Huawei: Ausschluss in Großbritannien "ergibt keinen Sinn"

Großbritanniens Regierung gibt offenbar doch dem Druck der USA nach und nimmt ihre Entscheidung zu Huawei vom Januar zurück.

Artikel veröffentlicht am ,
Huawei auf dem MWC 2019
Huawei auf dem MWC 2019 (Bild: Huawei)

Mit Unverständis hat ein Huawei-Sprecher auf die Kehrtwende der britischen Regierung bei 5G reagiert. "Wir haben die Berichte aus ungenannten Quellen gesehen, die einfach keinen Sinn ergeben", sagte Victor Zhang, Vice President von Huawei, in einer Erklärung an Light Reading. Er erinnerte daran, dass die Regierung erst im Januar beschlossen habe, "uns einen Anteil am 5G-Rollout zu genehmigen, da Großbritannien die bestmöglichen Technologien, mehr Auswahlinnovationen und mehr Lieferanten benötigt, was zusammen sicherere und belastbarere Netzwerke bedeutet."

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Auch auf Twitter kritisierte Huawei die Entscheidung. Die britischen Zeitungen Guardian und Telegraph hatten berichtet, dass der britische Premierminister Boris Johnson Pläne ausgearbeitet habe, wonach Huawei bis zum Jahr 2023 vollständig vom britischen 5G-Sektor ausgeschlossen werde. Laut den Quellen des Guardian ist Johnson dem Druck aus der eigenen Conservative Party gefolgt. Rund 50 Mitglieder des Parlaments hatten die Position vertreten. Telegraph berichtete, dass Johnson immer "ernste Bedenken" bezüglich der 5G-Entschiedung gehabt habe, die ursprünglich von seiner Vorgängerin Theresa May vermittelt worden war, und nun wolle, dass hier "erheblich zurückgefahren" werde.

Großbritannien: Netzbetreiber haben bereits die frühere Einschränkung von Huawei kritisiert

EE, Vodafone und Three verwenden Huawei-Ausrüstung in ihren 5G-Netzwerken. Der Wechsel zu einem konkurrierenden Anbieter wie Ericsson oder Nokia würde die Einführung verlangsamen und die Kosten erhöhen.

Die britische Regierung hatte tatsächlich erst im Januar trotz hohen Drucks vonseiten der USA den Einsatz von Huawei-Technologie im 5G-Netz genehmigt, den Konzern jedoch auf einen Marktanteil von 35 Prozent beschränkt und vom Core ausgeschlossen. Bereits installierte Ausrüstung des chinesischen Konzerns muss aus dem Netzwerk entfernt und durch Konkurrenzprodukte ersetzt werden. Schon diese Entscheidung kostet den Netzbetreiber BT nach eigenen Angaben 500 Millionen Pfund (594 Millionen Euro). Nick Read, Vorstandsvorsitzender von Vodafone, warnte Ende Januar: "Die Implementierung dauert ungefähr fünf Jahre und kostet ungefähr 200 Millionen Euro." Der Vorgang sei komplex und betreffe kritische Systeme.

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Read warnte, dass eine europaweite Obergrenze von 35 Prozent für die Nutzung von Huawei-Ausrüstung die Einführung von 5G um zwei bis fünf Jahre verzögern und die Preise für Kunden erhöhen könnte.

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AllDayPiano 25. Mai 2020

Die Schweinegrippe darf man sowieso nicht als Referenz heranziehen. Das Problem war...

Trockenobst 25. Mai 2020

Ich hoffe das nicht. Ich hoffe das er bleibt, seinen Sohn als Nachfolger aufbaut (was...

Trockenobst 25. Mai 2020

China hat inzwischen die größte Verschuldung von mittleren und großen Firmen der Welt...

Umdenker 25. Mai 2020

Genau so isses. Das China (mal unabhängig von Huawei) sehr wahrscheinlich genauso...



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