Verfügbarkeit und Fazit

Das Mediapad M2 10.0 von Huawei ist in der Standard-Version nur mit WLAN-Modul aktuell für 340 Euro vorbestellbar, die LTE-Version für knapp 390 Euro. Lieferbar sind die beiden günstigeren Varianten des Tablets noch nicht.

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Die Premium-Variante des Mediapads ist - wie von Huawei angekündigt - bereits jetzt erhältlich. In der Version nur mit WLAN kostet das Tablet 450 Euro, mit LTE-Modem 470 Euro. Zusätzlich zum Eingabestift erhalten Käufer noch eine Hülle, mit der sich das Tablet hinstellen lässt.

  • Der mit der Premium-Version des Mediapad M2 10.0 mitgelieferte Digitizer ermöglicht über ein Pop-Up-Menü Zugriff auf verschiedene Apps. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dank 2.048 Druckstufen lässt sich mit dem Stift auch zeichnen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display des Mediapad M2 10.0 ist 10,1 Zoll groß und löst mit 1.920 x 1.200 Pixeln auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gehäuse des neuen Mediapad ist aus Metall. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Home-Button ist ein schnell arbeitender Fingerabdrucksensor eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera hat 13 Megapixel, macht aber eher Fotos in Schnappschussqualität. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Verarbeitung des Mediapad M2 10.0 ist hoch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Mediapad M2 10.0 mit dem Eingabestift (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch handschriftliche Notizen lassen sich mit dem Mediapad M2 10.0 anfertigen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Mediapad M2 10.0 mit dem Eingabestift (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Fazit

Das Mediapad M2 10.0 hinterlässt bei uns einen gemischten Eindruck. Das Tablet gefällt uns von der Verarbeitung und vor allem aufgrund des in der Premium-Version mitgelieferten Stiftes. Von der durch den Hersteller so viel beworbenen Audioqualität sind wir hingegen nicht überzeugt.

Der Sound ist zwar besser als bei manch anderen Tablets, allerdings nur bis zu einer gewissen Lautstärke. Überschreitet diese ungefähr 70 Prozent, machen die Lautsprecher keinen guten Eindruck mehr: Die Bässe verlieren dann stark an Durchsetzungskraft, die Höhen hingegen reißen aus und scheppern.

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Da wir eher Kopfhörernutzer sind, stört uns das zwar weniger; als explizit beworbenes Feature finden wir die Umsetzung aber letztlich zu schwach. Für uns wird die Schwäche durch den Stift teilweise wieder wettgemacht - er ist sehr genau und bietet einige nützliche Zusatzfunktionen. Nutzer, die mit der Stiftbedienung aber nichts anfangen können und sich das Standard-Modell wegen der Lautsprecher kaufen wollen, könnten aber enttäuscht sein.

Zusätzlich zum Problem mit den Lautsprechern kommen noch einige Software-Schlampereien: Dass vier Lautsprecher auch die Rotation eines Tablets mitmachen können, hat Apple mit dem iPad Pro bewiesen - beim Mediapad geschieht das nicht. Hören wir etwa Musik, während wir im Hochformat etwas lesen, ist der Stereoeffekt dahin.

Auch bei den praktischen Wischgesten des Home-Buttons hätten wir uns eine der Halteposition des Tablets entsprechende Drehung gewünscht. So müssen wir immer erst überlegen, in welche Richtungen wir wischen müssen, was auf Dauer nervt. Zumindest hier könnte Huawei noch mit einem Software-Update nachhelfen.

Von der Leistungsfähigkeit liegt das Mediapad im gehobenen Mittel, was für die meisten täglichen Anwendungen als auch für anspruchsvollere Spiele ausreicht. Die Akkulaufzeit ist gut.

Die Standardversion des Mediapad M2 10.0 ist zwar verhältnismäßig günstig, empfehlen würden wir sie aber eigentlich nicht: Sie hat keinen Digitizer, und nur wegen der Lautsprecher halten wir das Tablet nicht für attraktiv genug. Die Premium-Version hingegen bietet mit dem guten Stift eine Funktion, die für manchen einen tatsächlichen Mehrwert darstellt - für diese Zielgruppe ist das Tablet ein interessantes Gerät.

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