HP: Drucker verweigern Zusammenarbeit mit Fremdtinte

HP-Drucker sollen ein fest einprogrammiertes Ausfalldatum haben, wenn Kunden die Drucker mit Tinte eines anderen Herstellers verwenden. Tintenpatronen von Drittanbietern sollen dann als fehlerhaft bezeichnet und nicht länger genutzt werden können. HP begründet das mit einer neuen Firmware.

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HP-Drucker mögen keine Tintenpatronen anderer Hersteller.
HP-Drucker mögen keine Tintenpatronen anderer Hersteller. (Bild: Darren Carroll/Getty Images)

So mancher HP-Kunde kann seinen Drucker derzeit nicht verwenden, wenn er mit der Tintenpatrone eines Drittanbieters druckt. Der Grund dafür ist ein in der Firmware hinterlegtes Ablaufdatum. Wenn eine Tintenpatrone eines Drittanbieters nach dem 13. September 2016 in den Tintenstrahldruckern verwendet wird, geben diese eine Fehlermeldung aus, in der behauptet wird, die betreffende Patrone sei fehlerhaft.

Nur HP-Tinte funktioniert derzeit ohne Einschränkung

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Wie Myce berichtet, ist das Ausmaß des Vorfalls vor allem durch Recherchen des niederländischen Unternehmens 123inkt bekanntgeworden. 123inkt verkauft für HP-Drucker alternative Tintenpatronen und hat durch seine Kunden von dem Vorfall erfahren. Demnach verweigern alle Tintenpatronen in den Druckern ihren Dienst, wenn sie nicht von HP selbst stammen. Damit verhindert HP den Einsatz Tintenpatronen anderer Hersteller.

In einer ersten Stellungnahme hatte HP den Vorfall zunächst bestritten und angegeben, sie wüssten nichts davon. HPs eigener Support-Bereich ist allerdings voll von Kunden, die genau die genannten Probleme berichten. In einer späteren Stellungnahme gab HP an, dass dies eine Nebenwirkung einer neuen Firmware sei, weitere Details wollte das Unternehmen dazu nicht nennen.

Nicht nur aktuelle Firmware betroffen

Das niederländische Unternehmen forschte weiter und fand heraus, dass für die fraglichen HP-Drucker zuletzt im März 2016 eine neue Firmware erschienen ist, die wiederum Ende 2015 entwickelt wurde. Aber auch bei älteren Druckern, auf denen eine ältere Firmware läuft, soll es die gleichen Probleme geben, so dass die Restriktionen sich wohl nicht auf die aktuelle Firmware zurückführen lassen.

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Nach Recherchen von 123inkt müssten Drucker mit einer Firmware aus dem Jahr 2014 versehen werden, damit die Drucker wieder mit Tintenpatronen anderer Hersteller zusammenarbeiten. Es soll aber für normale Kunden nicht so trivial sein, diese Firmware nachträglich einzuspielen. Der Hersteller von Druckerpatronen ruft HP auf, diese 2014er Firmware offiziell zum Download bereitzustellen, damit Kunden weiterhin Tintenpatronen anderer Hersteller nutzen können.

HP machte keine Angaben dazu, warum in den neueren Drucker-Firmwares eine Routine enthalten ist, die Tintenpatronen von Drittanbietern als fehlerhaft deklariert. Es ist auch unklar, ob das Unternehmen eine Firmware veröffentlichen will, die wieder problemlos mit Patronen zusammenarbeitet, die nicht von HP stammen.

Nachtrag vom 19. September 2016, 14:35 Uhr

HP hat Golem.de zu den aktuellen Vorfällen folgende Stellungnahme geschickt: "Um seine Kunden bestmöglich zu unterstützen, verbessert HP kontinuierlich die Sicherheit seiner Produkte." Seit Ende 2015 habe der Hersteller bei seinen Druckermodellen Office Jet, Office Jet Pro und Office Jet Pro X neue Funktionen eingeführt, mit denen die Kommunikation zwischen der Tintenpatrone und dem Drucker sichergestellt werden soll. Damit wolle HP sein innovatives Produktangebot sowie sein geistiges Eigentum schützen.

"Diese Drucker können mit wieder befüllten oder wiederaufbereiteten Tintenpatronen mit einem Original-HP-Sicherheits-Chip betrieben werden; andere Tintenpatronen funktionieren möglicherweise nicht. In vielen Fällen war diese Funktion bereits auf dem Drucker installiert, in manchen Fällen wurde sie im Rahmen eines Firmware-Updates installiert."

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docsupp 12. Jun 2020

Nun, ich hatte eine HP-Drucker gekauft, knapp 300 Euro, habe nur originale Patronen...

docsupp 12. Jun 2020

Das kann ich nur bestätigen. Ich habe noch einen 8600 plus, der schon seit Jahren nicht...

docsupp 12. Jun 2020

ich kann nur sagen, dass der Brother MFC-J5320DW nach 3600 Seiten auch nur noch Schrott...

DrWatson 21. Sep 2016

Du begreifst einfach nicht, dass das an der (Un)sinnigkeit deiner Behauptungen überhaupt...



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