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HP Elitedesk 800 G1 Desktop Mini: Konkurrent für Lenovos Thinkcentre Tiny

HP hat einen neuen Minirechner vorgestellt, der ähnlich wartungsfreundlich designt ist wie Lenovos Mini-PC. Der Desktop Mini ist ein Rechner für den Firmeneinsatz und bietet viele Schnittstellen. HP erlaubt zudem den Einbau einer M-2-SSD zusätzlich zur Festplatte.
/ Andreas Sebayang
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Der Desktop Mini von HP ist sehr kompakt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
Der Desktop Mini von HP ist sehr kompakt. Bild: Andreas Sebayang/Golem.de

Hewlett-Packards neuer Rechner mit dem etwas langen Namen Elitedesk 800 G1 Desktop Mini ist sehr klein und trotzdem wartungsfreundlich. Er kann dank der kompakten Maße auch hinter einem Monitor montiert werden.

Die Ähnlichkeiten zu Lenovos Tiny-Serie, die wir als Thinkcentre M72e Tiny getestet haben und von der mittlerweile zahlreiche Varianten auf dem Markt sind, sind auf den ersten Blick erkennbar: Die Positionierung der Schnittstellen und die Front sind fast identisch, beide Geräte haben einen Audio-in, einen Audio-out und zwei USB-Schnittstellen. Wie auch dem Tiny-Rechner fehlt dem Desktop Mini ein Kartenleser. Dafür hat HP aber rückseitig einen Audioausgang integriert, um den Lautsprecheranschluss eleganter zu verstecken. Rückseitig ähneln sich die Geräte nicht so deutlich.

Drei Monitore gleichzeitig anschließbar

Auf der Rückseite gibt es zwei Displayport-Anschlüsse sowie einen VGA-Ausgang. Diese können gleichzeitig für drei Displays verwendet werden. Gigabit-Ethernet ist ebenfalls vorhanden und alle USB-Anschlüsse entsprechen dem 3.0-Standard. Die Ausstattung ist voraussichtlich variabel. Als Prozessor wird allgemein ein Core i von Intel in der vierten Generation (Haswell, 22nm) angegeben. Genutzt werden Prozessoren der 35-Watt-Klasse (TDP), so dass laut HP Prozessoren bis zu einem Quad-Core verbaut werden können.

Ein Blick ins Innere zeigt uns wiederum Ähnlichkeiten mit den uns bekannten Thinkcentre Tiny M7x und M9x. Die Luftzirkulation und der Aufbau der Komponenten auf dem Mainboard ähneln Lenovos Tiny-Rechnern. Der Lufteinlass ist vorne, hinten wird die warme Luft ausgestoßen. Wie bei Lenovo befinden sich die beiden SO-DIMM-Slots unterhalb der 2,5-Zoll-Festplatte. Dort ist auch das WLAN-Modul verbaut, das Dual-Band-fähig ist und zu Intels 7000er Karten gehört. Die beiden Antennen versteckt HP. Sie sind hinten und vorne unscheinbar untergebracht (siehe Fotos).

Desktop Mini erlaubt zusätzlichen Einbau einer M.2-SSD

Eine Besonderheit ist der zusätzliche M.2-Schacht für SSDs, der vormals als NGFF bekannt war . Die kleinen Sticks werden unter dem Kühler eingesteckt. Noch unklar ist, ob die SSDs per SATA oder per SATA Express mit dem Board kommunizieren. Letzteres hat mit dem SATA-Protokoll nichts mehr zu tun und ist eigentlich PCI Express und wesentlich schneller als SATA. Die Kapazität ab Werk soll bis zu 256 GByte betragen. Außerdem kann der Nutzer wahlweise von dem M.2-Slot oder vom SATA-Anschluss booten.

Der gesamte Aufbau des Desktop Mini ist wie bei Lenovos Tiny-Rechnern wartungsfreundlich. Eine Rändelschraube auf der Rückseite löst den Deckel, der nach vorne gezogen wird. Der Anwender kommt somit an fast alle Komponenten des Kleinrechners heran, sei es für Reparaturen oder auch Aufrüstungen. Per Bios kann bei unberechtigter Öffnung ein Alarm ausgelöst werden.

Interessant ist vor allem für Firmenumgebungen die Netzteilkompatibilität, auch wenn das bedeutet, dass es HP nicht geschafft hat, das Netzteil zu integrieren. Wer will, kann die gleichen Netzteile verwenden, die auch für die Businessnotebooks von HP angeboten werden. Lenovo geht seit der M93er Generation einen ähnlichen Weg und verbaut dort ebenfalls einen Netzteilanschluss, der aus dem Notebookbereich bekannt ist, aber dafür vergleichsweise neu sowie flach genug für Ultrabooks ist und dort bei Businessgeräten eingesetzt wird. Für die Montage hat das Gerät auf der Unterseite Vesa-Kontaktpunkte. Das spart ein extra Gehäuse.

Auf der Hausmesse Discover in Barcelona konnte HP nur Prototypen zeigen. Bis zum Marktstart des Desktop Mini lässt sich HP noch viel Zeit. Erst im April 2014 soll das Gerät dann für rund 500 Euro verfügbar sein.


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