HPE: Outsourcing kostet 300 Mitarbeiter den Job
Die Umstrukturierung bei Hewlett Packard Enterprise geht weiter: 300 weitere Stellen werden in den USA gestrichen. Betroffen sind Servicetechniker. Den Vor-Ort-Service übernimmt Unisys. Abfindungen sind nicht geplant.
Bei Hewlett Packard Enterprise werden wohl weitere Stellen gestrichen. In einem Gespräch mit dem Onlinemagazin The Register redet das Unternehmen von der Umstrukturierung bei Technikern im Außeneinsatz. Wartungsarbeiten, Serviceaufträge und Reparaturen sollen an den IT-Dienstleister Unisys gehen. Das gelte vorerst aber nur für den Support innerhalb der USA, heißt es. Gegenüber The Register äußerte sich HPE mit einer Aussage: "Wir sind eine strategische Partnerschaft mit Unisys eingegangen, die Vor-Ort-Reparaturen, Installationen und Wartungsarbeiten innerhalb der USA übernehmen werden."
Die Rede ist vom kompletten Team an Servicetechnikern, die HPE derzeit beschäftigt. Ein Bericht des Nachrichtenportals Thelayoff spricht von 300 HPE-Mitarbeitern, die vom Outsourcing betroffen sind. Unisys bestätigte nicht, dass die Mitarbeiter in sein Team eingegliedert werden. Ihnen wird daher wahrscheinlich gekündigt. Abfindungen oder andere Kompensationen für die Mitarbeiter seien nicht geplant. Die Übergabe der Servicesparte an Unisys soll von Mai bis Oktober 2018 erfolgen. Erste Gespräche begannen bereits im November 2017.
Neuer HPE-CEO verfolgt Umstrukturierung weiterhin
HPEs Umstrukturierungen laufen bereits seit Herbst 2017. Im vergangenen Jahr hatte Ex-HPE-Chefin Meg Whitman die Entlassung von etwa zehn Prozent der gesamten Belegschaft angeordnet. Das Unternehmen soll eine wendigere und schnellere interne Struktur erhalten - und nebenbei 1,5 Milliarden US-Dollar einsparen.
Whitman selbst trat Ende des Jahres 2017 zurück und machte Platz für den aktuellen HPE-CEO Antonio Neri. Dieser will die Umstrukturierung des Unternehmens und damit wohl weitere Entlassungen durchführen. Das Ziel: höhere Umsätze. Im ersten Quartal 2018 konnte das Unternehmen zumindest ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr vermelden.
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