HP Proliant DL160 und 180: Mit neuen Einstiegsservern gegen Huawei und Supermicro

Mit der 9. Generation seiner Proliant DL-Server wird Hewlett Packard die Modelle 360e und 380e einstellen. Die Nachfolger heißen fortan DL160 und DL180. Vor allem verlorene Marktanteile im Einstiegssegment will HP so wiedergewinnen.

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HP hat die 9. Generation seiner Proliant-Server angekündigt.
HP hat die 9. Generation seiner Proliant-Server angekündigt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

HP hat neue Rackserver angekündigt, die vor allem wieder Marktanteile von der Konkurrenz abziehen sollen. HP nannte bei der Vorstellung vor allem Huawei und Supermicro aber auch Inspur als Konkurrenten, die den Konzern viele Marktanteile kosten. Zu dieser neunten Generation (Gen9) gehören die Rackserver DL160 und DL180. Dieser alte Name wurde beispielsweise noch in der Generation 6 genutzt. Sie sind im Prinzip der Nachfolger der Modelle DL360e (1HE) und DL380e (2HE) Gen8, die es ab etwa 1.000 Euro gibt.

  • Auch die Blade-Serie wird aktualisiert. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier zu sehen ist ein DL360 Gen9. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Proliant DL360 Gen9 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Beim DL380 Gen9 können rechts zwei 2,5-Zoll- oder eine 3,5-Zoll-Festplatte untergebracht werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Front kann bis zu 24 2,5-Zoll-Festplatten oder SSDs aufnehmen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Statt der PCIe-Slots können hier noch zwei weitere Festplatten im 3,5-Zoll-Formfaktor eingesetzt werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Auch die Blade-Serie wird aktualisiert. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
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Auch wenn es sich um Einstiegsserver handelt, werden diese in HPs Oneview-Werkzeug zur Verwaltung integriert. Dazu besitzen die Geräte nun Ilo in der Version 4 Release 2. Auch die besser ausgestatteten Modelle der Serien DL360 und DL380 Gen9 werden Oneview unterstützten. Am Beispiel des DL380 verspricht HP zudem mehr Flexibilität. In dem 2-HE-Server lassen sich etwa an der Front 24 2,5-Zoll-Speichermedien unterbringen, wenn auf den IO-Port verzichtet wird. Keine der Festplatten muss dabei für das Betriebssystem genutzt werden. Stattdessen können hinten im Gehäuse zwei 2,5-Zoll-Festplatten untergebracht werden oder auch eine 3,5-Zoll-Festplatte. Wer auf die Riser-Karte verzichtet, kann zwei weitere 3,5-Zoll-Festplatten im hinteren Bereich unterbringen.

HP macht allerdings auch Abstriche oder anders formuliert, lagert höhere Fähigkeiten in Optionen aus. Dazu gehört die LAN-Anbindung. Die neuen Server haben in der Onboard-Ausstattung maximal Gigabit mit 4 x 1 GBit/s. 10GbE ist eine Option. Ein HP-Vertreter sagte, dass gerade kleine Unternehmen, die diese Server einsetzten, noch nicht soweit seien, um 10GbE einzusetzen. Genauso seien SAS-Controller eine Option. Für den Einstieg sollen reine SATA-Anschlüsse reichen. HP will so eine alte Schwäche der eigenen Systeme ausgleichen, nämlich die günstige Skalierung der Systeme in Richtung der unteren Leistungsbereiche.

CPU, Anzahl der Sockel, RAM und Speicherausstattung sind bei den Servern wie üblich sehr flexibel. Dazu gehören auch CPUs, zu denen sich HP noch nicht äußern will, da diese unter einer Stillschweigevereinbarung stehen.

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Die Modelle DL160, DL180, DL360 und DL380 Gen9 sollen erst am 8. September im Detail angekündigt werden. Genaue Preise stehen noch nicht fest. Die Einstiegsmodelle werden sich zunächst preislich leicht oberhalb der alten Modelle 360e und 380e bewegen, wie HP angab. Das liegt an den höheren Preisen, die DDR4-Speicher kosten wird. Serverhersteller wie HP haben das Problem, dass sie noch nicht auf das Volumen aufbauen können, da DDR4 im Desktopbereich noch keine Verbreitung gefunden hat. Ein Problem, das vermutlich auch die Modelle DL360 und DL380 betreffen wird.

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