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HP Inc. und HPE: Es wächst auseinander, was eigentlich zusammengehört

Das Hewlett-Packard von damals gibt es nicht mehr. Das Unternehmen hat sich nun auch praktisch aufgeteilt in einen Bereich, der Geschäftsgroßkunden anspricht und einen, der Geschäftskunden und Endkunden aufteilt. Wer zuvor HP-Kunde war, muss sich auf einige Änderungen einstellen.
/ Andreas Sebayang
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Hewlett Packard Enterprise existiert nun parallel zur HP Inc. (Bild: HPE)
Hewlett Packard Enterprise existiert nun parallel zur HP Inc. Bild: HPE

Hewlett-Packard ist nicht mehr Hewlett-Packard. Seit dem 1. November ist die Aufspaltung von HP in die Unternehmensteile HP Inc. und HPE auch auf praktischer Seite so weit vollzogen, dass sich die Unternehmenspräsenzen unterscheiden. HPE, kurz für Hewlett Packard Enterprise, wird beispielsweise ab sofort unter der Domain hpe.com(öffnet im neuen Fenster) erreichbar sein. HPE ist es dabei nicht gelungen, sich auch die deutsche Domain zu sichern. Dabei ändert sich auch für Kunden einiges, denn aus einem Ansprechpartner werden gegebenenfalls zwei Ansprechpartner.

HPE kümmert sich um die große Hardware - mit einer Ausnahme

Bei der Hewlett Packard Enterprise ist im Prinzip alles angesiedelt, was gut und teuer ist. Hardware für den geschäftlichen und geschäftskritischen Einsatz. Darunter fallen Server, Speichersysteme, Netzwerk und auch diverse in den vergangenen Jahren im Lösungsbereich bekanntgewordene Begriffe, die häufig mit viel Marketing verbunden sind: die Cloud, Software Defined Networking (SDN) und Network Functions Virtualization (NFV). Für den Privatkunden sind die Produkte und Lösungen weitgehend irrelevant. Eine bekannte Ausnahme gibt es aber. Der Microserver(öffnet im neuen Fenster) ist vermutlich das beliebteste Endkundenprodukt von HP Enterprise, und der ein oder andere Switch ist auch nicht uninteressant. Denn die Geräte nutzt so mancher IT-Interessierte auch privat.

HPE kümmert sich aber auch um die richtig großen Dinge. Hardware für Rechenzentren und Supercomputer gehören selbstverständlich ebenfalls dazu. Etwas andere Projekte wie die Moonshot-Server oder The Machine fallen in diesen Unternehmensbereich. Die Netzwerksparte ist zudem ein besonderer Fall, denn die übernommene Firma Aruba Networks übernimmt hier die Federführung und bleibt auch weitgehend unabhängig als Netzwerksparte, wie wir schon Mitte Oktober 2015 im Detail berichteten .

Die HP-Hausmesse Discover, die dieses Jahr Anfang Dezember in London stattfindet, ist zudem jetzt HPEs Hausmesse. Wobei wir davon ausgehen, dass das andere HP ebenfalls vertreten sein wird. Als damals IBM seine PC-Sparte an Lenovo auslagerte, gab es auch über Jahre hinweg noch Verbindungen der Unternehmen.

Kleinkram, Drucker und mehr sind bei HP Inc.

Grob formuliert ist der Rest der Produkte bei HP Inc. zu finden. PCs im Desktopformat, Monitore und Notebooks sind HP-Inc.-Produkte. Auch die gesamte Druckersparte ist im Verantwortungsbereich von HP Inc. Darunter fallen auch Dienstleistungen wie diverse Tinten-Abomodelle. Ink as a Service sozusagen.

Auf der Homepage macht HP Inc. (erreichbar unter HP.de) auch darauf aufmerksam, dass nicht mehr alles bei HP zu kaufen sein wird: "Wenden Sie sich für Unternehmensprodukte bitte an Hewlett Packard Enterprise" . Das ist so nicht ganz korrekt, denn die Business-Notebooks und -Desktops sind HP-Inc.-Produkte. Für Nutzer der recht hochpreisigen Elitebooks ändert sich beispielsweise nichts. Das gilt auch für die dort üblichen Supportverträge.

Zwei Ansprechpartner statt einem

Doch wer bisher HP treu gekauft hat, bekommt nicht mehr alles aus einer Hand. Das merkt der Anwender schon bei den unterschiedlichen Supportportalen. Dort sind noch Änderungen zu erwarten und einige Änderungen wurden bereits im August 2015 vorsorglich vorgenommen. Hier und da müssen sich also auch Bestandskunden an die neuen Unternehmen gewöhnen.


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