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Veracrypt ähnelt Truecrypt - doch es gibt einiges zu beachten, gerade wenn man Windows und Linux parallel nutzt.
Veracrypt ähnelt Truecrypt - doch es gibt einiges zu beachten, gerade wenn man Windows und Linux parallel nutzt. (Bild: Screenshot Golem.de)

Howto: Windows-Boot-Partitionen mit Veracrypt absichern

Veracrypt ähnelt Truecrypt - doch es gibt einiges zu beachten, gerade wenn man Windows und Linux parallel nutzt.
Veracrypt ähnelt Truecrypt - doch es gibt einiges zu beachten, gerade wenn man Windows und Linux parallel nutzt. (Bild: Screenshot Golem.de)

Veracrypt soll Systeme sicherer verschlüsseln als der populäre Vorgänger Truecrypt. Wir haben uns angesehen, wie das geht - mit Windows und sogar mit parallel installiertem Linux. In unserer Anleitung gehen wir die zahlreichen teils verwirrenden Optionen durch.
Von Jörg Thoma

Auf Truecrypt folgt Veracrypt: Nach dem überraschenden Aus für das äußerst populäre Verschlüsselungsprogramm veröffentlichte der Entwickler Mounir Idrassi seine zuvor nur intern angepasste Version unter dem Namen Veracrypt und entwickelt sie stetig weiter. Die Benutzeroberfläche bleibt weitgehend gleich. Idrassi hat aber Funktionen hinzugefügt, die auch die Sicherheit erhöhen. Einige davon sind mit Truecrypt inkompatibel.

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Wer seine Windows-Systempartition zuvor mit Truecrypt verschlüsselt hat, wird sie mit Veracrypt nicht nutzen können. Anders verhält es sich bei normalen Partitionen oder Containern, die mit Truecrypt verschlüsselt wurden. Sie lassen sich nicht nur in Veracrypt problemlos öffnen, sondern auch konvertieren. Dann können sie jedoch nicht mehr mit Truecrypt eingebunden werden.

Wir haben uns deshalb angesehen, welche Funktionen neu sind und wie diese eingesetzt werden können. Dafür haben wir Windows mit Veracrypt verschlüsselt und dabei auch ausprobiert, wie die Verschlüsselung mit einem parallel installierten Linux zurechtkommt. Außerdem haben wir uns angesehen, welche Auswirkungen einige neue Funktionen haben. Wer noch mit beiden Anwendungen arbeiten muss, kann sie sowohl unter Windows als auch unter Linux und OS X parallel installieren und nutzen.

Veracrypt oder Bitlocker?

Veracrypt bietet im Vergleich zur Windows-eigenen Verschlüsselungsoption Bitlocker einige Vorteile. Zum einen gibt es Bitlocker nicht für alle Windows-Versionen. Die Business-, Enterprise- und Ultimate-Varianten von Windows Vista enthalten sie, während Bitlocker bei Windows Vista Starter und Windows Vista Home Basic und Home Premium fehlen. Die kleinsten Versionen von Windows 8, 8.1 und 10 bringen Bitlocker ebenfalls nicht mit. Ab Windows 10 kopiert das Programm einen Wiederherstellungsschlüssel in das OneDrive-Konto des Nutzers. Das lässt sich nicht ohne großen Aufwand verhindern. Außerdem lassen sich mit Bitlocker verschlüsselte Partitionen nur unter Windows öffnen. Veracrypt gibt es hingegen auch für Linux und Apples OS X. Damit lassen sich mit Veracrypt verschlüsselte Partitionen und Container auch unter diesen Betriebssystemen nutzen.

  • Die von Truecrypt angebotenen Verschlüsselungsalgorithmen hat ... (Screenshot: Jörg Thoma)
  • ... Veracrypt übernommen, auch wenn sie dort anders ausgeschrieben worden sind. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Bei den Hash-Algorithmen hingegen wurde RIPEMD-160 durch ... (Screenshot: Jörg Thoma)
  • ... SHA-265 ersetzt. Veracrypt kann mit Truecrypt verschlüsselte Container und Partitionen dennoch öffnen. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Mit Truecrypt verschlüsselte Systempartitionen erkennt Veracrypt hingegen nicht. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Sollen sie stattdessen mit Veracrypt verschlüsselt werden, ... (Screenshot: Jörg Thoma)
  • ... müssen sie zunächst mit Truecrypt noch einmal entschlüsselt werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Welche Verschlüsselung genutzt werden soll, hängt auch von der gewünschten Arbeitsgeschwindigkeit ab. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Anschließend kann mit der Verschlüsselung unter Veracrypt begonnen werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • In den meisten Fällen kann hier die Option "Normal" gewählt werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • In dieser Einstellung sollte die erste Option nur dann gewählt werden, wenn Linux auf dem gleichen Datenträger wie Windows installiert ist. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Verschlüsselte geschützte Bereiche können unter Umständen Probleme bereiten, etwa bei der Wiederherstellung eines Systems. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Ist ausschließlich Windows auf einem Rechner installiert, ist hier die obere Option die erste Wahl. Wird die zweite Option aktiviert, ... (Screenshot: Jörg Thoma)
  • ... erhält man zunächst diese Warnung, die weggeklickt werden kann. Anschließend ... (Screenshot: Jörg Thoma)
  • ... fragt Veracrypt, ob Windows auf dem Startlaufwerk installiert ist. Das kann im Bios festgelegt werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Ist Linux auf einem zweiten Datenträger installiert, sollte die zweite Option gewählt werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Hier will Veracrypt wissen, ob Linux auf dem gleichen Datenträger installiert ist wie Windows. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Wer zuvor den Linux-Bootloader Grub verschoben hat, verneint die folgende Frage. Sonst bricht ... (Screenshot: Jörg Thoma)
  • ... Veracrypt den Vorgang ab und der Assistent muss erneut gestartet werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Anschließend fasst Veracrypt noch die Funktionen seines Bootloaders zusammen. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Jetzt können die Verschlüsselungsoptionen gewählt werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Hier kann der PIM festgelegt werden. Je kleiner die Zahl , desto schneller die Ladezeit. Allerdings sollte dann ein starkes und langes Kennwort gewählt werden. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Nach einem Test, der einen Neustart erfordert, beginnt Veracrypt mit der Verschlüsselung. (Screenshot: Jörg Thoma)
  • Die Truecrypt-Entwickler empfehlen den Umstieg auf Bitlocker von Windows. Veracrypt ist aber die bessere Wahl. (Screenshot: Jörg Thoma)
Die Truecrypt-Entwickler empfehlen den Umstieg auf Bitlocker von Windows. Veracrypt ist aber die bessere Wahl. (Screenshot: Jörg Thoma)

Zuletzt mag es auch eine Frage des Vertrauens sein, auf welche der beiden Lösungen man setzt. Bitlocker ist von Microsoft, und dessen Code ist nicht öffentlich. Der Quellcode von Veracrypt ist es jedoch schon und soll auch weiterhin unter der Truecrypt- und Apache-Lizenz veröffentlicht werden.

Mehr Iterationen für mehr Sicherheit 

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Apfelbrot 13. Mai 2017

Jaja du bist ein ganz toller Hecht......

playboxking 12. Feb 2016

https://www.golem.de/news/truecrypt-sicherheitsluecken-in-open-source-verschluesselung...

derdiedas 11. Feb 2016

https://blog.ahmednabeel.com/from-zero-to-system-on-full-disk-encrypted-windows-system...

ap (Golem.de) 08. Feb 2016

Mit einem @golem in der Headline bemerken wir es aber - denn da gibt es eine Mail und...

kazhar 08. Feb 2016

Man sollte alles vermeiden, was eine sicherheitskritische Anwendung komplexer und damit...



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