Abo
  • IT-Karriere:

HPE: Weltweit verfehlen Unternehmen IT-Sicherheitsziele

Chronischer Fachkräftemangel und falsche Prioritäten eröffnen Angriffen auf IT-Infrastrukturen weltweit Möglichkeiten. Das hat HPE im IT-Sicherheitsbericht 2017 herausgefunden. Dabei habe sich der Durchschnitt bereits verbessert.

Artikel veröffentlicht am ,
HPE veröffentlicht State of Security Report 2017
HPE veröffentlicht State of Security Report 2017 (Bild: Montage: Oliver Nickel)

Der IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise hat seine jährliche Einschätzung zur Cyber-Abwehr in Unternehmen rund um den Globus veröffentlicht. Der Sicherheitsbericht zeigt Mängel in vielen IT-Sicherheitsteams auf. Demnach sollen 82 Prozent aller untersuchten Unternehmen ihre Sicherheitsvorgaben im Jahre 2016 nicht erreicht haben.

  • HPE teilt Unternehmen in SOMM-Level auf. (Bild: HPE)
  • Der weltweite SOMM-Durchschnitt ist laut HPE zu niedrig. (Bild: HPE)
  • HPE stellt die Fähigkeit von SOCs in Relation zu Einsparungen. (Bild: HPE)
  • HPE teilt Sicherheitsprozesse in Hierachien auf. (Bild: HPE)
Der weltweite SOMM-Durchschnitt ist laut HPE zu niedrig. (Bild: HPE)
Stellenmarkt
  1. thyssenkrupp Digital Projects, Essen
  2. HARDY REMAGEN GMBH & CO.KG, Hürth

Das liege zum Teil an falschen Prioritäten und dem anhaltenden Fachkräftemangel. Für die Untersuchungen haben HPE-Spezialisten weltweit insgesamt 140 Unternehmen und deren Security Operations Center, kurz SOCs, besucht.

SOMM-Wert als Einordnungsmittel

Für die Leistungseinordnung der SOCs wurde das sogenannte Security Operations Maturity Model (SOMM) verwendet [PDF]. Dieses stuft Unternehmen in sechs SOMM-Level ein - von unvollständiger oder nicht vorhandener Sicherheit bei einem Wert von null bis hin zu einer weiterentwickelten Infrastruktur mit einem Wert von fünf.

Der SOMM-Wert wird durch Untersuchungen seitens HPE ermittelt. Dazu werden Mitarbeiter befragt, Dokumentationen überprüft, Diskussionen geführt, Beobachtungen angestellt und diese Ergebnisse zusammengetragen.

Globale IT-Sicherheit ist ungenügend

Das Ziel einer modernen Sicherheitsabteilung soll es laut HPE sein, einen Wert von drei zu erreichen. Dieser Wert wird im weltweiten Durchschnitt nicht erreicht. Im Gegenteil: In der internationalen Übersicht kann kein Kontinent einen höheren SOMM-Wert als 1,89 erreichen. Südamerikanische Unternehmen sind laut HPE beim Sicherheitsmanagement am effektivsten, während Australien und Ozeanien mit 1,00 die unterste Position einnehmen. Deutschsprachige Unternehmen bewegen sich im Mittelfeld bei einem Wert von 1,47.

Laut dem Bericht sind dabei mehrere Schlüsselergebnisse über alle Unternehmen verteilt entstanden. So sinke die Fähigkeit eines SOC, wenn dessen Programme auf Verfolgung von Verdächtigen ausgelegt ist. Um dem zu begegnen, soll die Beschäftigung von Hunt-Teams effizient sein. Deren Aufgabe ist die Suche nach unbekannten Bedrohungen in Echtzeit.

Weiterhin wurde beobachtet, dass eine vollständige Automatisierung eines SOC unrealistisch sei. HPE erachtet eine Automatisierung zwar als wichtige Komponente, doch solle es parallel dazu reale Personen für eine Risikobewertung geben. Zu beachten ist, dass diese Personen wiederum qualifiziert genug für effektive Einschätzungen sein sollten.

HPE rät zusätzlich zu einem hybriden Personalmodell. Dadurch sei das Ausgleichen fehlender fachlicher Qualifikationen einfacher.

In einer letzten Beobachtung gibt HPE an, dass es keinen Zusammenhang zwischen Größe eines Unternehmens und der Effektivität dessen SOCs gibt. Stattdessen sei es wichtig, dass SOCs sich innerhalb ihrer Branche vernetzen und Cyber-Sicherheit als Wettbewerbsvorteil ansehen.

In Deutschland gibt es zu wenig IT-Experten

Zusammenfassend befindet HPE den Zustand der IT-Sicherheit als ungenügend, obwohl sich der SOMM-Wert im Durchschnitt um drei Prozent gegenüber dem vorigen Jahr verbessert hat. Unternehmen falle es schwer, den Mangel an Personal und anderen Ressourcen zu bewältigen. In Deutschland zieht sich dieser Fachkräftemangel nicht nur durch die IT-Sicherheit. Auch andere IT-Berufe in der Administration oder Softwareentwicklung sind oft unterbesetzt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 234,90€
  2. 249€ + Versand
  3. für 229,99€ vorbestellbar
  4. täglich neue Deals bei Alternate.de

Anonymer Nutzer 20. Jan 2017

niemand wird gezwungen, diesen job zu machen.

derbumm 20. Jan 2017

Genau da liegt das Problem. Es läuft doch alles. Es läuft auch alles selbst wenn die...

Neuro-Chef 20. Jan 2017

Und die tatsächliche Verfügbarkeit von Fachkräften ist schlicht scheißegal, wenn man aus...


Folgen Sie uns
       


Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test

Wir haben sechs neue Bluetooth-Hörstöpsel getestet. Mit dabei sind Modelle von Sennheiser, Audio Technica, Master & Dynamic sowie HMD Global. Aber auch zwei Modelle kleinerer Startups sind vertreten. Und eines davon hat uns bezüglich der Akkulaufzeit sehr überrascht. Kein anderer von uns getesteter Bluetooth-Hörstöpsel hat bisher eine vergleichbar lange Akkulaufzeit zu bieten - wir kamen auf Werte von bis zu 11,5 Stunden statt der sonst üblichen drei bis fünf Stunden.

Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test Video aufrufen
Technologie: Warum Roboter in Japan so beliebt sind
Technologie
Warum Roboter in Japan so beliebt sind

Japaner produzieren nicht nur mehr Roboter als jede andere Nation, sie gehen auch selbstverständlicher mit ihnen um. Das liegt an der besonderen Geschichte und Religion des Inselstaats - und an Astro Boy.
Von Miroslav Stimac

  1. Kreativität Roboterdame Ai-Da soll zeichnen und malen
  2. Automatisierung Roboterhotel entlässt Roboter
  3. Cimon Die ISS bekommt einen sensiblen Kommunikationsroboter

Falcon Heavy: Beim zweiten Mal wird alles besser
Falcon Heavy
Beim zweiten Mal wird alles besser

Die größte Rakete der Welt fliegt wieder. Diesmal mit voller Leistung, einem Satelliten und einer gelungenen Landung im Meer. Die Marktbedingungen sind für die Schwerlastrakete Falcon Heavy in nächster Zeit allerdings eher schlecht.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer und dpa

  1. SpaceX Dragon-Raumschiff bei Test explodiert
  2. SpaceX Raketenstufe nach erfolgreicher Landung umgekippt
  3. Raumfahrt SpaceX zündet erstmals das Triebwerk des Starhoppers

Passwort-Richtlinien: Schlechte Passwörter vermeiden
Passwort-Richtlinien
Schlechte Passwörter vermeiden

Groß- und Kleinbuchstaben, mindestens ein Sonderzeichen, aber nicht irgendeins? Viele Passwort-Richtlinien führen dazu, dass Nutzer genervt oder verwirrt sind, aber nicht unbedingt zu sichereren Passwörtern. Wir geben Tipps, wie Entwickler es besser machen können.
Von Hanno Böck

  1. Acutherm Mit Wärmebildkamera und Mikrofon das Passwort erraten
  2. Datenschutz Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext
  3. Fido-Sticks im Test Endlich schlechte Passwörter

    •  /