Abo
  • Services:
Anzeige
HP veröffentlicht Android-Kernel-Sourcecode für das Touchpad.
HP veröffentlicht Android-Kernel-Sourcecode für das Touchpad. (Bild: HP)

HP-Tablet: Touchpad wurde eigentlich für Android entwickelt

HP veröffentlicht Android-Kernel-Sourcecode für das Touchpad.
HP veröffentlicht Android-Kernel-Sourcecode für das Touchpad. (Bild: HP)

Das WebOS-Tablet Touchpad von HP wurde ursprünglich für Android entwickelt, enthüllt ein ehemaliger HP-Mitarbeiter. Das war noch vor der Palm-Übernahme durch HP.

HP hat das Touchpad ursprünglich entwickelt, um es als Android-Tablet auf den Markt zu bringen. Das berichtet Josh Marinacci in seinem privaten Blog. Er war früher bei HP tätig und arbeitet nun für Nokia. Diese Pläne stammten laut Marinacci noch aus der Zeit, bevor HP Palm samt WebOS aufkaufte. Die Pläne für ein Android-Tablet wurden von HP nie umgesetzt, so dass der Hersteller bisher kein Android-Tablet im Sortiment hat.

Anzeige

Vereinzelt gab es während des Touchpad-Ausverkaufs immer wieder Berichte, wonach einige Kunden ein Touchpad mit installiertem Android erhalten haben. Wiederholt dementierte HP, an einer Android-Version für das Touchpad gearbeitet zu haben. Indirekt wurde dies aber dann doch bestätigt, als HP im Februar 2012 einen speziell für das Touchpad entwickelten Android-Kernel als Sourcecode veröffentlichte.

Der ehemalige HP-Mitarbeiter betont, dass die gesamte Entwicklung der Touchpad-Hardware bei HP stattgefunden habe. Damit tritt er Spekulationen entgegen, dass bereits Palm vor der Übernahme durch HP am Touchpad gearbeitet habe. Dadurch sei die Entwicklungszeit für das Touchpad selbst vergleichsweise lang gewesen und das sei auch der Grund gewesen, dass das Touchpad mit vergleichsweise schwacher Hardwareausstattung auf den Markt gekommen sei.

Touchpad war zu teuer

Marinacci hält den damaligen Listenpreis für das Touchpad für zu hoch. Es kostete exakt so viel wie Apples iPad - damals war gerade das iPad 2 erschienen. Und nach Auffassung des früheren HP-Mitarbeiters war das Touchpad nicht vergleichbar mit dem iPad 2 und es hätte somit zu einem günstigeren Preis angeboten werden müssen, damit es ein Erfolg hätte werden können. Als weitere Kritikpunkte sieht er die fehlende Kamera auf der Gehäuserückseite sowie das zu hohe Gewicht des Touchpads.

HP hatte Mitte August 2011 die WebOS-Gerätesparte aufgegeben. Wenig später wurde unter anderem das Touchpad zu Preisen von 100 und 130 Euro verramscht. Seit Anfang Dezember 2011 ist bekannt, dass HP WebOS als Open Source weiterführen will.

7-Zoll-Touchpad stand kurz vor der Produktion

Marinacci äußert seine Verwunderung darüber, dass die HP-Chefetage die WebOS-Gerätesparte einstellte. Das war kurz vor der Markteinführung des angekündigten WebOS-Smartphones Pre3. Außerdem wurde das 7-Zoll-Touchpad namens Opal nie auf den Markt gebracht. Dabei stand der Start der Produktion kurz bevor, um es im September 2011 auf den Markt bringen zu können.

Der ehemalige HP-Mitarbeiter betont, dass er von der Einstellung der WebOS-Gerätesparte wie viele andere HP-Angestellte erst aus den Medien erfahren habe. Die genauen Gründe dafür sind bis heute nicht bekannt. Wie auch viele Branchenbeobachter ist er noch immer verwundert, dass HP nicht mehr Ausdauer bei der Markteinführung der WebOS-Geräte gehabt hat. Die Konkurrenten Apple, Google und Microsoft würden neuen Produkten auch Zeit einräumen, bis die erfolgreich sein könnten, und nicht so frühzeitig aufgeben, meint Marinacci.

Für das WebOS-Tablet von HP gibt es mittlerweile verschiedene alternative Android-Distributionen, um das Touchpad mit Android zu versehen. Basierend auf Android 2.3.7 gibt es Cyanogenmod 7 und Miui für das Touchpad. Zudem laufen weiterhin die Arbeiten an Cyanogenmod 9 für das Touchpad, das auf Android 4.0 basiert.

Nachtrag vom 8. Juni 2012, 14:00 Uhr

Neben einem WebOS-Tablet mit 7-Zoll-Touchscreen waren laut Marinacci weitere WebOS-Geräte in der Entwicklung, als die WebOS-Gerätesparte geschlossen wurde. So gab es eine Tablet-Netbook-Kombination mit einer besonders dünnen Tastatur, die sich aufschieben ließ.


eye home zur Startseite
LearKing 12. Jun 2012

WebOS ist sicherlich nicht performant - ist nicht alles relativ? Gut - dann mache ich es...

m0nit0r 09. Jun 2012

Ich denke beide Systeme könnten viel voneinander lernen. Dass webOS schneller auf...

Anonymer Nutzer 08. Jun 2012

ja aber es wurde doch schon lang und breit beim abverkauf der kisten drüber diskutiert...

theWhip 08. Jun 2012

Baut es wieder für den Preis zuletzt und ihr macht es über die Schiere masse...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. L. STROETMANN Lebensmittel GmbH & Co. KG, Münster
  2. PSI AG, Aschaffenburg
  3. über Hays AG, Raum Würzburg, Mannheim
  4. neam IT-Services GmbH, Paderborn


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 237,90€ + 5,99€ Versand

Folgen Sie uns
       


  1. Sicherheitslücken

    Mehr als 30 Klagen gegen Intel wegen Meltdown und Spectre

  2. Nightdive Studios

    Arbeit an System Shock Remake bis auf Weiteres eingestellt

  3. FTTH

    Landkreistag fordert mit Vodafone Glasfaser bis in Gebäude

  4. Programmiersprache

    Go 1.10 cacht besser und baut Brücken zu C

  5. Letzte Meile

    Telekom macht Versuche mit Fixed Wireless 5G

  6. PTI und IBRS

    FreeBSD erhält Patches gegen Meltdown und Spectre

  7. Deutsche Telekom

    Huawei und Intel zeigen Interoperabilität von 5G

  8. Lebensmittel-Lieferservices

    Für Berufstätige auf dem Lande oft "praktisch nicht nutzbar"

  9. Fertigungstechnik

    Intel steckt Kobalt und 4,5 Milliarden US-Dollar in Chips

  10. Homepod im Test

    Smarter Lautsprecher für den Apple-affinen Popfan



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Fe im Test: Fuchs im Farbenrausch
Fe im Test
Fuchs im Farbenrausch
  1. Mobile-Games-Auslese GladOS aus Portal und sowas wie Dark Souls für unterwegs
  2. Monster Hunter World im Test Das Viecher-Fleisch ist jetzt gut durch
  3. Indiegames-Rundschau Krawall mit Knetmännchen und ein Mann im Fass

Materialforschung: Stanen - ein neues Wundermaterial?
Materialforschung
Stanen - ein neues Wundermaterial?
  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

Samsung C27HG70 im Test: Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
Samsung C27HG70 im Test
Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
  1. Volumendisplay US-Forscher lassen Projektion schweben wie in Star Wars
  2. Sieben Touchscreens Nissan Xmotion verwendet Koi als virtuellen Assistenten
  3. CJ791 Samsung stellt gekrümmten Thunderbolt-3-Monitor vor

  1. Re: Warum tritt bei Kobalt weniger...

    Arsenal | 20:43

  2. Re: Das könnt ihr besser, Golem

    AgentBignose | 20:42

  3. Re: Heuchlerische Doppelmoral bei google

    AgentBignose | 20:41

  4. LOL, ich hab "Apple-affinen Popofan" gelesen (kT)

    Alex_M | 20:40

  5. Re: XBox One X ist ein Totalflop :-)

    HubertHans | 20:39


  1. 18:27

  2. 18:09

  3. 18:04

  4. 16:27

  5. 16:00

  6. 15:43

  7. 15:20

  8. 15:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel