Huawei: Der denkbar schlechteste Ort für eine Hintertür

Huaweis Sicherheitschef spricht bei dem Backdoor-Vorwurf im Lawful Intercept Gateway von einem verfrühten Aprilscherz. In dieser Woche hatte die USA auch die Klage gegen Huawei verschärft.

Artikel veröffentlicht am ,
John Suffolk, Cyber Security Officer bei Huawei
John Suffolk, Cyber Security Officer bei Huawei (Bild: Huawei)

Das Lawful Intercept Gateway wäre laut Huawei für eine Backdoor der denkbar schlechteste Ort. "Die Netzwerkbetreiber überwachen diesen Bereich mit Argusaugen", sagte John Suffolk, Cyber Security Officer bei Huawei, am 14. Februar 2020 in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Das Wall Street Journal hatte in dieser Woche unter Berufung auf die US-Regierung über Backdoors in Mobilfunk-Schnittstellen für Lawful Interception Management Systems (LIMS) berichtet, ohne jedoch Beweise vorzulegen.

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Durch den Sonnenschein "habe ich das zuerst für einen verfrühten Aprilscherz gehalten", meinte Suffolk zu den neuen Vorwürfen von US-Sicherheitsberater Robert O'Brien.

Im vergangenen Jahr hatte die US-Regierung zwei Anklagen gegen das Unternehmen erhoben, Huawei auf die schwarze Liste des Handelsministeriums gesetzt und weitere Beschränkungen für den Verkauf an kleine US-amerikanische Telekommunikationsbetreiber festgelegt. In der am Donnerstag verschärften Anklage vor einem Bundesgericht in Brooklyn, New York, werfen die USA Huawei unter anderem Verstöße gegen das Sanktionsrecht, Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen und weiter Spionage im Auftrag der chinesischen Regierung vor. Das US-Justizministerium behauptet nun auch, das Huawei mit heimlichen Lieferungen die Sanktionen gegen Nordkorea verletzt habe. Bei dem Diebstahl der Geschäftsgeheimnisse dürfte es laut Wall Street Journal um eine Auseinandersetzung mit Cisco aus dem Jahr 2003 gehen, wonach Huawei Teile der Router-Software von Cisco kopiert habe. Huawei und Cisco hatten die Klage im Juli 2004 mit einem Vergleich beigelegt.

Huawei erklärte zu der Klageverschärfung: "Streitigkeiten über geistiges Eigentum sind im internationalen Geschäftsleben weit verbreitet. Laut öffentlichen Aufzeichnungen war Apple von 2009 bis 2019 an 596 Klagen über geistiges Eigentum beteiligt, Samsung an 519. Bei Huawei waren es 209 Klagen", erklärte Huawei.

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gadthrawn 17. Feb 2020

Ist IS a Fake duck

VigarLunaris 17. Feb 2020

Wenn z. B. Mails das Phone/Rechner nur so verlassen: 1976620216402300889624482718775150...

FreiGeistler 17. Feb 2020

Keine Diffarmierung. Die Definition stammt von den USA. Die erfüllen sie mittlerweile...

mark.wolf 17. Feb 2020

Träum weiter. Aber beschwer Dich bitte nicht, wenn Du aus deinem Traum erwachst und alles...



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