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Huawei-Gründer Ren Zhengfei: Der Milliardär, der im Regen auf ein Taxi wartet

Huawei steht derzeit im Zentrum des Medieninteresses - und so wird auch mehr über den Gründer und Chef Ren Zhengfei bekannt, der sich bisher so gut wie möglich aus der Öffentlichkeit ferngehalten hatte.

Ein Porträt von veröffentlicht am
Huawei-Gründer Ren Zhengfei am Taxistand ohne Regen
Huawei-Gründer Ren Zhengfei am Taxistand ohne Regen (Bild: Huawei)

Ren Zhengfei, 75, ist ein sehr reicher Mann. Der Gründer von Huawei könnte sich an jedem Ort der Welt von einer Limousine abholen lassen. Aber er wartet lieber auf ein Taxi. Am Flughafen, im Regen. In den Wechat-Gruppen von Huawei hat sich das Foto vom wartenden Ren schnell verbreitet. So etwas sei typisch für Ren, sagten Spitzenmanager des chinesischen Technologiekonzerns Golem.de.

Inhalt:
  1. Huawei-Gründer Ren Zhengfei: Der Milliardär, der im Regen auf ein Taxi wartet
  2. Vom Militär in die Wirtschaft
  3. US-Boykott und Rens Unterstützung der KP Chinas

Früher sei er auch gerne U-Bahn gefahren. Ausländische Gäste, die am Flughafen in Shenzhen ankommen, wo sich der Firmenhauptsitz befindet, werden natürlich abgeholt und im eigenen 5-Sterne-Hotel untergebracht. Ren hat das anscheinend nicht nötig.

Leisten könnte sich Mr. Ren, wie ihn Beschäftigte nennen, mehr als eine Limousine: Laut Forbes beträgt sein privates Vermögen 1,7 Milliarden US-Dollar, was ihn auf Platz 1.425 der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt bringt.

Außer, dass er reich ist, weiß man aber nicht besonders viel über Ren Zhengfei. Chinesische Topmanager sind traditionell verschlossener als etwa US-amerikanische. Erst seit seine Firma so viel in den Medien ist, muss er auch selbst öffentlich auftreten.

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Auch wenn Ren sich bescheiden gibt, hat seine Familie nicht gerade ein Armutsgelübde abgelegt: Besonders seine jüngste Tochter, Annabel Yao, gibt auf Instagram Einblicke in das Leben eines Kindes aus der Oberschicht. So war sie im Jahr 2018 Auserwählte auf dem Bal des Débutantes in Paris, einem jährlich stattfindenden High-Society-Ereignis für die schönen Töchter und Söhne der oberen Zehntausend. Darunter waren auch die Baronin Ludmilla von Oppenheim aus Deutschland oder Julia McCaw, Tochter von AT&T-Gründer Craig McCaw. Annabel Yao ist Juniorin in Harvard, wo sie Informatik studiert und sich mit Ballett beschäftigt.

Ren wuchs mit Hunger auf

Ihr berühmter Vater wurde am 25. Oktober 1944 geboren, beide seiner Eltern unterrichteten an einer Schule. "Sie waren beide Lehrer, die in einer sehr abgelegenen und armen Region in Guizhou arbeiteten. In dieser Region leben hauptsächlich Minderheiten. Meine Mutter war Grundschulleiterin und mein Vater war Mittelschulleiter", sagte Ren der ARD in einem Interview, das im September 2019 veröffentlicht wurde. "Aus meiner Kindheit und Jugend erinnere ich mich am meisten daran, dass ich nicht genug zu essen hatte. Während der drei Jahre der großen Hungersnot war es mein größter Traum, jeden Tag nur ein Dampfbrötchen zu haben." Erst seit 1963/64, als sich die chinesische Wirtschaft zu erholen begann, sei Hunger kein Thema mehr gewesen.

Ren verbrachte seine Grund- und Mittelschuljahre in einer abgelegenen Stadt in der Provinz Guizhou. 1963 begann er ein Studium am Chongqing-Institut für Bauingenieurwesen und Architektur. Nach seinem Abschluss war er in der Tiefbauindustrie beschäftigt, bis er 1974 als Soldat in das Militär-Ingenieurkorps eintrat. Das war noch zu Lebzeiten von Staatsgründer Mao Tse-Tung, der im September 1976 starb.

Ingenieur beim Militär

Weil Ministerpräsident Zhou Enlai kurzfristig keine geeigneten Kräfte im regionalen Ingenieurkorps fand, "platzierte das Militär Studierte wie mich, die ein wenig technisches Know-how besaßen, in dieser wichtigen Position, um die Fabrik zu bauen. Ich hatte das Glück, in einem modernen Ingenieurprojekt arbeiten zu können und mich dem Militär anzuschließen", erklärte Ren der ARD.

"Als ich am Bau der Fabrik in Liaoyang arbeitete, erfand ich ein Instrument durch mathematische Inferenz. Es war das erste seiner Art in China und vielen anderen Ländern. Während dieser historischen Periode wurde meine kleine Erfindung zu etwas wirklich Großem hochgejubelt und ich wurde ausgewählt, um an der Nationalen Wissenschaftskonferenz teilzunehmen."

Wegen Kritik an den Ansichten seines Vaters während der Kulturrevolution konnte Ren nach eigener Aussage in dieser Zeit kein Mitglied der Kommunistischen Partei (KP) Chinas werden. Als wegen der Erfindung "die oberen Ebenen wollten, dass ich der Partei beitrete", ging das schließlich doch.

Rens Tätigkeit beim Militär wird ihm von internationalen Medien oft als Beleg für seine Nähe zum Geheimdienst ausgelegt. Er war dort Techniker und Ingenieur und wurde zuletzt zum stellvertretenden Direktor befördert. Huawei hält dem Vorwurf der Staatsnähe entgegen, dass Ren keinen militärischen Rang gehabt habe. Überprüfen lässt sich das nur schwer.

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Vom Militär in die Wirtschaft 
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gandhi187 06. Feb 2020

Was redest du da? Klaut.. Haha.. Nicht.. Obst.. Haha.. Nicht.. Das ist null witzig.


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