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HTTPS-Streaming: Netflix führt Verschlüsselung ein

Netflix will HTTPS einführen, um Nutzer vor neugierigen Vorgesetzten und Internet Service Providern zu schützen. Der Streaming-Dienst arbeitet dafür aktiv an FreeBSD mit. Auch an der TV-Benutzerschnittstelle sollen "neue Möglichkeiten" eingeführt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Netflix-Hauptsitz
Netflix-Hauptsitz (Bild: Netflix)

Netflix hat in einem Brief an die Aktionäre die Einführung von Verschlüsselung mit HTTPS angekündigt. "Im Laufe des kommenden Jahres" werde HTTPS für die Nutzer des Streaming-Dienstes angeboten, hieß es in dem Schreiben (PDF).

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Dies helfe, die Privatsphäre der Nutzer in öffentlichen drahtlosen Netzwerken zu schützen, und verhindere, dass Internet Service Provider oder Vorgesetzte die Netflix-Nutzer bespitzelten, erklären Firmen-Chef Reed Hastings und Finanzchef David Wells in dem Schreiben.

Netflix und FreeBSD

Bei W3.org schreibt Mark Watson, Director Streaming Standards bei Netflix, über die Erfahrungen mit der Einführung von HTTPS in den vergangenen sechs Monaten. Netflix arbeitet seit langem an speziellen Patches zur Optimierung des Systemaufrufs sendfile(). Watson berichtet, wie durch weitere Änderungen am FreeBSD-Kernel, an der OpenSSL-Bibliothek und der Webserver-Software Nginx, TLS auch für die Verschlüsselung der übertragenden Filminhalte eingesetzt werden konnte, ohne zu hohe Kosten zu verursachen. HTTPS werde im kommenden Jahr eingeführt, noch im laufenden Quartal sollten Tests im Desktop-Browser beginnen.

Dafür hatte Netflix auf der Asia BSD Conference Erweiterungen für FreeBSD vorgestellt (PDF). Damit sollen bei großen Videodatenmengen die Kosten durch die Nutzung von TLS (Transport Layer Security) gesenkt werden. Auch Änderungen und Erweiterungen im FreeBSD Opencrypto Framework für die Verbesserung der Performance hatte Netflix präsentiert.

Die Hardware bei Netflix

Wegen der hohen Kosten hat Netflix nach eigenen Angaben bisher TLS nicht in seinen Openconnect Appliances (OCA) bereitgestellt. Die Netflix Openconnect Appliance sind Server mit einer Intel 64Bit-Xeon-CPU, auf denen FreeBSD 10.1 und Nginx 1.5 läuft. Jeder Server kann laut Netflix 10 TByte bis 120 TByte Multimedia-Dateien bereitstellen und 10.000 bis 40.000 gleichzeitige längerwährende TCP-Sessions mit den Kundenrechern aufbauen.

Verbesserungen für die TV-Benutzerschnittstelle sollen in der zweiten Jahreshälfte 2015 kommen. Die Video-Wiedergabe werde verbessert, heißt es in dem Aktionärsbrief, und es solle "neue Möglichkeiten" beim Browsen durch die Filme geben. Welche, wird nicht näher ausgeführt.



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InsaneNerd 17. Apr 2015

Ist doch sowieso schon geschützt, um das zu umgehen brauchst du ne virtuelle Maschine in...

Wed 17. Apr 2015

Man muss sich ja etwas Restwürde erhalten :P Der Freund eines Freundes, dessen Kollege...

Moe479 16. Apr 2015

ist doch gar keine schlechte idee mit der motz, das blatt wird einem vermutlich öfter...

barforbarfoo 16. Apr 2015

.... da werden sich die Hacker aber freuen. Non-Frickel Profi Betriebssysteme kacken ja...

Baron Münchhausen. 16. Apr 2015

Troll oder k. A. ?


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