HTTP 451: Github weist auf Zensur und staatliche Löschaufträge hin

Der neue HTTP-Statuscode 451 soll auf staatliche Zensurmaßnahmen und ähnliche Löschaufforderungen durch Behörden hinweisen. Der Projekthoster Github hat den Status nun umgesetzt und liefert auch einen Grund dafür mit.

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Wenn ein Staat den Zugang zu Code unterbinden möchte, könnte Github künftig darauf hinweisen.
Wenn ein Staat den Zugang zu Code unterbinden möchte, könnte Github künftig darauf hinweisen. (Bild: Github.com)

Schon im Sommer 2012 schlug der Google-Mitarbeiter Tim Bray die Umsetzung des HTTP-Status-Codes 451 vor, mit dem Serverbetreiber darauf hinweisen können, dass ein bestimmter Dienst aus rechtlichen Gründen nicht verfügbar ist. Ende vergangenen Jahres ist die Idee schließlich offiziell von der Internet Engineering Task Force (IETF) angenommen worden. Der Projekt-Hoster Github hat die Verwendung des Status 451 aktiviert.

Zunächst versendet Github diesen Status nur als Hinweis für jene Repositorys, für die der Hoster einen sogenannten DMCA-Takedown-Request erhalten hat. Der Digital Millennium Copyright Act (DMCA) erlaubt es Rechteinhabern in den USA, die unrechtmäßige Zugänglichmachung ihrer Werke auf Webseiten durch eine einfache Anfrage an den Serverbetreiber zu untersagen.

Verwendung des Status 451 könnte ausgebaut werden

Zusätzlich zum HTTP-Status-Code 451 versendet Github in eben jenem Fall auch eine kurze Nachricht im JSON-Format, in der als Grund DMCA angegeben ist. Da mit dem System der DMCA-Anfragen auch immer wieder Fehler geschehen, können Github-Nutzer diesem Vorgehen aber widersprechen. Bisher ist der Zugang mit dem Code 403 - Forbidden unterbunden worden. Den Wechsel hin zu 451 begründet Github damit, dass es dem Unternehmen wichtig sei, genau vermitteln zu können, warum bestimmte Daten von Nutzern nicht verteilt werden können.

Es ist möglich, dass Github den Status künftig nicht nur über die API verwendet, sondern eventuell auch über seine Webseite. Ebenso könnte Github die Verwendung des Statuscodes auf weitere Maßnahmen durch Behörden erweitern, wie eben tatsächliche Zensurmaßnahmen.

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