Abo
  • Services:

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.

Ein Test von veröffentlicht am
Das HTC Vive Pro passt komfortabel auf den Kopf.
Das HTC Vive Pro passt komfortabel auf den Kopf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Vielen dürfte das HTC Vive als eines der ersten Konkurrenzprodukte zum damals jungfräulichen Oculus Rift ein Begriff sein, das als Kickstarter-Kampagne begonnen hat und von Facebook aufgekauft wurde. Wer sich ein HTC Vive persönlich zugelegt hat, weiß auch, dass das Aufsetzen auf den Kopf kompliziert ist. Ein zweites Paar Hände ist beim Einstellen der fummeligen Klettverschlüsse fast schon Pflicht. Das Vive Pro soll das besser machen - und liefert ab.

Inhalt:
  1. HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
  2. Pixel nicht mehr ganz so leicht sichtbar
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Eines müssen wir HTC lassen, das VR-Headset Vive Pro ist ein vernünftiger Schritt in Richtung Alles-in-einem-Produkt. Gerade bei der Ergonomie haben die Taiwaner einiges verbessert. Allerdings fragen wir uns beim Preis von 880 Euro, wer das kaufen soll, zumal viele der Neuerungen auch durch wesentlich günstigere Drittprodukte erreicht werden können. Und noch ein Problem: ohne bereits vorhandene Sensoren und Controller ist das Produkt funktionslos. Zu dumm nur, dass HTC diese nicht beilegt.

Auf dem Papier liefert das Vive Pro gegenüber dem Vorgänger trotzdem weitere Vorteile: Da wären die bereits integrierten On-Ear-Hörmuscheln und die höher auflösenden Displays pro Auge. Das Vive Pro kann nämlich 2.880 x 1.600 Pixel bei 90 Hz statt 2.160 x 1.200 Bildpunkte darstellen. Doch ist der Sound der fest installierten Kopfhörer überhaupt gut und bringen die knapp 80 Prozent mehr Pixel pro Auge auch sichtbare Vorteile? Golem.de hat es ausprobiert, indem wir neben dem Vive Pro, das uns als Testmuster vom Hersteller zur Verfügung gestellt wurde, auch ein herkömmliches Vive in der Redaktion zum Vergleich genutzt haben.

Passt, wackelt und hat Luft

Das HTC Vive Pro ist ergonomisch eine echte Verbesserung zum Vorgängermodell. Das Headset ist mit einem Gelenk an einem festen Kopfrahmen gebunden, der aus blau-schwarzem Kunststoff besteht. Das elastische Band wird zum Ende der Konstruktion hin dünner und damit flexibel. Über ein Drehrad lässt sich der Umfang dem Kopf entsprechend anpassen. Der Mechanismus funktioniert auch sehr gut, wenn wir das Gerät erst aufsetzen und anschließend festziehen - ein enormer Vorteil gegenüber den fummeligen Klettbändern des herkömmlikchen Vive.

  • HTC Vive Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HTC Vive Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gebogener Tragebügel (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ohrmuscheln sind nicht geräuschisolierend. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Umfang des Bügels lässt sich einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fest verbaute Kopfhörer sind ein Vorteil. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Unterseite lassen sich die Lautstärke und das Mikrofon einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Linsen des Vive Pro mit nur 3,5-Zoll-Diagonale (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Polsterung ist sehr komfortabel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bisher haben die zwei Kameras noch keine Funktion. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch die Entfernung der DIsplays zum Auge lässt sich einstellen... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... genau wie der Displayabstand. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HTC Vive Pro (links) und Vive (rechts) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Vive ist kleiner und leichter als die Pro-Version. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HTC Vive Pro (links) und Vive (rechts) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HTC Vive Pro (unten) und Vive (oben) (Bild: Martin Wolf/Golem.de))
  • HTC Vive Pro (links) und Vive (rechts) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HTC Vive Pro (links) und Vive (rechts) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Vive Pro hat ein sichtbar kleineres Pixelraster. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Raster des Vive ist klar erkennbar. .(Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Kopf lässt sich das Vive Pro gut tragen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Ohrmuscheln sind nicht geräuschisolierend. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Simpleworks Int. Limited, Duisburg
  2. Robert Half, Hamburg

Ebenfalls angenehmer: Die Kunststoffkonstruktion ist an allen möglichen Kontaktflächen mit dem Kopf sehr weich gepolstert und lässt sich damit auch über lange Zeiträume hinweg tragen. Gleichzeitig können wir das Visier verstellen und klappen. Dabei möchte man meinen, dass HTC sich diese wirklich sinnvolle Funktion von Windows-Mixed-Reality-Headsets abgeschaut hat, allerdings lässt sich das Headset auf dem Kopf sitzend kaum bewegen, da das Gelenk in der Mitte des Vorderteils angebracht ist. Eine Ecke stößt daher immer an unsere Stirn - schade. Einen Vorteil hat diese Konstruktion trotzdem. So können wir mit einer Hand den vorderen Teil des Headsets festhalten und dann den Kunststoffbügel herunterklappen, was das Aufsetzen schnell und einfach macht.

Die Ohrmuscheln der integrierten Kopfhörer lassen sich ebenfalls frei verstellen. An der Seite des Tragebügels sind zwei Arme aus Kunststoff angebracht, die sich mit einem Gelenk beliebig drehen lassen. Die eigentlichen Hörer sind an einer Zahnschiene befestigt und können in vielen kleinen Stufen eingerastet werden. Selbst bei großen Köpfen lässt sich das System passgenau einstellen. Allerdings sind die Hörmuscheln an sich nicht komplett ohrumschließend und daher nicht geräuschabschirmend. Das stört beim eigentlichen Spielen aber kaum. Die Lautstärke der Hörer kann in Spielen außerdem sehr hoch sein. Generell finden wir den Sound für VR-Spiele vollkommen ausreichend. Und einen Vorteil hat das auch: ein Kabel weniger, das am Kopf herunterhängt. Wenn wir trotzdem andere Kopfhörer nutzen wollen, lassen sich die Arme einfach anschrägen. Für ohrumschließende On-Ear-Kopfhörer ist da locker Platz.

  • HTC Vive Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HTC Vive Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gebogener Tragebügel (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ohrmuscheln sind nicht geräuschisolierend. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Umfang des Bügels lässt sich einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fest verbaute Kopfhörer sind ein Vorteil. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Unterseite lassen sich die Lautstärke und das Mikrofon einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Linsen des Vive Pro mit nur 3,5-Zoll-Diagonale (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Polsterung ist sehr komfortabel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bisher haben die zwei Kameras noch keine Funktion. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch die Entfernung der DIsplays zum Auge lässt sich einstellen... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... genau wie der Displayabstand. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HTC Vive Pro (links) und Vive (rechts) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Vive ist kleiner und leichter als die Pro-Version. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HTC Vive Pro (links) und Vive (rechts) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HTC Vive Pro (unten) und Vive (oben) (Bild: Martin Wolf/Golem.de))
  • HTC Vive Pro (links) und Vive (rechts) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HTC Vive Pro (links) und Vive (rechts) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Vive Pro hat ein sichtbar kleineres Pixelraster. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Raster des Vive ist klar erkennbar. .(Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Kopf lässt sich das Vive Pro gut tragen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Gebogener Tragebügel (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wir können einen ähnlichen Bügel übrigens auch als Zubehör für das normale Vive kaufen: den Deluxe Audio Strap, der ebenfalls leicht eingestellt werden kann. Zusätzlich verfügt er über integrierte Lautsprecher. Er kostet 120 Euro.

All das zusätzliche Material am Vive Pro fordert aber einen Tribut: Das Gewicht des Headsets ist inklusive Kabel auf 1.018 Gramm gestiegen. Das normale Vive wiegt lediglich 766 Gramm. Das zusätzliche Gewicht spüren wir auch auf dem Kopf. Nach ein wenig Eingewöhnung ist das aber nicht störend - vor allem, wenn wir das erste scharfe Bild mit der Vive Pro anschauen.

Pixel nicht mehr ganz so leicht sichtbar 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Arestris 18. Apr 2018

Entschuldigung, aber schon mal ein HMD aufgehabt? Dann sollte klar sein, ein fehler- und...

motzerator 16. Apr 2018

Hab Geduld. Jetzt kommt erst mal die PS5. Die nächste Generation von VR (die mit den...

Dwalinn 16. Apr 2018

Wenn ich sowas als Ersatz für einen Monitor haben will will ich keine Kompromisse...

jokey2k 15. Apr 2018

Du solltest es nochmal mit einer Vive an einem vernünftigem PC probieren... Framedrops...

mojocaliente 14. Apr 2018

Das ist wohl ein Peak in der Nachfrage, den ich auch beim Release der Vive gesehen habe...


Folgen Sie uns
       


Smartphone-Kameras im Vergleich

Wir haben die Fotoqualität von sechs aktuellen Top-Smartphones verglichen.

Smartphone-Kameras im Vergleich Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
    Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
    El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

    Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
    Von Michael Wieczorek


        •  /