Abo
  • Services:

Huawei: Bei Enterprise-Hardware "waren wir früher ein Niemand"

Huaweis Enterprise-Sparte entwickelt IT-Systeme für Unternehmen. Von einem unbedeutenden Segment ist der kleine Konzernbereich zum Partner von SAP, Vodafone oder T-Systems geworden.

Artikel veröffentlicht am ,
Die drei Geschäftsfelder von Huawei zu sehen in Amsterdam
Die drei Geschäftsfelder von Huawei zu sehen in Amsterdam (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Huawei kennt man vor allem als Telekommunikationsausrüster und Smartphonehersteller. "Als Anbieter von Enterprise-IT waren wir vor einigen Jahren noch ein Niemand", sagte Ajay Gupta, Global Director Product Marketing, Enterprise Networking Product Line am 16. März 2018 auf dem Huawei Western Europe Partner Summit in Amsterdam. Noch macht Huawei den größten Teil seines Umsatzes mit Netzwerkausrüstung im Mobilfunk und Festnetz. Die Enterprise-Sparte ist noch die kleinste des chinesischen Privatunternehmens. Doch laut Ernest Zhang, President von Huawei Western Europe Enterprise Business Group, wird es das stärkste Wachstum im Unternehmen in den nächsten Jahren in diesem Bereich geben.

Stellenmarkt
  1. Marc Cain GmbH, Bodelshausen
  2. über duerenhoff GmbH, Nürnberg

Huawei verlieh denn auch Partner-of-the-Year-Awards an Unternehmen wie SAP als Global Partner, an Vodafone für Internet of Things und an T-Systems für Cloud. Weitere Partner von Huawei Enterprise sind Thales (Luft- und Raumfahrt), Software AG, Alstom (Transport), Schindler (Aufzüge und Fahrtreppe) und der französische Automobilhersteller PSA. Mit Schindler will Huawei intelligente Fahrstühle entwickeln, die wissen, wo Personen hinfahren wollen, weil sie sie erkennen.

Huawei IT: Alles aus einer Hand entwickelt

"Wir haben über 30 Jahre Erfahrung im Carrier-Geschäft", sagte Tim Cao, Vice President Huawei Western European Enterprise Business. Huawei habe ein breiteres Angebot als andere IT-Anbieter. "Wir können ein komplettes Rechenzentrum für unsere Kunden bauen." Alle Komponenten seien dabei selbst entwickelt und darum gut integriert, vom Chip bis zum Kühlsystem. "Doch wir verkaufen eher Qualität als Volumen", räumt Cao ein.

Zwei neue Produkte stellte Huawei auf seiner Hausmesse in Amsterdam vor. Das neue Flash Array, Ocean Stor V5, ist ein Speicherserver. Vier Chipsätze dafür hat Huawei selbst entwickelt. Später im laufenden Jahr soll der Ocean Stor V5 mit einer maximalen Kapazität von 15 TByte auf den Markt kommen. Preise wurden noch nicht genannt.

Das zweite neue Produkt, den Intent-Driven Cloud Campus von Huawei, habe bereits einer der größten Einzelhändler für sich ausgewählt. Es basiert auf dem Intent-Driven Network, einer Netzwerksoftware, mit der Huawei laut Gupta seine Innovationsfähigkeit demonstrieren will. Intent-Driven Network konkurriert mit einem ähnlichen Produkt von Cisco und soll ein Konzept für eine virtuelle Intelligenz für Big Data und Cloud-Technologien im Netzwerk sein, selbstheilend, wenn Hardware oder Software ausfallen, mit automatischer Bereitstellung von Netzwerkrichtlinien. Es bietet eine Auswahl an offenen APIs, Entwicklungs- und Programmiertools, Ziel ist eine szenariospezifische Automatisierung.

Es soll die Synthese aus SDN und antizipierender und automatisierter Betriebsweise für Dienstequalität werden. Mit Intent-Driven sei gemeint, dass ein Konferenzsystem konfiguriert wird mit: "Ich möchte in diesem Raum eine Videokonferenz (was) für 100 Teilnehmer (wie viel)". Das Intent-Driven Network werde derzeit von zehn Kunden als Beta-Version ausprobiert, sagte Gupta.

Offenlegung: Der Autor hat auf Einladung von Huawei am Huawei Western Europe Partner Summit in Amsterdam teilgenommen. Die Reisekosten wurden von Huawei übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 26,99€
  2. 8,49€
  3. 3,99€

Kakiss 19. Mär 2018 / Themenstart

Naja so hat ja auch Dell angefangen, IBM kompatible PCs günstiger verkaufen. Ich...

itse 16. Mär 2018 / Themenstart

sobald der yuan als weltreservewährung mehr in den internat. focus tritt um etwas den...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018)

Wir sind den Jaguar I-Pace in Genf probegefahren und konnten ihn trotz nassem Wetter nicht aus der Spur bringen.

Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018) Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

    •  /