HPC-Schnellladen: Starker Strom aus kühlem Kabel

Eine der größten Hürden für die Verbreitung der Elektromobilität ist weiterhin die lange Ladedauer der Batterien. Abhilfe soll der neue Standard HPC schaffen, mit dem sich eine Reichweite von 400 Kilometern in zwölf Minuten in den Akku laden lassen soll. HPC steht dabei für High Power Charging und stellt die Entwickler vor eine neue Herausforderung: Die Ströme in Kabel und Stecker sind so groß, dass nur mithilfe eines eigenen Kühlsystems eine Überhitzung vermieden wird.
Mit HPC stoßen die Ladesysteme in Leistungsbereiche vor, die bislang beim Anschluss von ganzen Straßenzügen erreicht wurden. Mit Spannungen von bis zu 1.000 Volt und Strömen von bis zu 400 Ampere lässt sich eine Ladeleistung von maximal 400 Kilowatt erzielen. Damit überträgt das Ladekabel eine Leistung, wie sie gleichzeitig von 108 Haushaltssteckdosen maximal geliefert werden könnte. In weniger als einer Sekunde kann man damit einen Liter Wasser zum Kochen bringen.