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Verfügbarkeit und Fazit

Den HP-Omen-X-Desktop-PC gibt es als Einzelprodukt oder im Paket mit Rucksackgeschirr im HP-Shop zu kaufen. Das Produkt selbst gibt es nur in einer Konfiguration mit Core i7, 16 GByte Arbeitsspeicher, 512-GByte-SSD und Geforce GTX 1080 von Nvidia. Der Preis dafür: 3.300 Euro. Der Desktop-PC wird mit passendem Dock geliefert. Der Rucksack kostet noch einmal etwa 350 Euro extra - inklusive Ladestation und vier Akkus. Das Set aus beiden Produkten kostet ebenfalls 3.300 Euro, weshalb sich Interessenten wohl eher dafür entscheiden werden. Ein VR-Headset ist nicht enthalten.

Fazit

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Sich einmal wie ein Superheld fühlen: Der Omen X ist ein sehr interessantes Konzept, das Ausflüge in die virtuelle Realität ohne lästige Kabel ermöglichen soll. Dabei schafft es HP, ein leistungsstarkes Gaming-System in ein tragbares Format zu packen. Der PC ist leicht, klein und daher auch für Sofahelden sehr gut nutzbar. Trotz der leistungsstarken Hardware im kleinen Gehäuse ist die Kühlung überraschend leise. Das System wird allerdings recht warm. HP nutzt hier klar die Toleranzen der Hardware aus.

Auch das zum PC passende Tragegeschirr ist gut umgesetzt: Es fühlt sich etwa wie ein herkömmlicher Reiserucksack an. Die Gurte lassen sich der Körpergröße und -Breite anpassen. Ein Brust- und ein Bauchriemen sorgen für Stabilität auf dem Rücken, wenn wir uns auf der Stelle drehen und bewegen.

  • Dem Omen X liegt viel Zubehör bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Praktisch: das beiliegende Kabel für VR-Headsets (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Omen X im Dock (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Hinterseite ist die Halterungschiene erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Dock kommt ebenfalls im Omen-Design. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Es erweitert den PC um viele Anschlüsse... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... auch auf der Vorderseite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Omen X ist kompakt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Dockinganschluss ist proprietär. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Am PC selbst sind auch einige Anschlüsse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Unterseite befinden sich die recht unpraktischen Schraubanschlüsse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der PC funktioniert auch ohne Dock. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Weitere USB-Anschlüsse sind an der Seite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Omen X leuchtet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das System im Rucksack (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Takt der CPU (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Temperatur der CPU (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Temperatur der GPU (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Rucksack-PC ist sehr komfortabel.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Festplatte ist recht schnell.(Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
An der Hinterseite ist die Halterungschiene erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der PC kann sehr leicht in den passenden Sockel gesteckt werden. Auch die Akkus werden einfach in die Seitentaschen eingesteckt. Einzig das Verbinden der Stromkabel mit dem PC finden wir wenig intuitiv: Der Schraubmechanismus kostet Zeit.

Die Akkulaufzeit ist trotz der recht großen Akkus auf knapp eine Stunde und 26 Minuten beschränkt. Das reicht für eine Partie Superhot VR und einen Ladezyklus der zwei mitgelieferten Ersatzakkus. Diese sind in etwa einer Stunde und acht Minuten wieder voll geladen. Auf eine Wanderung können wir mit dem Rechner auf dem Rücken also nicht gehen.

Ganz kabellos kommen wir allerdings nicht zurecht. Schuld daran ist die nervige Einrichtung von Windows Mixed Reality, das sich als VR-Headset aber immer noch am besten für das System eignet, weil es keine Sensoren benötigt, um das Spielareal abzustecken. Allerdings erfordert es dafür immer einen externen Monitor und Eingabegeräte - ein Problem, das übrigens auch andere VR-Headsets betrifft. Spontan im Garten ein VR-Spiel spielen, ist also nur sehr umständlich möglich. Auch stürzt die Software gerne ab, so dass wir gar kein Bild mehr haben.

Es ist uns rätselhaft, warum eine VR-Brille nicht auch ohne vorige Einrichtung einfach nur als simpler Bildschirm genutzt werden kann. Allerdings trifft die Schuld daran nicht HP, sondern die Entwickler von VR-Hardware - in diesem Fall Microsoft.

Bisher können wir den Omen X nur als Luxusprodukt und interessantes Konzept sehen. Einen großen Mehrwert hat ein System auf dem Rücken lediglich in speziellen Fällen, etwa wenn das Headsetkabel zu kurz ist - zumindest bis Windows Mixed Reality und ähnliche VR-Techniken ausgereifter sind. Ansonsten gibt es schöne Desktopsysteme im kleinen Formfaktor auch von Konkurrenten wesentlich günstiger. Die neue Version des PCs Corsair One Pro kostet in der teuersten Konfiguration 3.000 Euro.

Nachtrag vom 26. Februar 2018, 13:24 Uhr

Nach der Veröffentlichung unseres Tests hat sich HP selbst gemeldet, um Hinweise zu einem Problem von Windows Mixed Reality zu geben. Mit einem Dongle können Nutzer verhindern, dass die Software sich nach dem Abstecken des Bildschirms von selbst ausschaltet und auf dem VR-Headset kein Bild erscheint. Solch ein Zubehör kostet bei Onlinehändlern wie Amazon etwa 20 Euro und emuliert einen Bildschirm.

In einer Stellungnahme schreibt HP außerdem: "Das Thema ist bekannt. Wir sind dazu mit Microsoft im Kontakt. Wir rechnen mit einer softwareseitigen Lösung im Rahmen eines Updates von Microsoft. Bis dahin empfehlen wir Kunden die Zwischenlösung über einen Display-Emulator." Eventuell wird also ein kommendes Windows-Update - beispielsweise Redstone 4 - die Mixed-Reality-Software verbessern.

 Keine Kabel, Akkubetrieb und trotzdem nicht mobil
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Cypher 21. Feb 2018

Ich rede auch nicht unbedingt von draußen auf der Wiese sondern von Arcadehallen. Und...

Emoticons 21. Feb 2018

Wer sich ein HP-Produkt zulegt ist eben selber schuld.

m00hk00h 20. Feb 2018

In den Potsdamer Platz Arkaden gibt's im Keller so einen VR-Erlebnis-"Laden". Such mal...

Hotohori 20. Feb 2018

Das Problem der VR Brillen ist halt, dass sie nicht wirklich für Rucksack PCs entwickelt...


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