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HP Spectre Folio im Test: Der Schnapper aus Nappa

Hape Kerkelings Figur Horst Schlämmer würde das HP Spectre Folio als Modestück herumtragen. Auch wir denken, dass das in echtem Leder eingehüllte Convertible sich gut anfühlt und angenehm riecht. Allerdings zeigt das Material im Test einige Schwächen.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Spectre Folio sieht durch seine Lederhülle außergewöhnlich aus.
Das Spectre Folio sieht durch seine Lederhülle außergewöhnlich aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wir haben ja bereits viele Notebooks in unserer Redaktion gesehen. Da gibt es 2-in-1-Geräte, gewöhnliche Clamshell-Designs, Convertibles, Notebooks aus Kunststoff, aus Metall und mit Stoffüberzug. HPs Spectre Folio ist aber für uns eine Neuheit. Der Hersteller präsentiert ein Convertible, dessen Chassis in eine Echtlederhülle integriert ist. Hape Kerkelings Comedyfigur Horst Schlämmer würde sagen: ein Schnapper aus Nappa.

Inhalt:
  1. HP Spectre Folio im Test: Der Schnapper aus Nappa
  2. Dauerläufer dank stromsparendem langsamen Prozessor
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Es ist klar, dass Besitzer des Spectre Folio sicherlich auffallen werden, wenn sie das als Ledertasche verkleidete Notebook aus ihrer Ledertasche holen. Doch ist es sinnvoll, ein natürliches Material aus Tierhäuten zu nutzen und das für mindestens 1.800 Euro zu verkaufen? Im Test stoßen wir auf mehrere Probleme, die dagegen sprechen, auch wenn wir das Konzept an sich sehr interessant finden - solange wir nicht vegan sind und es in Ordnung finden, dass unser Gerät mit Tierhaut überzogen ist.

Gute Verarbeitung trifft auf wenig robustes Leder

Das Spectre Folio ist den Erwartungen entsprechend exzellent verarbeitet und fühlt sich wie eine Lederjacke an - und riecht auch so. Das weiche Material eignet sich gerade für die Handballenauflage sehr gut und kann mehr überzeugen als das Alcantara-Textil des Microsoft Surface Laptop. Interessant ist auch, dass HP Display, Tastatur und Hardware in Metallschalen gesteckt und in die Lederkonstruktion integriert wurden. Das geriffelte Ledermuster scheint dabei in der Fabrik eingestanzt zu werden, ebenso wie das HP-Logo und der Spectre-Schriftzug.

Der offensichtliche Nachteil daran: An die Hardware kommen wir nur heran, wenn wir das komplette Ledergehäuse abschneiden und damit zerstören. Außerdem ist uns nach einigen Tagen im Praxiseinsatz aufgefallen, dass gerade die Ecken der Lederschale schnell einreißen und unschöne Löcher entsehen. Auch wurde die ebenfalls aus Leder gefertigte Schlaufe für den Eingabestift bei unserem Testmuster auf die Handballenauflage geklebt. Nach dem Abreißen entstand ein optischer Schaden. Wir könnten uns vorstellen, dass sich nach einem Jahr Gebrauch das Leder stark abnutzt. Das Material ist einfach zu empfindlich.

  • HP Spectre Folio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur ist solide. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Touchpad ist ziemlich klein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Notebook mit Schlaufe für den Stift. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Core-i7-Logo täuscht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Notebook ist komplett in Leder gefasst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastenkappen sind etwas klein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display spiegelt trotz guten Helligkeitswerten stark. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse links (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse rechts (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Windows 10 Home ist vorinstalliert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Was für ein eigenwilliges, praktisches Scharnier. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch im Tablet-Modus gut nutzbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Seite findet der Stylus Platz. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das braune Leder sieht außergewöhnlich aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Erste Einrisse treten schon nach ein paar Tagen auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HP Spectre Folio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • 2,4 GHz sind drin. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Trotz passiver Kühlung wird die CPU nicht zu heiß. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute SSD-Leistung (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die CPU bleibt bei etwa 7 Watt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit unter PCMark 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit unter Powermark (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
HP Spectre Folio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Zudem steht das Leder etwas über den Rand des eigentlichen Notebookgehäuses über. Dadurch ist die Grundfläche etwas größer, als das 13-Zoll-Gerät eigentlich sein müsste. Das fällt uns an den dicken Display-Rändern auf und wenn wir Peripherie in eine der drei USB-Typ-C-Buchsen stecken wollen. Die dicken Lederlaschen sind uns des Öfteren im Weg. Das Gerät misst etwa 32 x 24 x 1,8 cm und wiegt mit 1.480 Gramm unerwartet viel.

Gut: Der rechte hintere Anschluss ist für Thunderbolt 3 spezifiziert und das mitgelieferte Netzteil lädt unser Testmuster ebenfalls über USB Typ-C. Allerdings sollten wir Adapter parat haben, da USB-A noch immer sehr präsent ist. Einen Dongle von USB Typ-C auf den älteren Standard liefert HP glücklicherweise mit. Für Ethernet, HDMI und andere Anschlusstypen müssen wir aber nochmals Geld ausgeben.

Das Panel mit dem Scharnier in der Mitte

Nicht nur die Lederhülle ist ungewöhnlich, auch der Klappmechanismus des Displays war uns in dieser Form bisher nicht bekannt. Das Gerät hat zwei Scharniere: Eines finden wir dort, wo wir es auch vermuten. Es lässt sich allerdings nicht komplett drehen. Stattdessen ist in der Mitte der Displayhalterung ein weiteres Scharnier verbaut, mit dem wir das Panel um 360 Grad drehen können. Magnete halten die Konstruktion stabil genug.

  • HP Spectre Folio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur ist solide. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Touchpad ist ziemlich klein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Notebook mit Schlaufe für den Stift. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Core-i7-Logo täuscht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Notebook ist komplett in Leder gefasst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastenkappen sind etwas klein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display spiegelt trotz guten Helligkeitswerten stark. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse links (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse rechts (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Windows 10 Home ist vorinstalliert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Was für ein eigenwilliges, praktisches Scharnier. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch im Tablet-Modus gut nutzbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Seite findet der Stylus Platz. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das braune Leder sieht außergewöhnlich aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Erste Einrisse treten schon nach ein paar Tagen auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HP Spectre Folio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • 2,4 GHz sind drin. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Trotz passiver Kühlung wird die CPU nicht zu heiß. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute SSD-Leistung (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die CPU bleibt bei etwa 7 Watt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit unter PCMark 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit unter Powermark (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Was für ein eigenwilliges, praktisches Scharnier. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Dieses Konzept ermöglicht eine recht ungewöhnliche, aber komfortable Position. Der Bildschirm kann die Tastatur verdecken und das Touchpad erreichbar lassen. Das ist beispielsweise im Flugzeug praktisch, wenn wir wenig Platz vor uns haben. Alternativ ist es möglich, das Display komplett umzuklappen und das Notebook im Tablet-Modus zu verwenden, ähnlich wie bei herkömmlichen Convertibles mit 360-Grad-Scharnier. Ein Vorteil dabei ist, dass wir die Tastatur niemals auf den Tisch legen müssen. Das ist hygienischer und schadet den Tastenkappen nicht so stark.

Helles, spiegelndes Display

Das IPS-Display an sich misst 13,3 Zoll in der Diagonale und hat eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Unter dem spiegelnden Gras befindet sich der Digitizer, der mit dem mitgelieferten HP-Eingabestift funktioniert. Der reagiert auf Eingaben mit recht geringer Verzögerung. Wie bei vielen anderen Notebooks müssen wir uns aber auch hier an die rutschige Glasoberfläche gewöhnen, so dass unsere Handschrift und Zeichnungen erst einmal recht wackelig wirken. Nach ein wenig Gewöhnung ist das aber kein Problem mehr.

  • HP Spectre Folio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur ist solide. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Touchpad ist ziemlich klein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Notebook mit Schlaufe für den Stift. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Core-i7-Logo täuscht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Notebook ist komplett in Leder gefasst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastenkappen sind etwas klein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display spiegelt trotz guten Helligkeitswerten stark. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse links (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Anschlüsse rechts (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Windows 10 Home ist vorinstalliert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Was für ein eigenwilliges, praktisches Scharnier. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch im Tablet-Modus gut nutzbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Seite findet der Stylus Platz. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das braune Leder sieht außergewöhnlich aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Erste Einrisse treten schon nach ein paar Tagen auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • HP Spectre Folio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • 2,4 GHz sind drin. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Trotz passiver Kühlung wird die CPU nicht zu heiß. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute SSD-Leistung (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die CPU bleibt bei etwa 7 Watt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit unter PCMark 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit unter Powermark (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Das Display spiegelt trotz guten Helligkeitswerten stark. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der mitgelieferte Eingabestift ist aktiv und wird über USB-C geladen. Die 4.096 Druckstufen entsprechen dem derzeitigen Industriestandard. Uns ist aufgefallen, dass der Stift sich auch bei Nichtnutzung ungewöhnlich schnell entlädt. Nach etwa zwei Wochen im Ruhezustand mussten wir ihn wieder aufladen. Dadurch kommt es in der Praxis dazu, dass wir den Stift nutzen wollen, er aber nicht reagiert. Das ist recht ärgerlich und passiert bei anderen aktiven Stiften wie dem Surface Pen des Microsoft Surface Pro nicht so häufig.

Alternativ können wir das Panel auch mit dem Finger bedienen. Der Bildschirm leuchtet dabei hell genug. Wir messen höchstens 371 cd/m² Helligkeit. Bei maximaler Luminanz sind Spiegelungen zwar noch sichtbar, aber nicht ganz so störend wie bei manchen anderen Convertibles.

Dauerläufer dank stromsparendem langsamen Prozessor 
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Michael Graetz2 21. Feb 2019

Mir gefällt's, das ist endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Endlich gibt's...

Eheran 21. Feb 2019

Wie kann das Produkt schon nach wenigen Tagen "aufreißen"? Auch noch an mehreren Stellen...

michael_ 21. Feb 2019

muhahha


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