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Huawei: Damit im Kabelnetz flexibel 3 GBit/s symmetrisch laufen

Huawei zeigt in Köln neue D-CMTS-Technik für Kabelnetze. Der Netzbetreiber kann damit die Docsis-3.1-Bandbreite für den Kunden flexibel aufteilen. Der Ausrüster will auch auf dem deutschen Kabelmarkt stärker werden.
/ Achim Sawall
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Der Messestand von Huawei in Köln (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Der Messestand von Huawei in Köln Bild: Achim Sawall/Golem.de

Mit dem neuen Distributed Cable Modem Termination System (D-CMTS) von Huawei "kann der Kabelnetzbetreiber nicht nur 250 oder 500 MBit/s anbieten, sondern 1 oder 2 GBit/s und mehr" . Das sagte Martin Zeller, Senior Account Manager bei Huawei Schweiz, Golem.de am 6. Juni 2019 auf der Branchenmesse Anga Com(öffnet im neuen Fenster) in Köln. "Die Bandbreite für die einzelnen Kunden lässt sich flexibel einstellen, also frei programmieren."

Der Netzbetreiber kann mit dem MA 5833 D-CMTS auch darauf reagieren, wenn ein Konkurrent 3 GBit/s symmetrisch anbietet. "Dann nimmt der Carrier den 1:2-Splitter raus und verwendet separate XGS-PON-Anschlüsse und steckt die Kabel in den nächsten Anschluss" , erklärte Zeller.

Das MA 5833 D-CMTS für Docsis 3.1 Versorgung fand laut Zeller in Köln große Beachtung.

Das Vorgängergerät MA 5633 D-CMTS(öffnet im neuen Fenster) konnte bereits Docsis 3.1. Das neue bietet mehr Docsis-3.1-Kanäle und damit mehr Möglichkeiten, das ganze Spektrum für IP zu verwenden. "Die meisten Kabelnetzanbieter brauchen ja noch einen Teil des Spektrums für das analoge Fernsehen, aber man könnte das ganze Spektrum nutzen für schnelles Internet, für IP-TV und Over-The-Top-Angebote" , sagte Zeller. Neue Generationen seien immer auch kleiner, energiesparender und schneller.

Das MA 5633 D-CMTS sei auf dem Schweizer Markt sehr erfolgreich, Huawei habe mehrere Hundert davon im Feld. Das Distributed CMTS wurde Anfang 2014 eingeführt. Der Nachfolger 5833 D-CMTS basiert auf einem Prozessor von Broadcom.

"Als relativ neuer, aber sehr ehrgeiziger Anbieter in diesem Markt schätzt Huawei die Möglichkeit, auf der Anga Com mit allen in Europa relevanten Akteuren über Lösungen zu diskutieren" , sagte Mads Arnbjoern Rasmussen, Chief Technology Officer von Huawei Europe.


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