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China Daily: Foxconn zwingt Studenten zu Montagearbeiten an iPhone 5

Laut einer chinesischen Tageszeitung müssen einige tausend Studenten in Huai'an ihr Studium unterbrechen, damit Apple genügend iPhones 5 von Foxconn bekommt. An sechs Tagen in der Woche montieren sie täglich zwölf Stunden lang das Smartphone und bekommen 193 Euro im Monat dafür.

Artikel veröffentlicht am ,
Foxconn-Chef Terry Gou im Mai 2012
Foxconn-Chef Terry Gou im Mai 2012 (Bild: Aly Song/Reuters)

Tausende chinesische Studenten sollen zu Montagearbeiten für das neue iPhone 5 gezwungen werden, weil Apples Auftragshersteller Foxconn Technology derzeit nicht genügend Arbeitskräfte finden kann. Das berichtet die regierungsnahe chinesische Tageszeitung China Daily. Die Zeitung beruft sich auf Angaben der Studenten in Internetforen, den Radiosender China National Radio und Aussagen der Ausbildungsbehörde von Huai'an, einer Stadt in der chinesischen Provinz Jiangsu im Osten des Landes.

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Dass Studenten in Fabriken arbeiten, um praktische Erfahrungen zu sammeln und Geld zu verdienen, ist nicht unüblich. Bemerkenswert sind aber die Bedingungen, unter denen sie beschäftigt wurden: Eine Studentin des Huaiyin Institute of Technology gab an, dass 200 Studenten von der Einrichtung zu der Foxconn-Fabrik gefahren wurden. Dort mussten sie an sechs Tagen in der Woche täglich zwölf Stunden arbeiten, erklärte sie unter dem Namen MengniuIQ84 in einem Onlineforun. Mehrere andere Studenten von fünf weiteren Bildungseinrichtungen haben die Aussagen der jungen Frau laut China Daily bestätigt. Der Einsatz der Studenten erfolgte, nachdem einige Seminare zu Beginn des neuen Semesters abgesagt wurden.

Sie begannen die Arbeit am Donnerstag in der vergangenen Woche für einen Monatslohn von 1.550 Yuan (193 Euro). Mehrere hundert Yuan wurden ihnen monatlich für Essen und Unterbringung abgezogen. Regierungsstellen hätten angeordnet, dass die Schulen Studenten schicken müssen, um Foxconn zu helfen. Wie MengniuIQ84 erklärte, seien aber weder die Eltern informiert worden, noch hätten die Studenten einen Vertrag bekommen. Der weltgrößte Auftragshersteller hätte dringend kurzfristig 10.000 Arbeitskräfte benötigt.

Zynische Statements von lokalen Politikern

Yu Fangqiang, Chef der Nichtregierungsorganisation Tianxiagong in Nanjing, hatte den Studenten Rechtshilfe angeboten, einige hätten aber Angst, keinen Abschluss zu bekommen, wenn sie gegen Foxconn und die Regierung aktiv würden, so China Daily.

Laut China National Radio hätten sich die Lehrer in mehreren lokalen Schulen darauf geeinigt, den Unterricht für ein bis zwei Monate auszusetzen, damit die Studenten "Arbeitsbedingungen kennenlernen und ihre individuellen Fähigkeiten fördern".

Die lokale Erziehungsbehörde Huai'an Education Bureau hat China Daily bestätigt, dass es solche Programme gebe, diese fänden aber üblicherweise in den Semesterferien statt. Über eine Ausdehnung auf die Unterrichtszeit war die Behörde nicht informiert gewesen. Ein Regierungsvertreter, der seinen Namen nicht angeben wollte, sagte der Zeitung, es sei gängige Praxis, Studenten an renommierte Unternehmen und in Fabriken zu schicken. Dies erweitere den Horizont der Studenten, erklärte er.

Apple hat den Bericht nicht kommentiert. Apple stellt am 12. September 2012 ein oder mehrere neue Produkte vor. Eine große 12 in der Einladung, die den Schatten einer 5 wirft, deutet an, dass es sich dabei vermutlich um das iPhone 5 handeln wird.

Nachtrag vom 9. September 2012, 15:22 Uhr

Laut einem Bericht von The Verge werden in der Foxconn-Fabrik in Jiangsu keine iPhones produziert.

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Bernd Schröder 14. Sep 2012

Ja ne, is klar.

kaze 10. Sep 2012

Ich würde nicht direkt sagen, das er falsch liegt, allerdings liegt er auch nicht ganz...

Stereo 10. Sep 2012

Du solltest besser einige Nachhilfestunden in Geschichte nehmen.

keiner 10. Sep 2012

Und worauf fußt dann deine Anspielung? Siehe unten. Dachte ich mir bereits. Daher wohl...

hubie 10. Sep 2012

Immerhin wird gespendet und die Leute haben ein Gewissen. Die Werksmanager von Foxconn...


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