Huawei: Hundehaufen flächendeckender als 5G in Berlin

Huawei startet in Berlin eine Werbekampagne zu 5G. Das veranlasst die Bild-Zeitung zu einem nationalistischen Kommentar, wonach die "Chinesen Berlin verhöhnen" würden.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Plakat verletzt die Gefühle der Bild-Schreiber
Das Plakat verletzt die Gefühle der Bild-Schreiber (Bild: Huawei)

Der Telekommunikationsausrüster Huawei hat eine nicht ganz ernst gemeinte Werbekampagne für 5G und die Digitalisierung Deutschlands gestartet, großflächig beginnend am Berliner Flughafen Tegel. Auf einem der Motive fragt eine ältere Frau "Was wird in Berlin flächendeckender sein: 5G oder Hundehaufen?"

Stellenmarkt
  1. Inbetriebnahme Koordinator (m/w/d) für Software
    Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen
  2. SAP-Inhouse-ABAP-Entwickler (Logistik) (m/w/d)
    Hays AG, München
Detailsuche

Darüber empört sich die Bild-Zeitung unter der Überschrift: "Chinesen verhöhnen Berlin als Häufchen-Stadt". Für die Kampagne hat der Konzern laut Bild-Zeitung mehr als 70.000 Euro ausgegeben. Nach Informationen von Golem.de umfasst die Aktion Plakate in der ganzen Stadt, auf Taxis und auch online.

Doch viel mehr Antennen braucht 5G wirklich. Luz Hasenforther, 5G-Projektleiter Deutsche Telekom, erklärte in einem Youtube-Video zum 5G-Testnetz der Telekom in Berlin: "Das Besondere an diesen Antennen ist die Anzahl. Wir sind mit 64 Antennenelementen deutlich über dem, was wir heute in unseren Bestandsnetzen haben mit vier Sende- und Empfangsantennen." In Berlin hat die Telekom in einem etwa fünf Kilometer breiten Streifen im Stadtteil Schöneberg und darüber hinaus ein 5G-Testfeld eingerichtet.

Sebastian Schaff, Funknetzplaner Telekom, sagte im Juni 2018: "Das Frequenzband von 3,7 GHz, was wir nutzen, ist deutlich höher als das, was wir bisher im Mobilfunk eingesetzt haben. Wir haben mit 100 MHz mehr Bandbreite zur Verfügung, auf der anderen Seite werden die Mobilfunkzellen dadurch deutlich kleiner." Es handele sich um eine Testfrequenz, die der Telekom zeitweise zur Verfügung steht. Tatsächlich würden bei einem flächendeckenden Ausbau von 5G im Frequenzbereich von 3.5 GHz bundesweit pro Netzbetreiber weit über 100.000 neue Mobilfunkstandorte benötigt.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Der deutsche Stadtnetzbetreiberverband Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) hatte sogar erklärt, dass für 5G in Deutschland 1,2 Millionen Antennen aufgestellt werden müssten. Es gibt pro Mobilfunkbetreiber in Deutschland gegenwärtig rund 25.000 Antennenstandorte.

Die Huawei-Kampagne geht weiter: "Was wird zuerst landen: Fliegende Taxis am Alex oder Flugzeuge am BER?", fragt ein junger Mann auf einem anderen Plakat.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


franzropen 13. Nov 2018

Warum spielt in diesem Fall die Nationalität der Hauptfirma des deutschen Ablegers des...

Dieselmeister 13. Nov 2018

Ja, hatten wir. Die Deutsche Post. Da gab es auch "Internet" und Telefon. Alles...

LanaCroft 12. Nov 2018

... als auch Huawei ...

LanaCroft 12. Nov 2018

Und außerdem ist das Brand nun supersympathisch!

Anonymer Nutzer 12. Nov 2018

Schon, aber das war von langer Hand geplant und transatlantisch abgesegnet. Genauso wie...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
WLAN und 6 GHz
Was bringt Wi-Fi 6E?

Der Standard Wi-Fi 6E erweitert WLAN das erste Mal seit Jahren um ein neues Frequenzband. Das hat viele Vorteile und ein paar Nachteile.
Von Oliver Nickel

WLAN und 6 GHz: Was bringt Wi-Fi 6E?
Artikel
  1. Apple: iPhones sollen Depressionen und Demenz erkennen
    Apple
    iPhones sollen Depressionen und Demenz erkennen

    Zusammen mit einer Universität und einem Pharmaunternehmen will Apple Algorithmen entwickeln, die Krankheiten anhand der iPhone-Nutzung erkennen.

  2. Eli Zero: Kleines E-Auto mit Türen und Fenstern kostet 12.000 Euro
    Eli Zero
    Kleines E-Auto mit Türen und Fenstern kostet 12.000 Euro

    Das minimalistische, vierrädrige Elektroauto Eli Zero soll für rund 12.000 Euro nach Europa kommen. Der Zweisitzer erinnert an den Smart.

  3. Klimaschutz: Umwelthilfe verklagt BMW und Mercedes wegen Verbrennern
    Klimaschutz
    Umwelthilfe verklagt BMW und Mercedes wegen Verbrennern

    Die Deutsche Umwelthilfe geht juristisch gegen BMW und Mercedes vor, weil sie kein Datum für einen Verbrennerausstieg bis 2030 festgelegen wollen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 23,8" FHD 144Hz 166,90€ • PCGH-PC mit Ryzen 5 & RTX 3060 999€ • Corsair MP600 Pro 1TB mit Heatspreader PS5-kompatibel 162,90€ • Alternate (u. a. Asus WLAN-Adapter PCIe 24,90€) • MM-Prospekt (u. a. Asus TUF 17" i5 RTX 3050 1.099€) • Samsung 970 Evo Plus 1TB 99€ [Werbung]
    •  /