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Auf dem Huawei-Event in Barcelona
Auf dem Huawei-Event in Barcelona (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Huawei: Acht Netzbetreiber planen GBit-Technik

Auf dem Huawei-Event in Barcelona
Auf dem Huawei-Event in Barcelona (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

GBit-Technik kommt in die Mobilfunknetzwerke vieler Betreiber. Die Telekom hat noch keinen Termin genannt, setzt aber bei einer Tochterfirma auf LTE Advanced+.

Acht Mobilfunkbetreiber haben auf einer Huawei-Veranstaltung in Barcelona den Ausbau ihres Netzes auf 4.5G angekündigt. Das gab der chinesische Netzwerkausrüster am 21. Februar 2016 bekannt. Die Technik bestellt habe EE (ehemals Everything Everywhere) in Großbritannien, an der die Deutsche Telekom als Großaktionär beteiligt sei, sagte Mansoor Hanif, Director Radio Access Network bei EE. Die Telekom hat noch nicht erklärt, wann sie in Deutschland 4.5G einführe.

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Huawei erwarte, dass im Jahr 2016 weltweit mehr als 60 kommerzielle 4.5G-Netzwerke aufgebaut würden, während die Technologie vereinheitlicht werde, hieß es in einer früheren Ankündigung. Viele weitere Netzbetreiber testen die Technologie zusammen mit Huawei.

4.5G heißt eigentlich LTE Advanced+. Bei LTE mit 1 GBit/s werden einige 100 MBit/s beim Endnutzer erreicht. 1-GBit/s-LTE ist eine Kombination aus heute schon üblichem 3CA, was für Trägerfrequenzbündelung von 3 bis zu 20 MHz breiten Bändern steht, mit 4x4 MiMO sowie 256 QAM als Codierungsverfahren. Durch eine dreifache Carrier Aggregation werden den Nutzern bis zu 60 MHz Gesamtbandbreite (3x20MHz) auf verschiedenen Frequenzbändern gleichzeitig zur Verfügung gestellt. 4x4 MIMO (Multiple Input Multiple Output) soll die Anzahl der Datenströme verdoppeln, die zum Smartphone des Nutzers übertragen werden. Durch den Einsatz des LTE-256-QAM-Kodierverfahrens (Quadrature Amplitude Modulation) kann innerhalb des verfügbaren Spektrums eine größere Datenmenge übertragen werden.

Wer sein LTE-Netz ausbaut

Auf den Standard LTE Advanced+ mit Huawei-Technik setzen auch der japanische Netzbetreiber Softbank, Turkcell (Türkei), Telus aus Kanada, China Mobile und América Móvil aus Mexiko. Schon länger bekannt waren der Ausbau bei HKT in Hongkong und Teliasonera, die in Schweden, Finnland und weiteren Staaten aktiv sind. Auch Vodafone will im kommenden Jahr mit Tests für die Mobilfunktechnologie 4.5G beginnen. Das hatte Unternehmenschef Hannes Ametsreiter angekündigt. "Mitte 2016 kommen die ersten Feldtests. 2017 geht es an ersten Standorten in den Livebetrieb - mit 1,2 GBit/s." Zusammen mit Huawei testete Vodafone am Campus in Düsseldorf den ersten 4.5G-Prototyp Europas.

Ryan Ding, Executive Director und President Products & Solutions bei Huawei, kündigte an, dass 4.5G eine Brücke zu 5G darstelle. Da bis zur Einführung von 5G noch fünf Jahre anstünden, sei es für Netzbetreiber sinnvoll, ihr LTE-Netz bis dahin weiter auszubauen.


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Eheran 22. Feb 2016

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