Schneller Fingerabdrucksensor
Unterhalb des Bildschirms ist der Fingerabdrucksensor eingebaut, der gleichzeitig als Home-Button fungiert. Wie beim Oneplus Two kann der Button nicht eingedrückt werden, denn es ist eine Sensortaste. Anders als beim neuen Oneplus-Smartphone gibt es beim One A9 links und rechts neben dem Home-Button keine Menü- und Zurück-Taste - diese Aktionen muss der Nutzer über die Navigationsleiste auf dem Bildschirm erledigen, wo es ebenfalls eine Schaltfläche für die Rückkehr zum Startbildschirm gibt. Das finden wir etwas unglücklich, da der separate physische Home-Button so im Grunde unnütz ist.
Die von uns registrierten Fingerabdrücke werden äußerst schnell registriert, vergleichbar mit den neuen iPhone-Modellen 6S und 6S Plus. Bei der Registrierung müssen wir darauf achten, unseren Finger gerade zu halten, beim Entsperren ist es hingegen egal, in welchem Winkel er aufliegt: So können wir das One A9 auch entsperren, wenn wir unseren Finger um 180 drehen.
13-Megapixel-Kamera mit RAW-Modus
Bereits beim letzten One-M-Modell, dem One M9, hat HTC auf die bis dahin als Hauptkamera verwendete Ultra-Pixel-Kamera verzichtet: Anstelle des 4-Megapixel-Modells wurde eine 13-Megapixel-Kamera eingebaut. Auch die mittig auf der Rückseite angebrachte Kamera des One A9 hat 13 Megapixel, die Anfangsblende beträgt f/2.0 - die Frontkamera ist weiterhin eine Ultrapixel-Kamera mit 4 Megapixeln. Dank eines eingebauten optischen Bildstabilisators gelingen mit der Hauptkamera wackelfreie Videos, die sich in maximal 1080p aufzeichnen lassen. 4K unterstützt das One A9 nicht. Das Objektiv steht über einen Millimeter aus dem Gehäuse hervor, ist allerdings mit Saphirglas vor Kratzern geschützt.
Dafür kann der Nutzer mit der vorinstallierten Kamera-App, die vergleichbar übersichtlich aufgebaut ist wie die des One M9, Hyperlapse-Videos aufnehmen. Die Aufnahme wird stabilisiert und kann schneller abgespielt werden, was besonders bei Videos, die im Laufen aufgenommen werden, einen interessanten Effekt gibt. Microsoft bietet die Funktion mittlerweile auch als App für Android an. Dass sie beim One A9 in die native Kamera-App eingebaut ist, ist praktisch. Unpraktisch hingegen ist, dass bei der Hyperlapse-Aufnahme die Helligkeit des Videos nicht reguliert wird - starten wir an einem etwas schummrigeren Ort und laufen ins Helle, ist das Ergebnis eine starke Überbelichtung.
Gute Schärfe bei den RAW-Aufnahmen
Bei den Fotos gibt es den erwartbaren Qualitätsunterschied zwischen den im Standardmodus aufgenommenen JPG-Bildern und den im Pro-Modus geschossenen Bildern im RAW-Format. Die JPG-Fotos sind qualitativ durchschnittlich gut: Die Schärfe ist angenehm, feine Details wirken bei stärkerer Vergrößerung allerdings verschwommen. Die Farbwiedergabe und der Kontrast gefallen uns gut.
Im RAW-Format des Pro-Modus haben die Fotos eine bessere Schärfe und viel klarere Details. Allerdings sind sie tatsächlich roh: Im unbearbeiteten Zustand ist ein deutliches Rauschen sichtbar, was auch durch eine sehr ausgleichende Belichtung hervorgerufen wird - dunkle Bereiche werden viel stärker aufgehellt als im JPG-Modus. Passen wir diese in der Nachbearbeitung an - ziehen wir also die Schatten herunter und gleichen die Lichter aus -, verbessert sich das Rauschen.
Nach der Bearbeitung erhalten wir ein gutes Bildergebnis - hierfür ist allerdings tatsächlich Arbeit nötig. Für den schnellen Schnappschuss eignet sich die RAW-Funktion nicht, dafür ist sie aber auch nicht gedacht. Insgesamt ist die Kamera des One A9 gut, sticht aber gleichzeitig nicht aus dem Feld anderer Smartphones mit 13-Megapixel-Kameras hervor.
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