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HP3: DLR-Maulwurf beißt auf Stein

Die Raumsonde Mars Insight soll den Roten Planeten anbohren. Aber schon knapp unter der Oberfläche stieß das maulwurfartige HP3-Instrument auf Hindernisse.

Artikel veröffentlicht am ,
Schon die Raketentriebwerke von Mars Insight legten Steine unter dem Sand frei.
Schon die Raketentriebwerke von Mars Insight legten Steine unter dem Sand frei. (Bild: Nasa/JPL)

Am 28. Februar 2019 begann das HP3-Instrument - der sogenannte Maulwurf des DLR -, mit seiner Bohrung. Unter guten Bedingungen sollte sich das Instrument in eine Tiefe von bis zu 5 m in den Marsboden eingraben können. Dabei zieht es ein Kabel hinter sich her, an dem alle 50 cm präzise Thermometer angebracht sind um zu messen, wie viel Wärme aus dem Inneren des Planeten nach außen dringt. Aber die Bedingungen, unter denen der Maulwurf im Februar abgesetzt wurde, sind nicht gut.

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Mars Insight landete auf einer großen, sandigen Oberfläche. Nur ein größerer Stein zeigte sich auf den ersten Bildern nach der Landung. Aber das Bild von der perfekten Langeweile auf dem Mars änderte sich zwei Wochen später, als die Kamera am Roboterarm der Sonde Bilder von der Unterseite der Sonde lieferte. Schon der Abgasstrahl der Raketentriebwerke legte bei der Landung unter dem Sand einen weiteren Stein und eine Art Schotter frei.

Wie es im Blog des HP3-DLR-Teams heißt, dauerte es nur fünf Minuten, bis der Maulwurf in 18 cm Tiefe auf den ersten Stein traf. Das ist an sich kein Problem, denn der Maulwurf kann Steine bis etwa 5 cm Größe zur Seite bewegen oder sich selbst um sie herumbewegen. Dreieinhalb Stunden später hatte sich der Maulwurf um den Stein herumgearbeitet. Dabei hat er sich um 15 Grad zur Seite geneigt und die Plattform, auf der der Maulwurf abgesetzt wurde, um 2 cm verschoben.

In der verbliebenen halben Stunde der programmierten vierstündigen Bohrung drang der Maulwurf um weitere 10 cm vor und traf wohl auf einen weiteren Stein. Auch die nächsten vier Stunden brachten keinerlei Fortschritt. Das Team hoffte aber dennoch, das Hindernis überwinden zu können und wenigstens auf 70 cm Tiefe zu gelangen. Denn bisher ist der Stand der geologischen Forschung, dass der Regolith auf dem Mars größtenteils sandig sein sollte.

Aber auch eine weitere Bohrung brachte keine Fortschritte. Die Befürchtung ist nun, dass der Maulwurf auf einen zu großen Stein oder eine Schicht aus Schotter gestoßen ist. Deshalb entschied sich das Team, weitere Versuche für die nächsten zwei Wochen auszusetzen und die Situation zu analysieren. In der Zwischenzeit sollen erste Messungen der Wärmeleitfähigkeit des Bodens mit Hilfe der Wärmesensoren im Bohrkopf durchgeführt werden, auch wenn er noch nicht tief genug ist, um den Wärmefluss aus dem Inneren des Planeten bestimmen zu können.

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plutoniumsulfat 19. Mär 2019

Waren wir denn schon im beobachtbaren Universum? Ich denke, bei mehreren Rovern kann man...

amagol 07. Mär 2019

Ich vermute ja eher Pyramiden. Oder den verschuetteten Eingang zum Bunker in dem die...

Anonymer Nutzer 07. Mär 2019

ich denke dieses risiko war klar aber die kapazität begrenzt ... bzw. wo kämen wir denn...

drdoolittle 07. Mär 2019

Warum hat man das Teil bitte immobil gestaltet? Wäre es mobil hätte man an einer anderen...


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