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HP Elitebook 725 G3 im Test: AMDs Business-Ultrabook ist ein Drittel günstiger

Gute Business-Notebooks mit AMD-Hardware sind selten. Eine Ausnahme ist HPs exzellent ausgestattetes Elitebook 725 G3 mit Carrizo -Technik und sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Kleinere Schwächen hat das 12,5-Zoll-Gerät dann aber doch.
/ Marc Sauter
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HPs Elitebook 725 G3 mit Carrizo-Chip im 12,5-Zoll-Formfaktor (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
HPs Elitebook 725 G3 mit Carrizo-Chip im 12,5-Zoll-Formfaktor Bild: Martin Wolf/Golem.de

Wenn wir in den vergangenen Jahren neue AMD-Chips mit integrierter Grafikeinheit besprochen haben, lautete das Fazit oft : Gut ausbalancierte und ausgestattete Notebooks wären schön, in der Praxis dürften solche Geräte aber nur vereinzelt auf den Markt kommen – was sich regelmäßig bestätigte. Denn die meisten Modelle sind günstige Varianten oder gar billige Klopper, weil die Hersteller gerne am Display sparen, eine lahme Festplatte verbauen und die Grafikeinheit durch eines statt zwei Speichermodule ausbremsen.

Zu den sehr wenigen teureren Notebooks, die vernünftig ausgestattet und von ihren Maßen sowie dem Gewicht her mit Intels Ultrabooks vergleichbar sind, gehören HPs Elitebooks. Das aktuelle Portfolio dieser Business-Geräte umfasst drei Modelle: das 755 G3 mit 15,6-Zoll-, das 745 G3 mit 14-Zoll- und das 725 G3 mit 12,5-Zoll-Display. Letzteres ist nach einigen anfänglichen Lieferschwierigkeiten flächendeckend verfügbar. Unser Dank geht daher an Jacob(öffnet im neuen Fenster) für die Leihgabe eines Testmusters.

HP Elitebook 725 G3 – Fazit
HP Elitebook 725 G3 – Fazit (00:57)

Das Elitebook 725 G3 misst 311 x 219 x 19 mm, unser Modell wiegt 1,245 kg. Für ein 12,5-Zoll-Gerät ist das vergleichsweise viel, Geräte wie Dells XPS 13 sind etwas leichter und flacher, haben jedoch weniger Anschlüsse und einen deutlich dünneren Display-Rahmen. Die Verarbeitung des Kunststoffgehäuses des Elitebooks gibt keinen Anlass zur Kritik, die Optik lässt sich am ehesten mit dem Wort zweckmäßig beschreiben. Wer gebürstetes Aluminium oder eine Magnesium-Legierung bei diesem Business-Notebook erwartet, muss sich bei anderen Geräten oder bei anderen Herstellern umschauen.

Was uns beim HP-Gerät gefällt, ist die Anschlussvielfalt. Auf der linken Seite sitzen eine Öse für ein Kensington-Schloss sowie der gute alte VGA- und ein mit einer Ladefunktion versehener USB-3.0-Port. Den nennt der Hersteller auch so und verzichtet auf die etwas verwirrende Bezeichnung USB 3.1 Gen1. Vorne links befindet sich der bei Business-Notebooks typische Smartcard-Leser. Auf der rechten Seite verbaut HP einen SIM-Slot, den Docking-Connector, einen SD-Kartenleser, Gigabit-Ethernet, einen USB-3.0-, einen Displayport und einen USB-Type-C-Anschluss, ebenfalls mit 3.0-Geschwindigkeit.

Erwähnenswert ist noch die Norm MIL-STD 810G(öffnet im neuen Fenster) , die das Elitebook 725 G3 durchlaufen haben soll. Im Kleingedruckten weist HP allerdings darauf hin, dass das durchaus robuste Business-Notebook nicht für die militärische Nutzung ausgelegt sei, es sich also nicht um ein Full-Rugged-Device handele. Dennoch soll das Gerät unter anderem Stürze aus 76 cm Höhe auf Beton oder Holz überstehen und stundenlang bei 95 Prozent Luftfeuchtigkeit laufen.

Matter Bildschirm trifft Pointing Stick

Beim Bildschirm des Elitebook 725 G3 gibt es zwei grundlegende Varianten: In der ersten Variante verbaut HP ein niedrig auflösendes Display mit mageren 1.366 x 768 Pixeln und einem günstigen, blickwinkelabhängigen TN-Panel. Unsere höherwertige Variante hingegen nutzt die sinnvollere 1080p-Auflösung mit blickwinkelstabiler IPS-Technik und RGB-Subpixelmatrix. Die Bildpunkteanzahl ergibt eine Dichte von 176 ppi, weshalb unter Windows 7 oder nach dem Upgrade auf Windows 10 die Skalierung bei 100 Prozent stehenbleiben kann. Das matte Display-Coating sorgt für verringerte Spiegelungen.

Die Messwerte unseres Gerätes überzeugen: Die durchschnittliche maximale Helligkeit liegt bei sehr hohen 326 cd/m² und die Ausleuchtung beträgt 86 Prozent. Selbst das 2.900 Euro teure Surface Book erreicht mit 397 cd/m² und 92 Prozent keine Werte, die mit bloßem Auge großartig besser aussehen. Die LED-Hintergrundbeleuchtung des Elitebook arbeitet allerdings ärgerlicherweise mit einer Pulsweitenmodulation (PWM), die bei genauem Hinsehen auf den drei niedrigsten Stufen ein Flackern bedingt. Das strengt auf Dauer die Augen an und kann Kopfschmerzen verursachen. Dank des guten Kontrastverhältnisses von bis zu 1.039:1 zeigt das Display dafür sattes Schwarz – gut für Filme.

Oberhalb des Panels sitzen die beiden Mikrofone und die 720p-Webcam für Skype-Gespräche im Rahmen, die Bildqualität ist bei ausreichend Licht brauchbar, bei wenig aber bestenfalls zweckdienlich, da stark rauschend. Unterhalb des Displays verbaut HP einen von Scharnier zu Scharnier reichenden Stereo-Lautsprecher, der einzig durch den Power-Button in seinen Ausmaßen eingeschränkt wird. Uns überrascht die Mini-Box des Elitebook 725 G3 mit einem sauberen Ton und vor allem einem beachtlichen Pegel. Klar: Einen trockenen Bass kann ein 12,5-Zoll-Gerät mit weniger als 2 cm Dicke nicht liefern, dennoch ist die Klangqualität mehr als überdurchschnittlich.

Hinsichtlich der Eingabegeräte gibt das Business-Notebook wenig Anlass zur Kritik: HP verbaut für zusätzliche Sicherheit einen Fingerabdrucksensor, der einwandfrei seine Funktion erfüllt. Die Tastatur im Chiclet-Design aktiviert beim Tippen, der Nutzung des Clickpads oder des Pointing Sticks ihre Hintergrundbeleuchtung. Die Schrift auf den Buttons ist gelasert, den Hubweg der Knöpfe und den Tippwiderstand empfinden wir als angenehm – an die leicht konkaven Tasten eines Thinkpads kommen sie aber nicht heran.

Der Pointing Stick ist dem Clickpad trotz dessen Gestenunterstützung deutlich überlegen. Allerdings verbaut HP anders als Lenovo seit jeher nur zwei statt drei dedizierte Maustasten. Sinnigerweise befindet sich der Strg-Knopf links auf der Tastatur, der Fn-Button rechts davon. Einziger Kritikpunkt am Layout sind die kleinen vertikalen Pfeiltasten. Wir hätten die volle Höhe für praktischer erachtet, da die rechte Shift-Taste von uns nie verwendet wird.

Keine Sparmaßnahmen bis auf eine

Die Ausstattung des von uns gewählten Elitebook 725 G3 ist für knapp 1.400 Euro reichhaltig: HP verbaut AMDs Carrizo-Chip namens Pro A12-8800B, das Topmodell der Reihe. Der CPU-Teil besteht aus zwei Excavator-Modulen mit vier Integer-Kernen und insgesamt 2 MByte L2-Cache, eine dritte Puffer-Stufe fehlt. Den Spezifikationen zufolge läuft der A12-Chip mit 2,1 GHz Basis- und bis zu 3,4 GHz Turbo-Takt. Da die thermische Verlustleistung jedoch von 35 auf 15 Watt gedrosselt ist und sich der CPU-Part dieses TDP-Budget mit der integrierten Grafikeinheit teilen muss, sind die Frequenzen eher theoretisch. Bei sehr geringer Last können die Kerne auf bis zu 1,4 GHz herabschalten.

Den Prozessor kombiniert HP mit einem einzelnen Speichermodul mit 8 GByte Kapazität, der zweite Steckplatz bleibt frei. Erfreulich ist, dass HP kein langsames RAM verwendet, sondern einen DDR3L-1600-Riegel. Das klingt nach wenig, entspricht allerdings AMDs Vorgaben: Die Carrizo-Chips können nur ungedrosselt mit voller 35-Watt-TDP schnellere DDR3-2133-Module ansprechen. Single- statt Dual-Channel halbiert in einigen Fällen die Leistung der im A12-Chip integrierten Grafikeinheit, da diese aufgrund geringer Transferrate lange auf Daten aus dem als Videospeicher fungierenden RAM warten muss.

Nur Nachteile hat ein Speichermodul allerdings nicht: Für viele Anwendungszwecke im Business- oder Consumer-Umfeld ist eine hohe Grafikleistung überhaupt nicht notwendig, etwa bei alltäglichen Office-Arbeiten oder Web-Browsing. Durch Single-Channel ist das Notebook zudem günstiger und dennoch, falls erforderlich, aufrüstbar. Obendrein kann der Chip einen Speicherkanal im Betrieb schlafenlegen, was Energie spart und die Akkulaufzeit verlängert. HP benachteiligt AMD übrigens rein von der Anzahl der Speichermodule her nicht: Das Intel-Pendant namens Elitebook 820 G3 wird hierzulande derzeit ebenfalls einzig mit Single-Channel und maximal 8 GByte RAM verkauft. Die darin steckende HD Graphics 520 ist jedoch viel weniger auf eine hohe Bandbreite angewiesen als die AMD-Grafikeinheit.

Die heißt schlicht Radeon R7 Graphics und basiert auf der dritten Iteration der GCN-Architektur (Graphics Core Next v3), sie entspricht daher der Tonga genannten GPU – inklusive der verlustfreien Farbkompression für effektiv mehr Datentransfer-Rate. Neu sind der verbesserte Unified Video Decoder (UVD) und die Video Codec Engine (VCE). Beide können H.265-Inhalte (HEVC) ohne CPU- oder Shader-Mithilfe decodieren wie encodieren. Das ist wichtig für die Wiedergabe bei Streaming-Anbietern wie Amazon und Netflix und den neuen UHD-4K-Blu-rays. Die Radeon R7 nutzt acht Compute Units, also 512 Shader-Einheiten, und taktet diese mit bis zu 800 MHz. Im Leerlauf beträgt die Frequenz sehr niedrige 200 MHz – das dürfte ein bisschen Energie sparen.

Mit im Gerät steckt zudem eine Samsung PM871, eine SSD im M.2-Format mit Sata-6-GBit/s-Anschluss. Das Flash-Drive wird von OEMs häufig verwendet und basiert auf TLC-NAND-Speicher. Anders als bei Consumer-Varianten wie der 850 Evo nutzt Samsung bei der PM871 jedoch keinen Pseudo-SLC-Cache, um die Schreibrate für einige GByte an Daten zu erhöhen – was in der Praxis allerdings nicht tragisch ist. Transferraten schreibend wie lesend von bis zu 270 und 560 MByte pro Sekunde dürften im Alltag bei einem Business-Gerät selten limitieren. Wer möchte, kann auch eine M.2-SSD verbauen, die dann mit vier PCIe-3.0-Lanes angeschlossen ist. Das reicht locker für extrem schnelle Modelle.

Mit im Elitebook 725 G3 steckt zudem eine Intel 7265-NIC für 2x2 ac-WLAN und Bluetooth 4.0 LE, zudem verbaut HP ein LTE-Modem von Qualcomm. Das Snapdragon X5(öffnet im neuen Fenster) erreicht einen Downstream von bis zu 150 und einen Upstream von bis zu 50 MBit pro Sekunde. Damit die Mobilfunkinternetverbindung funktioniert, muss eine Micro-SIM-Card eingesetzt werden. HP liefert das Business-Notebook mit Windows 7 x64 und wenig vorinstallierter Software wie dem Support Assistant aus. Echte Bloatware fehlt zum Glück.

Akkulaufzeit und Leistung stimmen

Hinsichtlich der Ausstattung und der technischen Eigenschaften hinterlässt das Elitebook 725 G3 einen sehr positiven Eindruck – wie aber schlägt es sich in der Praxis? Um das herauszufinden, haben wir auf dem Testgerät die neueste Firmware 01.08Ap1 installiert, auf Windows 10 upgegradet und alle Treiber aktualisiert. Im normalen Betrieb reagiert das Business-Notebook flott, subjektiv ist bei alltäglicher Nutzung mit viel Office-Arbeit und Web-Browsing kein Unterschied zum Elitebook 820 G3 mit Intel-Hardware zu erkennen.

Selbst ohne den direkten Vergleich fällt allerdings auf, dass das AMD-basierte Elitebook 725 G3 die viel hektischere Lüftersteuerung hat. Der Propeller dreht sogar auf dem blanken Desktop immer mal wieder hoch, anstatt konstant leise vor sich hin zu säuseln. Ein Blick aufs Wattmeter und in den Taskmanager zeigt, dass die CPU-Kerne unschuldig sind, und auch die Temperatur ist nicht der Auslöser. Wir tippen daher auf eine unsaubere Implementierung, die eventuell durch ein Firmware-Update verbessert wird. Die Lüftung saugt auf der Unterseite an und befördert die Abwärme des SoC nach links ins Freie.

Betrachten wir unsere Messwerte, liefert das Elitebook 725 G3 grundsätzlich eine ansprechende Leistung ab. Dabei gilt allerdings: Der Bessere ist des Guten Feind – das Elitebook 820 G3 legt in vielen Benchmarks eine höhere Geschwindigkeit vor. Fairerweise sei an dieser Stelle jedoch hinzugefügt, dass in der Intel-Variante ein Core i7-6500U steckt. Bei diesem Chip handelt es sich um das CPU-seitig zweitschnellste Modell der Reihe. Angesichts der modernen 14-nm-Fertigung empfinden wir die Leistung des A12-Prozessors mit vergleichsweise alter 28-nm-Technik als überraschend hoch.

In theoretischen Tests wie dem Cinebench R15 und in ganz realen Messungen wie dem Komprimieren mit 7-Zip liegt der Intel-Chip um etwa 20 bis 40 Prozent vor dem Carrizo-SoC. Ein Blick auf die Taktfrequenzen zeigt, wieso: Der Core i7-6500U reizt seinen Turbo von bis zu 3 GHz auf allen Kernen die meiste Zeit aus, der A12-8800B hingegen schafft oft nur 2,3 bis 2,5 GHz bei obendrein sehr viel geringerer Leistung pro Takt. Rechnet parallel die Grafikeinheit, sinkt die Frequenz des A12 gar bis auf 1,4 GHz ab – noch weniger geht nicht.

Im Alltag tritt dieses Szenario allerdings höchst selten auf, weshalb Benchmark-Resultate wie der Work- oder Home-Test des PCMark unserer Ansicht nach gut repräsentieren, wie sich das AMD- und das Intel-Gerät in der Praxis unterscheiden: nämlich kaum spürbar. Die integrierte Radeon R7 liefert übrigens auch mit Single-Channel-Anbindung eine anständige Leistung in Spielen ab, wie Half-Life 2 exemplarisch zeigt. Mit zwei Speicherkanälen dreht die Grafikeinheit zudem Kreise um das Intel-Pendant. Hierzu muss die Bodenplatte entfernt werden, was mit wenigen Handgriffen erledigt ist.

Da wäre aber noch das Thema Akkulaufzeit. Betrachten wir zuerst die Leistungsaufnahme. Das Intel-Notebook ist im Leerlauf etwas, unter Teil- und Volllast hingegen deutlich sparsamer. Da wundert es wenig, dass die Laufzeit bei leichtem Web-Browsing mit fast 7 statt knapp 5 Stunden besser ausfällt. Müssen die CPU-Kerne und die Grafikeinheit häufig zwischen Schlafmodi und Höchstgeschwindigkeit wechseln, erreicht das Elitebook 820 G3 die doppelte Laufzeit. Die modernere Chipfertigung und ausgefeilte Techniken wie Speed Shifting des Skylake-Chips zeigen hier ihre Daseinsberechtigung.

Allerdings stellt sich erneut die Praxisfrage: Wie viele Business-Nutzer benötigen tatsächlich oft mehr als fünf Stunden Akkulaufzeit am Stück? Viel üblicher dürften ein bis zwei Stunden im Zug oder eine Präsentation beim Kunden sein, bevor wieder eine Steckdose in Reichweite ist. Das 45-Watt-Netzteil lädt den 44-Wattstunden-Akku in rund 2,5 Stunden vollständig auf.

Verfügbarkeit und Fazit

HP verkauft das Elitebook 725 G3 in zwei Varianten, deren Ausstattung sich drastisch unterscheidet. Das günstigere Modell kostet im Hersteller-Shop 1.080 Euro und nutzt einen A10-8700B-Chip. Allerdings verbaut HP nur 4 GByte RAM und eine 500-GByte-Festplatte, und das Display löst mit 1.366 x 768 Pixeln deutlich geringer auf. Die von uns getestete Variante ist für 1.400 Euro und im Handel günstiger verfügbar, etwa bei Jacob(öffnet im neuen Fenster) . Darin stecken der flottere A12-8800B mit 8 GByte RAM, zudem 256 GByte Flash-Speicher sowie ein LTE-Modem. Das matte IPS-Panel zeigt 1.920 x 1.080 Bildpunkte.

Diese Eigenschaften sollten beachtet werden, wenn ein Vergleich zu den Intel-Pendants gezogen wird. Wir lassen daher das HP Elitebook 820 G3 mit 4 GByte RAM und Festplatte außer Acht und ziehen einzig die Modelle mit 8 GByte und SSD heran. Die Variante mit einem Core i5-6300U sowie 256 GByte großem Flash-Drive kostet im Handel etwas über 1.600 Euro, ein LTE-Modem ist nicht inbegriffen. Der Preisunterschied zum Elitebook 725 G3 beträgt also rund 250 Euro. Beim schlecht verfügbaren i7-Topmodell mit Qualcomm-X5-Modem wird ein Straßenpreis von knapp 1.800 Euro bis fast 2.000 Euro fällig.

Fazit

Bevor wir das Elitebook 725 G3 beurteilen, ein kleiner Exkurs: Wer in einem Preisvergleich die Kategorie der 12- bis 15-Zoll-Notebooks nach Geräten mit AMD-Chip filtert, der findet gerade einmal 22 Geräte – und fast 1.300 Intel-basierte Produkte. Soll das Display eine 1080p-Auflösung zeigen, schrumpft die Auswahl auf zwei HP-Notebooks zusammen (die drei Thin Clients außen vor). Alleine diese kurze Recherche zeigt, wie wenige schon auf den ersten Blick ansatzweise brauchbare AMD-Geräte es in diesem Markt überhaupt gibt.

Das Resümee zu HPs Elitebook 725 G3 fällt eindeutig aus: unserer Ansicht nach überwiegen die Stärken. Das Gerät ist tadellos verarbeitet und die Anschlussvielfalt sowie Ausstattung sind exzellent, obendrein liefert das Display sehr gute Messwerte ab. Die hektische Lüftersteuerung gefällt uns nicht, dieses Problem sollte HP mit einem Firmware-Update aber beheben können.

Im direkten Vergleich mit den beiden genannten Intel-Pendants, also dem Elitebook 840 G3 mit i5- und i7-Chip, schneidet das AMD-basierte 725 G3 in zwei Kategorien schlechter ab: Die CPU-Leistung liegt nur auf dem Niveau eines Core M bis Core i3 und die Akkulaufzeit kommt im Alltag nicht nennenswert über 6 Stunden hinaus. Bei diesen Punkten bieten die Intel-Geräte mehr.

Realistisch betrachtet dürfte der Vorsprung für die meisten Nutzer den Aufpreis jedoch nicht rechtfertigen, da bei typischer Verwendung die Differenz schrumpft. Wer tatsächlich viele Stunden ohne Steckdose unterwegs ist, greift ohnehin besser zu Modellen mit großem Akku wie Dells XPS 13.

Interessenten sollten definitiv das Preis-Leistungs-Verhältnis des Elitebook 725 G3 berücksichtigen, denn die für den Preis von 1.400 Euro gelieferte Hardware-Ausstattung und Geschwindigkeit sind kaum zu übertreffen.


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