung verschärfen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mercedes E-Econic Daimler elektrifiziert den Müllwagen
  2. Umweltprämie für Elektroautos Regierung verzögert Prüfung durch EU-Kommission
  3. Intransparente Preise Verbraucherschützer mahnen Ladenetzbetreiber New Motion ab

    •  /