Verrauschte Bilder und Zoe-Clips

Die verbaute Kamera nennt HTC eine Ultrapixelkamera. Sie hat lediglich eine Auflösung von 4 Megapixeln. Stattdessen sollen Pixel auf dem Sensor dank einer größeren Belichtungsfläche lichtempfindlicher sein als bei den Kameras anderer aktueller Smartphones. Tatsächlich machte die Kamera bei schwierigen Lichtverhältnissen kontrastreiche Aufnahmen mit vergleichsweise wenig Rauschen. Bei Aufnahmen unter normalen bis idealen Lichtverhältnissen war das Rauschen aber naturgemäß deutlich höher und die Details wesentlich geringer als bei Kameras mit einer höheren Anzahl von Pixeln.

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In der Kamerasoftware lassen sich ISO-Werte zwischen 100, 200, 400 und 800 einstellen. Unsere Testaufnahmen machten wir mit ISO 100. Je höher der ISO-Wert eingestellt war, desto größer fiel das Bildrauschen aus. Mit höheren ISO-Werten konnten wir aber auch ohne Blitz in dunklen Umgebungen noch recht gute Fotos machen. Die von anderen Medien gemeldeten Fehler in der Kamerasoftware, bei der sich die ISO-Werte nicht anpassen ließen, bemerkten wir auf unserem Testgerät nicht. HTC will für fehlerhafte Geräte ein Update nachreichen.

Bei unserem Test mit der Videokamera entdeckten wir eine Option für Aufnahmen in Zeitlupe, die gut funktioniert und zum Spielen einlädt. Die Auflösung der Videos in Zeitlupe betrug wie bei aufgenommenen Videos in Normalgeschwindigkeit 1080p. Die vorderseitige Kamera macht ebenfalls Aufnahmen mit einer Auflösung von 1080p bei 2,1 Megapixeln und hat ein Weitwinkelobjektiv. Nervig war, dass die Kamera oftmals in den ersten Sekunden einer Videoaufnahme nochmals die Schärfe einstellte, obwohl wir das vor Beginn der Aufnahmen bereits getan hatten. Videoclips lassen sich in der Galerie schnell zuschneiden.

Zoe macht uns Videoclips

Mit Zoe hat HTC eine nette Zusatzfunktion beigelegt, mit der sich Videoaufnahmen und Fotos automatisch zu einem halbminütigen Videoclip zusammenstellen lassen. Wir mussten uns die Funktion aber erst von der in Blinkfeed eingeblendeten Hilfe erklären lassen. Durch Tippen auf das Kamerasymbol im Sucher wird HTCZoe aktiviert, es wechselt dann die Farbe zu Blau. Danach starteten wir eine Videoaufnahme, die von der Kamera in Einzelbildern abgespeichert wurde. Aus diesen stellte HTCZoe einen Videoclip mit verschiedenen Übergängen samt Musikuntermalung zusammen. HTCZoe legt auch Bildeffekte über das Video, etwa im Retrolook, oder verwandelt sie in Schwarz-Weiß-Bilder. Vor dem endgültigen Speichern konnten wir die jeweiligen Vorlagen ausprobieren und eine alternative auswählen. Sonst hat uns HTCZoe die Entscheidung abgenommen, was manchmal lustig war, manchmal auch komplett daneben.

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Im Bildbetrachter bemerkten wir, dass HTCZoe auch aus Videoaufnahmen und Fotos, die wir ohne die Zusatzfunktion aufgenommen hatten, einen Videoclip erstellt, sozusagen als kurzes Videotagebuch. Ein eigenes frisches HTCZoe-Projekt konnten wir nicht starten, sondern nur vorhandene abändern. Dann konnten wir aus unseren selbst aufgenommenen Inhalten 13 auswählen, die HTCZoe für uns neu zusammenstellte. Das klappte nicht immer, HTCZoe neigte dazu, auch Videos zu integrieren, die wir nicht drin haben wollten. Bei längeren Videoaufnahmen konnten wir auch keine Sequenzen bestimmen. Wir konnten in einem zweiten Schritt die Bildeffekte und die Musikuntermalung anhand von sechs Vorlagen beeinflussen, nicht jedoch die Übergänge, die offensichtlich in den Vorlagen verankert sind. Uns hat HTCZoe Spaß gemacht, wir wünschen uns aber mehr Optionen und die Möglichkeit, ein eigenes Zoe-Projekt zu erstellen. Ohne die wurde HTCZoe schnell langweilig. Besser als animierte GIFs sind die Zoe-Clips aber allemal.

Die bislang funktionsreichste Kamera, die wir in einem Smartphone entdeckt haben, kann auch HDR-Aufnahmen machen. Das Objektiv hat eine Brennweite von 28 mm mit einer F-2.0-Blende. Der Sensor hat zudem einen optischen Bildstabilisator (OIS). Der Blitz hat fünf Stufen, die automatisch an die Entfernung des zu fotografierenden Objekts angepasst werden.

Toller Sound

Die beiden Lautsprecher sorgen durch ihren größtmöglichen Abstand zueinander für einen außergewöhnlich guten Stereoklang. Die Bässe und Höhen werden durch Beats Audio verstärkt und klingen trotz kleinen Klangkörpers satt. Selbst bei maximaler Lautstärke verzerrt der Klang nur wenig. Den Klangunterschied mit und ohne Beats Audio hörten wir deutlich heraus, dann fehlten die Bässe und der Ton klang blechern.

Mit Blinkfeed und einer anderen Wetter-App hat HTC seiner Oberfläche Sense 5.0 auf Android 4.1.2 ein neues Aussehen verpasst - zumindest auf dem Homescreen. Die alte Zeit- und Wetteranzeige lässt sich als Widget einrichten. Auf einen Schnellzugriff auf ausgewählte Systemeinstellungen hat HTC verzichtet und stattdessen in dem Benachrichtigungsmenü lediglich auf die Einstellungen über ein einzelnes Symbol verlinkt. Uns ist in der Symbolleiste ein Bug untergekommen: Mehrere App-Starter lassen sich zwar dort in Ordnern zusammenfassen, nicht aber wieder entfernen. Auch ein kompletter Ordner kann nicht gelöscht werden.

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SoniX 06. Jul 2013

Hey, weiß jemand ob der Blinkfeed deaktivierbar ist? Also ob man es komplett ausmachen...

Anonymer Nutzer 03. Apr 2013

Lustigerweise gibts das HTC One auf dem chinesischen Markt mit SD Slot und Dual SIM. Da...

Normen 03. Apr 2013

Ein Beispielvideo in einem Bus mit getönten Scheiben anzufertigen ist extrem sinnfrei!

katzenpisse 03. Apr 2013

Auch bei den popligen Objektiven in Smartphones?



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