Abo
  • Services:

HTTPS: Noch immer viele Symantec-Zertifikate aktiv

Das Ende von Symantec als Zertifizierungsstelle ist schon lange besiegelt, aber noch immer verwenden viele Webseiten die Zertifikate. Mozilla sieht sich daher gezwungen, das Ende noch etwas hinauszuzögern.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Zertifikate verkauft Symantec schon eine Weile nicht mehr, aber die noch gültigen alten Zertifikate sind nach wie vor häufig im Einsatz.
Zertifikate verkauft Symantec schon eine Weile nicht mehr, aber die noch gültigen alten Zertifikate sind nach wie vor häufig im Einsatz. (Bild: LPS.1 / Wikimedia Commons/CC0 1.0)

Es gibt weiterhin sehr viele Webseiten, die für HTTPS-Verbindungen Zertifikate von Symantec einsetzen. Dabei haben zwischenzeitlich alle großen Browserhersteller erklärt, dass sie den Zertifikaten nicht mehr trauen. Doch bei vielen Webseitenbetreibern ist das offenbar bislang nicht angekommen.

Stellenmarkt
  1. 10X Innovation GmbH & Co. KG, Berlin
  2. init SE, Karlsruhe

Ein Rückblick: Im Januar 2017 wurde bekannt, dass Symantec eine Reihe von Zertifikaten für Domains ausgestellt hatte, für die sie keinen Auftrag hatten. Doch das war nur einer von einer ganzen Reihe von Vorfällen, bei denen sich Sicherheitsprobleme in Symantecs Infrastruktur zeigten. Google kündigte daraufhin an, langfristig den Zertifikaten von Symantec im Chrome-Browser nicht mehr zu vertrauen.

Auch Mozilla, Microsoft und Apple haben erklärt, dass sie sich der Entscheidung von Google anschließen. Symantec hat sein Zertifikatsgeschaft inzwischen an die Firma Digicert verkauft. Digicert bietet ehemaligen Kunden an, die bald ungültigen Zertifikate kostenlos auszutauschen.

Mozilla verzögert Symantec-Rauswurf - aber nur für kurze Zeit

Mozilla hatte eigentlich geplant, Anfang Oktober in seiner Beta-Version den Symantec-Zertifikaten nicht mehr zu trauen. Doch wie Mozilla-Entwickler Wayne Thayer in einem Blogbeitrag erklärt, hat man sich entschlossen, dies zumindest noch ein bisschen zu verzögern. Laut Mozillas Zählungen sind demnach immer noch über ein Prozent der Webseiten mit einem Symantec-Zertifikat ausgestattet.

Dazu beitragen dürfte, dass Symantec-Zertifikate unter verschiedenen Markennamen verkauft wurden. GeoTrust, RapidSSL und Thawte sind alles Namen, unter denen Symantec-Zertifikate zu finden sind. Allerdings gilt im Umkehrschluss nicht, dass alle Zertifikate dieser Marken auch Symantec-Zertifikate sind, denn Digicert nutzt diese Markennamen weiterhin.

Verbraucherzentralen haben "technische Probleme" beim Zertifikatstausch

Zu den Webseiten, die noch ein Symantec-Zertifikat nutzen, gehören in Deutschland unter anderem die Seite von Werder Bremen und das unter www.verbraucherzentrale.de abrufbare Portal der Verbraucherzentralen. "Wir kennen das Thema Symantec-Zertifikate und sind dabei, sie bei uns gegen neue Versionen austauschen zu lassen", schrieb uns die verantwortliche Verbraucherzentrale NRW dazu auf Anfrage. "Wegen technischer Probleme dauert das leider." Von Werder Bremen haben wir keine Antwort erhalten.

Viel Zeit haben die betroffenen Seiten nicht mehr. Chrome will mit der kommenden Version 70, die am 16. Oktober erscheint, allen Symantec-Zertifikaten mißtrauen. Es ist anzunehmen, dass Mozilla dies noch abwarten will - da Chrome einen deutlich größeren Marktanteil hat, dürfte sich kaum eine Seite erlauben, dann noch die alten Zertifikate zu nutzen.

Schon jetzt führt die Verwendung eines Symantec-Zertifikats dazu, dass viele Nutzer ausgesperrt sind und die Webseiten weniger Besucher haben. Wer eine Nightly-Testversion von Firefox nutzt oder Chrome in der Unstable- oder Canary-Variante, der sieht jetzt schon nur eine Fehlermeldung beim Aufruf dieser Seiten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 32,99€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)
  3. ab 69,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.10.)
  4. (-78%) 4,44€

Anonymouse 15. Okt 2018 / Themenstart

Okay, stimmt wohl. Never... wenn die Umgebung so groß ist, dass die Kosten für den...

phade 15. Okt 2018 / Themenstart

Damals hatte nur ein Reseller von Symantec Murks gemacht und faktisch war es ein Problem...

cerberos 15. Okt 2018 / Themenstart

Dann sollte es auch misstrauen heißen.

johnripper 13. Okt 2018 / Themenstart

Es geht doch erstmal um die externe Kommunikation. Da erwarte ich dass so ein Prozess in...

RipClaw 12. Okt 2018 / Themenstart

Nach alles was ich bisher gehört habe hat Digicert einen recht guten Ruf. Etwas teuer...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Amazons Echo Plus (2018) - Test

Der neue Echo Plus von Amazon liefert einen deutlich besseren Klang als alle bisherigen Echo-Lautsprecher. Praktisch ist außerdem der eingebaute Smart-Home-Hub. Der integrierte Temperatursensor muss aber noch bessser in Alexa integriert werden. Der neue Echo Plus ist zusammen mit einer Hue-Lampe von Philips für 150 Euro zu haben.

Amazons Echo Plus (2018) - Test Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Neuer Kindle Paperwhite im Hands On: Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display
Neuer Kindle Paperwhite im Hands On
Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display

Amazon bringt einen neuen Kindle Paperwhite auf den Markt und verbessert viel. Der E-Book-Reader steckt in einem wasserdichten Gehäuse, hat eine plane Displayseite, mehr Speicher und wir können damit Audible-Hörbücher hören. Noch nie gab es so viel Kindle-Leistung für so wenig Geld.
Ein Hands on von Ingo Pakalski


    Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
    Apple Watch im Test
    Auch ohne EKG die beste Smartwatch

    Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Skydio R1 Apple Watch zur Drohnensteuerung verwendet
    2. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
    3. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen

      •  /