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HPC und KI Prozessoren: Sifive stellt zwei neue RISC-V-CPUs vor

Einer der beiden Prozessoren ist für gewöhnliche Anwendungen ausgelegt, der zweite speziell auf die Bedürfnisse von maschinellem Lernen angepasst.
/ Martin Böckmann
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Die beiden wichtigsten Produktlinien bekommen ein Update. (Bild: Sifive)
Die beiden wichtigsten Produktlinien bekommen ein Update. Bild: Sifive

Sifive hat zwei neue Prozessoren vorgestellt, mit denen die beiden größten Produktlinien des Herstellers aktualisiert werden. Der Hersteller etablierte sich in den vergangenen Jahren mit mehreren marktführenden RISC-V-Chips als bekanntester Anbieter von RISC-V-CPUs. Nach eigenen Angaben bietet das Unternehmen die schnellsten kommerziell lizenzierbaren RISC-V-Designs an.

Mit dem Intelligence X390(öffnet im neuen Fenster) soll auf die wachsenden Bedürfnisse von KI und maschinellem Lernen eingegangen werden. Der Intelligence X280(öffnet im neuen Fenster) dient als Basis und wurde um einige Funktionen erweitert, um die Fähigkeiten auszubauen. Die ALUs sind beim X390 mit je zwei Vektoreinheiten ausgestattet, außerdem werden doppelt so lange Vektoren unterstützt. Der Durchsatz soll dadurch im Bestfall viermal so hoch sein.

Sifives VCIX-Technologie ermöglicht es Kunden zudem, eigene Vektorinstruktionen zu implementieren und damit speziell auf den Einsatzzweck optimierte Hardwarebeschleunigung zu erhalten. Die erweiterten Vektorfähigkeiten sollen dafür sorgen, dass sich der Prozessor gut für das Training von neuronalen Netzwerken, aber auch für Inferencing eignet.

KI braucht eine hohe Datendurchsatzrate

Der Performance P870(öffnet im neuen Fenster) folgt auf die P470- und P670-Prozessoren(öffnet im neuen Fenster) und wurde bereits auf der Hot Chips 35 präsentiert . Er soll sogenannte High-Performance-General-Purpose-Workloads abdecken. Die CPU-Kerne sollen dabei eine um 50 Prozent höhere Performance im SpecINT-2006-Benchmark erreichen, zusätzlich sollen nun CPUs mit bis zu 32 Kernen möglich sein.

Die CPU-Kerne können sechs Instruktionen pro Zyklus verarbeiten (6-Wide) und arbeiten nach dem Out-of-order-Prinzip und dem RVA23-Profil(öffnet im neuen Fenster) . RISC-Profile(öffnet im neuen Fenster) beschreiben die unterstützten Instruktionen und Erweiterungen, wobei in RVA23 die Vektorerweiterung verpflichtend ist, während diese in RVA22 noch optional war. Hinzu kommen Features wie 128-Bit-VLEN RVV, Vektor, Crypto- und Hypervisor-Erweiterungen, IOMMU und non-inclusive L3-Cache.


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