Fazit

Suchmaschinen selbst hosten, ist einfacher, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Mit Ausnahme von Metager und Mysearch waren alle Suchangebote in kürzester Zeit auf unserem Testgerät einsatzbereit. Bei Metager wird sich das wegen der API-Problematik erst einmal auch nicht ändern, Mysearch sollte dank des bereitgestellten Patches in Zukunft problemlos installierbar sein. Grundkenntnisse der Linux-Kommandozeile sind bei allen Kandidaten hilfreich, dank solider Dokumentation aber keine Voraussetzung.

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Detailsuche

Welche Bedienungsoberfläche am besten gefällt ist natürlich Geschmacksache und hängt nicht zuletzt von der gewünschten Optionsvielfalt ab. Im Test haben uns hier besonders Searx und Metager gefallen, weil beide viele Einstellungsmöglichkeiten in ein übersichtliches Ganzes zusammenfassen. Mysearch ist eher etwas für Puristen, und wer Yacy nutzen möchte, bringt am besten etwas Zeit mit, um dessen Funktionsweise zu verstehen. Die Oberfläche von Gigablast funktioniert gut, wirkte auf uns aber weniger zeitgemäß.

Gegen Gigablast spricht für den hier behandelten Anwendungszweck zudem, dass der Nutzer eine Menge Rechenkapazität, Speicherplatz und Zeit mitbringen muss, um die für ihn relevanten Teile des Netzes selbst zu indexieren. Interessant ist da wohl für die meisten Nutzer eher, die Demo auf Gigablast.com zu verwenden.

Suchmeister mit Einschränkungen

Bei den Suchergebnissen ist Mysearch ganz oben dabei. Als einfacher Google-Proxy profitiert die Suche von Googles exzellenten Algorithmen, die auf den gesammelten privaten Daten von Milliarden Nutzern basieren. Die Ergebnisse deckten sich fast vollständig mit den Google-Treffern eines frisch installierten Linux mit Firefox-Browser, der nie in einem Google-Konto angemeldet war. Gleichzeitig ist mit Mysearch natürlich auch die Abhängigkeit von Google am größten, die für viele Anwender einer der Hauptgründe für den Wechsel zu einer alternativen Suchmaschine sein dürfte. Die spartanische Oberfläche und die fehlenden Suchfunktionen dürften zudem viele Nutzer abschrecken.

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Ebenfalls sehr gute Suchergebnisse lieferten in unserem Test Searx und Metager. Beide Projekte schaffen es, aus vielen verschiedenen Suchquellen die besten Treffer herauszufiltern und übersichtlich zu präsentieren. Wer selbst hosten will, greift dabei zu Searx und erfreut sich an noch größerer Funktionsvielfalt.

Yacy und Gigablast konnten in den Suchergebnissen nur teilweise überzeugen. Für Wechselwillige, die von Google kommen, könnte dies mit der einen oder anderen Enttäuschung einhergehen. Yacy wirbt damit, dass die Suchergebnisse umso besser werden, je mehr Menschen das Programm installieren und einen Crawler laufenlassen. Wer die dezentralisierte Peer-to-Peer-Suche also unterstützen möchte, installiert sie in jedem Fall daheim.

Empfehlung für Umstiegswillige: Metager und Searx

Selbst hostbare Suchmaschinen sind inzwischen so gut, dass auch Nicht-Experten damit den Weg weg von Google & Co. finden können. Die Suchergebnisse waren in unseren Tests zuverlässig genug, dass wir uns einen Produktiveinsatz im Alltag damit gut vorstellen können. Das Selbsthosten lohnt sich dabei für all jene, die keinem Fremdanbieter so recht vertrauen wollen. Aber selbst wer sich nicht an eine eigene Installation wagt, kann heute dank öffentlicher Instanzen wie Metager.de oder Searx.me von einer quelloffenen Suchmaschine profitieren.

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 Yacy: Der Peer-to-Peer-Kandidat
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Daseuter 11. Okt 2017

Ich muss meinem Vorredner voll und ganz zustimmen. Ich bin von www.quadrazid.com auch...

crystalgazer 18. Okt 2016

aber es ist wie mit allem, man muß sich gewaltig dahinterklemmen um ein gutes System mit...

svGG_81 09. Okt 2016

Goldrichtig. Man muss keine Informatik studiert haben um sich ein paar Terminalbefehle...

igor37 09. Okt 2016

Nur muss ich dann einen Browser verwenden, der das unterstützt und auf 2 Geräten mit...



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