Geringerer Querschnitt dank Kühlung

Die Kühlung der Leitung mit einem Wasser-Glykol-Gemisch hat zudem den Nebeneffekt, dass anstelle der 150-qmm-Kabel das wesentlich leichtere 50-qmm-Kabel verwendet werden kann. Eine Demonstrationsanlage in Bonn sollte die unterschiedliche Handhabung der beiden Kabeltypen deutlich machen. Einen großen Unterschied konnten wir dabei allerdings nicht feststellen. Allerdings sind die üblichen Zapfschläuche an einer Benzintankstelle ebenfalls nicht besonders handlich in der Bedienung.

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Nach Angaben von Kübel können die Temperatursensoren wegen der erforderlichen galvanischen Trennung nicht direkt auf den Kontakten aufgebracht werden. Dennoch sei der Temperaturanstieg zuverlässig zu ermitteln, obwohl nicht die tatsächliche Kontakttemperatur gemessen werden könne. Überschreitet die Temperatur die zulässigen Werte, wird der Ladevorgang unterbrochen. Gründe dafür können der Ausfall des Kühlsystems oder eine zu starke Wärmeentwicklung sein, die nicht abgeführt werden kann. Bei einem von Kübel dargestellten Test stieg die Temperatur im Ladestecker innerhalb einer halben Stunde von 50 Grad auf 120 Grad Celsius an, nachdem die Kühlpumpe ausgefallen war.

Kontakte mit Silberbeschichtung

Bei einem wirklich schlechten Kontakt gehe die Temperatur trotz Kühlung "schnellstens durch die Decke", sagte Kübel. Das könne der Temperatursensor in der Geschwindigkeit nicht mehr verfolgen. Allerdings reiche der registrierte Temperaturanstieg aus, um das System rechtzeitig abzuschalten.

Für das HPC-Ladesystem sollen im kommenden Jahr die aktualisierten Richtlinien IEC/TS 62196-3-1 und IEC 68151-23 zur Verfügung stehen. Nach Angaben von Kübel sehen diese eine maximale Kontakttemperatur von 90 Grad Celsius und eine maximale Temperatur der berührbaren Teile von 60 Grad Celsius vor. Die Kontakte sollen mit Silber beschichtet werden, da dieses Metall die geringsten Kontaktwiderstände ermögliche. Zudem soll es eine spezielle Norm für gekühlte Ladekabel geben. Nach Angaben Kübels wurden Pläne wieder aufgegeben, die erlaubten Ladeströme zeitweise deutlich überschreiten zu dürfen.

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Bislang sind in Deutschland noch keine Ladestationen nach dem neuen HPC-Standard installiert. Mehrere Autohersteller hatten im November 2016 angekündigt, bis zum Jahr 2020 ein Netz von Schnellladestationen in Deutschland aufzubauen. Diese sollen ein Laden mit bis zu 350 Kilowatt ermöglichen. Das HPC-System von Phoenix Contact ist voraussichtlich ab Mitte 2018 lieferbar. Dabei können Kühlaggregat und Steuerung in einem separaten Gebäude untergebracht werden und mehrere Ladesäulen versorgen. Die Integration in eine einzelne Säule ist ebenfalls möglich.

  • Das Hinweisschild von Porsche in Berlin-Adlershof ist mit Solarzellen bestückt. (Bild: Porsche)
  • 800-Volt-Schnellladesäulen von Porsche (Bild: Porsche)
  • Ladesäulen von Porsche (Bild: Porsche)
800-Volt-Schnellladesäulen von Porsche (Bild: Porsche)

Bislang gibt es auch keine Elektroautos, die sich so schnell laden lassen. Porsche hatte bereits auf der IAA 2015 sein Konzeptauto Mission E präsentiert, das sich mit bis zu 350 Kilowatt laden lässt. Auf den Markt soll es aber frühestens 2019 kommen. Zwei der erforderlichen Ladesäulen mit 800 Volt will Porsche in diesem Herbst in einer Berliner Niederlassung in Betrieb nehmen.

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 HPC-Schnellladen: Starker Strom aus kühlem Kabel
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PiranhA 28. Okt 2017

Im Vergleich zu Kabel sind das etwa zwei Prozent von der Ladestationen bis zum Akku. Die...

Workoft 27. Okt 2017

Nebenbei: Spitzengeschwindigkeiten von E-Autos liegen meist unterhalb vergleichbarer...

M.P. 26. Okt 2017

Dieser unveränderte Stecker auf Seiten der Ladesäule bedingt aber auch, dass sich die...

M.P. 26. Okt 2017

Das Problem ist ja im Artikel erwähnt: Die Trägheit. Man regelt die Moderatorenstäbe...

PaBa 26. Okt 2017

Ja, aber statt den kleinen Stecker als gegeben anzusehen, könnte man sich darüber...



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