• IT-Karriere:
  • Services:

Bis zu zehn Prozent der Verbindungen betroffen

Insgesamt an drei verschiedenen Stellen wurde versucht, die Rate der HTTPS-Interception-Produkte zu messen: Bei Cloudflare - hier kamen die Autoren mit den genannten Schwierigkeiten auf 10 Prozent -, bei den Update-Servern von Mozilla (4 Prozent) und bei verschiedenen E-Commerce-Seiten, die mit den Studienautoren kooperierten (6 Prozent). Alle diese Zahlen sind deutlich höher als jene in früheren Schätzungen.

Stellenmarkt
  1. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Freital bei Dresden
  2. KION Group AG, Frankfurt am Main

Zahlreiche Produkte wiesen dabei katastrophale Sicherheitslücken auf, mit denen ein Angreifer die Sicherheit der TLS-Verschlüsselung komplett untergraben könnte. Darunter fallen beispielsweise Produkte, die Zertifikate nicht prüfen oder völlig veraltete und unsichere Verschlüsselungsalgorithmen zulassen. Diese Unsicherheiten beschränkten sich keineswegs auf Billigprodukte. Auch mehrere Enterprise-Appliances von Firmen wie Microsoft, A10, Checkpoint, Cisco und WebTitan waren darunter.

Alle Produkte senken die Sicherheit von HTTPS

Wirklich gut schneidet überhaupt kein Produkt ab. Zwar erhalten einige ein "A", das bedeutet aber lediglich, dass die TLS-Funktionalität selbst korrekt implementiert ist. Moderne Browser unterstützen jedoch noch andere Sicherheitsfeatures, die mit TLS interagieren, beispielsweise HTTP Public Key Pinning, zentralisierte Zertifikats-Revocation-Listen, Certificate Transparency und OCSP Must-Staple. "Keines der Produkte, die wir getestet haben, unterstützt diese Features", schreiben die Studienautoren dazu.

Überraschend kommt das Ganze im Grunde nicht. Immer wieder wurden in der Vergangenheit Sicherheitslücken in derartigen Produkten entdeckt. 2015 sorgte die Software Superfish für Schlagzeilen. Lenovo hatte diese Werbesoftware auf Laptops vorinstalliert. Alle Installationen nutzten dasselbe Root-Zertifikat samt identischem privaten Schlüssel. Wer einmal im Besitz des Schlüssels war, konnte nach Belieben die HTTPS-Verbindungen der Lenovo-Nutzer angreifen.

Superfish nutzte eine Software namens Komodia, die in unzähligen anderen Produkten - von Jugendschutzfiltern bis hin zu Malware - zum Einsatz kam. Während Superfish nach diesen Vorfällen von der Bildfläche verschwand, gibt es die Firma Komodia nach wie vor. Auch eine Software namens Privdog, die von einer Firma des Comodo-CEOs entwickelt wurde, hatte eine ähnlich katastrophale Sicherheitslücke, wie der Autor dieses Artikels aufdecken konnte. Auf Dell-Laptops wurde ein ähnliches Problem gefunden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 HTTPS-Interception: Sicherheitsprodukte gefährden HTTPSSicherheitslücken in Kaspersky-Software 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

FreiGeistler 10. Feb 2017

Lieber Virus Total Uploader im "Senden an", habe eine Krücke von Laptop. Firefox warnt...

TrollNo1 10. Feb 2017

Hier könnte Ihre Werbung stehen!

ArcherV 10. Feb 2017

'zilla


Folgen Sie uns
       


Mechwarrior 5 - 8 Minuten Gameplay

In Mechwarrior 5 setzen wir uns einmal mehr in einen tonnenschweren Kampfroboter und schmelzen die gegnerischen Metallungetüme. Zuvor rüsten wir unseren stampfenden Mech aber mit entsprechenden Waffen aus.

Mechwarrior 5 - 8 Minuten Gameplay Video aufrufen
Digitalisierung: Aber das Faxgerät muss bleiben!
Digitalisierung
Aber das Faxgerät muss bleiben!

"Auf digitale Prozesse umstellen" ist leicht gesagt, aber in vielen Firmen ein komplexes Unterfangen. Viele Mitarbeiter und Chefs lieben ihre analogen Arbeitsmethoden und fürchten Veränderungen. Andere wiederum digitalisieren ohne Sinn und Verstand und blasen ihre Prozesse unnötig auf.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Arbeitswelt SAP-Chef kritisiert fehlende Digitalisierung und Angst
  2. Deutscher Städte- und Gemeindebund "Raus aus der analogen Komfortzone"
  3. Digitalisierungs-Tarifvertrag Regelungen für Erreichbarkeit, Homeoffice und KI kommen

Sicherheitslücken: Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet
Sicherheitslücken
Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet

Eigentlich sollte die Parkhaussteuerung nicht aus dem Internet erreichbar sein. Doch auf die Parkhäuser am Microsoft-Hauptsitz in Redmond konnten wir problemlos zugreifen. Nicht das einzige Sicherheitsproblem auf dem Parkhaus-Server.
Von Moritz Tremmel

  1. Ölindustrie Der große Haken an Microsofts Klimaplänen
  2. Datenleck Microsoft-Datenbank mit 250 Millionen Support-Fällen im Netz
  3. Office 365 Microsoft testet Werbebanner in Wordpad für Windows 10

Indiegames-Rundschau: Abenteuer zwischen Horror und Humor
Indiegames-Rundschau
Abenteuer zwischen Horror und Humor

Außerdische reagieren im Strategiespiel Phoenix Point gezielt auf unsere Taktiken, GTFO lässt uns schleichen und das dezent an Portal erinnernde Superliminal schmunzeln: Golem.de stellt die besten aktuellen Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Der letzte Kampf des alten Cops
  2. Indiegames-Rundschau Killer trifft Gans
  3. Indiegames-Rundschau Überleben im Dschungel und tausend Tode im Dunkeln

    •  /