Huawei-Chef: Die USA "wollen uns umbringen"

Huawei-Chef Ren Zhengfei betont nach dem Verkauf von Honor die Unabhängigkeit der Smartphone-Marke unter den neuen Besitzern. Die USA wollten sein Unternehmen vernichten.

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Huawei-Gründer Ren Zhengfei im Juni 2019
Huawei-Gründer Ren Zhengfei im Juni 2019 (Bild: Hector Retamal/AFP via Getty Image)

Die USA wolle Huawei umbringen und suche nach keiner Lösung in der Auseinandersetzung. Das erklärt laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters Huawei-Chef Ren Zhengfei in einem internen Memo, das in einem Huawei-Mitarbeiterforum gepostet wurde. "Welle um Welle schwerer US-Sanktionen gegen Huawei haben uns endlich zu dem Schluss gebracht, dass bestimmte amerikanische Politiker nicht versuchen, eine Lösung für uns zu finden. Sie wollen uns umbringen", erklärte Ren.

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Der Verkauf der Smartphone-Marke Honor mit allen Beschäftigten an ein chinesisches Konsortium aus 30 Firmen sei eine "klare Trennung", sagte der Firmengründer. "Sobald wir geschieden sind, wird es keine verdeckten Beziehungen mehr zu Honor geben. Wir behandeln die Trennung auf erwachsene Weise und werden uns strikt an Vorschriften und internationale Normen halten."

Zu den neuen Eigentümern von Honor gehören von der lokalen Regierung unterstützte Unternehmen wie Shenzhen Expressway und Shenzhen Energy. Suning.com Co., die größte Elektronikkette des Landes und einer der neuen Eigner, wird von der Alibaba Group mitfinanziert.

Angaben zum Kaufpreis von Honor wurden nicht gemacht. Laut chinesischen Medienberichten soll Huawei 15 Milliarden US-Dollar für Honor erhalten. Marktforscher Canalys erklärte, Honor-Geräte machten in diesem Jahr 24 Prozent der 156 Millionen ausgelieferten Smartphones von Huawei aus.

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Die Sanktionen der USA gegen Huawei zeigten vor allem im Endkundengeschäft Wirkung. Seitdem sowohl Huawei als auch Honor keine Google-Apps mehr auf ihren Geräten vorinstallieren dürfen, gingen die Verkäufe außerhalb Chinas stark zurück. Zudem hat Huawei mittlerweile Schwierigkeiten, an Bauteile wie SoCs zu kommen. Ob es wieder Honor-Smartphones mit Google-Apps geben wird, ist noch nicht bekannt.

"Unter der neuen Führung wird Honor die Produktion sehr schnell wieder aufnehmen und Probleme lösen, die seine vor- und nachgelagerten Partner betreffen", erklärte Ren in dem Memo. "Die USA sind eine Technologie-Supermacht mit vielen hervorragenden Unternehmen." Honors neuer Eigner Shenzhen Zhixin New Information Technology solle "entschlossen und mutig mit ihnen zusammenarbeiten".

Die USA werfen Huawei vor, die Iran- und Nordkorea-Sanktionen verletzt, US-amerikanisches geistiges Eigentum gestohlen sowie Hintertüren für den chinesischen Geheimdienst in seine Mobilfunkausrüstung eingebaut zu haben, was Huawei bestreitet. Belege für die Anschuldigungen wurden von den USA trotz mehrerer Ankündigungen seit Jahren nicht vorgelegt. Nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung aus dem Februar 2020 sind die deutschen Sicherheitsbehörden von den US-Hinweisen nicht überzeugt. Es gebe weiterhin keine Belege für Spionage durch Huawei. Mehrere Regierungsvertreter äußerten am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2020 zudem große Zweifel am Wahrheitsgehalt der amerikanischen Behauptungen. Ein hoher Regierungsbeamter sprach von "Propaganda".

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SanderK 29. Nov 2020

Vieles, wobei Kooperationen gerade momentan ja doch eher Verstärkt werden und hiesige...

Vögelchen 29. Nov 2020

Wie nett: Propaganda auf unleserlich!



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