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Suchmaschinen zum Selbsthosten
Suchmaschinen zum Selbsthosten (Bild: Golem.de/Jan Weisensee)

Searx: Allrounder mit über 70 Quellen

Die ursprünglich aus Ungarn stammende Metasuchmaschine Searx versucht, sich mit vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten und einer großen Anzahl möglicher Suchquellen von der Konkurrenz abzusetzen. Die erst kürzlich erschienene Version 0.10.0 unterstützt neben einer Datumsauswahl auch Endlosscrollen und hat einen intuitiveren Einstellungsdialog erhalten.

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Die Macher um Hauptentwickler Adam Tauber wünschen sich so viele öffentliche Instanzen wie möglich. Eine Internetsuche dezentral zur Verfügung stellen zu können, sei für sie ein entscheidendes Ziel bei der Entwicklung von Searx, denn nur so könne man seiner Suchmaschine wirklich vertrauen. Bisher können Nutzer, die Searx nicht selbst installieren wollen, unter rund 30 Installationen im Netz wählen. Die beiden populärsten Domains sind Searx.me und Searx.de. Auch der französische Hackerverein La Quadrature du Net betreibt eine eigene Searx-Instanz.

Gute Anleitung für die Installation

Um dem Ziel möglichst vieler öffentlicher Instanzen näher zu kommen, haben die Searx-Entwickler auf ihrer Webseite eine recht gut verständliche, englischsprachige Installationsanleitung veröffentlicht, der wir auch für diesen Test gefolgt sind. Nach der Installation der notwendigen Abhängigkeiten lädt man Searx per Git herunter und installiert den Rest in einer virtuellen Python-Umgebung. Searx lässt sich anschließend per "python searx/webapp.py" starten und steht dann lokal unter http://localhost:8888 zu Verfügung.

Wer die Suchmaschine per Nginx oder Apache-Webserver öffentlich erreichbar machen möchte, passt nach der Webserver-Installation lediglich die Konfigurationsdatei "/etc/nginx/sites-available/searx" beziehungsweise "/etc/apache2/apache2.conf" entsprechend an. Ist der Webserver bereits vorher einsatzbereit, nimmt die gesamte Installation von Searx auch für Neulinge kaum mehr als eine halbe Stunde in Anspruch.

Einfache Bedienung plus Extras für Experten

Searx bietet eine aufgeräumte Oberfläche mit einer Eingabemaske, wie sie von anderen Suchmaschinen bekannt ist. Ein unauffälliger Link zu "Experteneinstellungen" eröffnet eine Vielzahl von Suchkategorien für Bilder, Dateien, Entwicklerinformationen, Kartenmaterial, Musik und vieles mehr. Für jede dieser Suchkategorien lassen sich die zu durchsuchenden Quellen einzeln an- und abstellen. Darüber hinaus bietet Searx eine Safesearch-Funktion sowie eine automatische Umleitung auf die HTTPS-Version einer Seite, wenn verfügbar.

  • Startseite einer Searx-Instanz (Screenshot: Golem.de/Jan Weisensee)
  • Einstellungsdialog von Searx (Screenshot: Golem.de/Jan Weisensee)
  • Quellenauswahl in Searx (Screenshot: Golem.de/Jan Weisensee)
Startseite einer Searx-Instanz (Screenshot: Golem.de/Jan Weisensee)

Die Ergebnisseite der Standardsuche wird durch Infoboxen am rechten Bildschirmrand ergänzt. Diese enthalten wo möglich Überblicksinformationen von Wikipedia sowie weitergehende Suchvorschläge. Leider sind diese Informationen mehrheitlich in Englisch, unabhängig von den Spracheinstellungen in Searx.

Suchergebnisse hängen von Suchquellen ab

Unsere Suchtests haben wir mit den Standardquellen von Searx durchgeführt. Aktiviert oder deaktiviert man andere Kombinationen der Suchquellen, können sich die Suchergebnisse natürlich erheblich unterscheiden - positiv wie auch negativ. Dies hängt letztendlich von den eigenen Suchgewohnheiten ab, die so gewonnene Nutzerfreiheit bewerten wir aber grundsätzlich positiv.

Die Trefferliste nach Nadolnys Roman kann bei Searx überzeugen. Auch wenn der erste Treffer zum entsprechenden Theaterstück am Münchner Schauburg-Theater führte, waren die restlichen neun von zehn Ergebnissen einschlägig: der Wikipedia-Eintrag zum Buch, die Autorenseite bei der Buch-Community Goodreads.com sowie die relevanten Produktseiten bei Buecher.de und Amazon passten gut.

Auch die Suche nach den Mitgliedern des NSA-Untersuchungsausschusses klappte sehr gut. Unter den ersten zehn Treffern fanden sich zwei Links zu den entsprechenden Seiten des Deutschen Bundestags, die passenden Wikipedia-Einträge auf Deutsch und auf Englisch, sowie - etwas weniger relevant - Informationen zum NSA-Skandal aus der deutschen Presse. Nur einer der ersten zehn Treffer lag wirklich daneben: ein Blogeintrag zum NSU-Prozess.

Ebenfalls ganz gut schlug sich Searx bei der Suche nach den Schwachstellen in iOS 10. Fünf der ersten zehn Treffer befassten sich direkt mit den Bugs in dieser Betriebssystemversion, zwei weitere Ergebnisse behandelten ältere Schwachstellen. Auf Platz 4 fand sich übrigens die iOS-Themenseite von Golem.de, auf der natürlich auch aktuelle Artikel zu iOS-10-Schwachstellen zu finden sind. So gesehen ließen sich die gesuchten Informationen mit Searx recht zufriedenstellend finden.

 Mysearch: der Google-Proxy aus FrankreichYacy: Der Peer-to-Peer-Kandidat 

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crystalgazer 18. Okt 2016

aber es ist wie mit allem, man muß sich gewaltig dahinterklemmen um ein gutes System mit...

svGG_81 09. Okt 2016

Goldrichtig. Man muss keine Informatik studiert haben um sich ein paar Terminalbefehle...

igor37 09. Okt 2016

Nur muss ich dann einen Browser verwenden, der das unterstützt und auf 2 Geräten mit...

WeitWeitWeg 08. Okt 2016

Unterschiedliche Themengebiete: Was ist deine Messlatte für schlechte Ergebnisse? Wie...

Akaruso 07. Okt 2016

Auch Windows und Windows-Programme (auch die teuer gekauften) manchen manchmal Probleme...



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