HTTPS: Google Chrome will vor unverschlüsselten Webseiten warnen
Google hat angekündigt, unverschlüsselte Webseiten künftig als unsicher zu markieren, wenn Nutzer den Chrome-Browser verwenden. In einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) schreibt das Unternehmen, dass die Änderungen in der kommenden Version 56 im Januar 2017 implementiert werden sollen.
Nutzer würden durch zu viele Warnungen verwirrt, empfänden das Fehlen eines "Sicher-Icons" aber nicht als Bedrohung, schreibt Google. Daher sollen für die Warnungen keine neuen Symbole eingeführt werden. Google will das gleiche rote Warndreieck nutzen, das auch für falsch konfigurierte HTTPS-Seiten verwendet wird.
Warnungen werden graduell eingeführt
Die Warnungen vor unverschlüsselten Webseiten werden graduell eingeführt. Ab Januar sollen zunächst Webseiten als "unsicher" markiert werden, wenn sie keine HTTPS-Verschlüsselung anbieten, aber Passwörter oder Kreditkarteninformationen abfragen.
In späteren Releases will Google dann alle Webseiten als unsicher markieren, die keine Verschlüsselung einsetzen. Als Beispiel nennt das Unternehmen den Inkognito-Modus des Browsers, weil Nutzer dort mehr Privatsphäre erwarten würden als beim normalen Browsen.
Anteil von verschlüsseltem Traffic steigt
Positiv beurteilt der Konzern, dass der Anteil verschlüsselter Webseiten seit Jahren steige. Vor kurzem sei ein weiterer Meilenstein erreicht worden: Mehr als die Hälfte aller angezeigten Seiten im Desktop-Browser von Chrome würden mittlerweile verschlüsselt. Außerdem hätten seit Februar 12 weitere der 100 beliebtesten Webseiten HTTPS eingeführt.
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