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Mysearch: der Google-Proxy aus Frankreich

Anders als Metager und Searx fungiert Mysearch eher als ein Such-Proxy für eine Handvoll ausgewählter Quellen. Neben Google sind dies Wikipedia, Openstreetmap und die ebenfalls in diesem Artikel getestete Peer-to-Peer-Suchmaschine Yacy - und dies auch nur nach expliziter Einzelauswahl. Eine eigene Gewichtung oder Filterung der Suchergebnisse nimmt Mysearch nicht vor.

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Mysearch wird seit 2013 von einem französischen Programmierer unter dem Nickname Tuxicoman für die eigene Nutzung entwickelt, der Quellcode steht auf Framagit zum Download bereit. Der Autor stellt zwar eine eigene öffentliche MySearch-Instanz zur Verfügung, gedacht ist das Projekt aber eher als lokaler Proxyzugang zu den Suchergebnissen von Google.

Schwierigkeiten bei der Installation

Wir haben die aktuelle Version 1.9 getestet, die laut Entwickler nur sporadisch und nach persönlichem Bedarf weiterentwickelt wird. Nach dem Download des Tar-Archivs und der Installation der Abhängigkeiten lässt sich Mysearch mit dem Befehl "python mysearch/mysearch.py" starten steht anschließend lokal unter http://localhost:60061 zur Verfügung.

Hier stoßen wir allerdings auf Schwierigkeiten: Zwar bekommen wir die Suchmaske angezeigt, unsere erste Testsuche schlägt mit einem "exceptions.AttributeError: 'module' object has no attribute '_URI'" fehl. Nach kurzer Rücksprache mit Tuxicoman stoßen wir auf Inkompatibilitäten mit der von Ubuntu bereitgestellten aktuelleren Version des Netzwerk-Frameworks Twisted. Mit einem kleinen Patch des Entwicklers, der nun als Version 1.10 auch in den Hauptcode aufgenommen wurde, konnten wir das Problem aber schnell beheben.

  • Startseite von Mysearch (Screenshot: Golem.de/Jan Weisensee)
Startseite von Mysearch (Screenshot: Golem.de/Jan Weisensee)

Die Oberfläche ist sehr reduziert

Mysearch ist mit Abstand die spartanischste unter den getesteten Suchmaschinen. Die Startseite zeigt lediglich die Suchzeile am oberen Bildschirmrand, eine Auswahlliste für Sprache und eine für die Suchquellen. Viel falsch machen kann man hier nicht, viel einstellen allerdings auch nicht.

Weil Mysearch lediglich die Suchtreffer von Google abholt, erlauben die Ergebnisse hier gleichzeitig einige Rückschlüsse auf die Qualität der Google-Suche selbst. Der erste Test enttäuschte nicht: Alle zehn ersten Links betrafen das Buch "Die Entdeckung der Langsamkeit", darunter der deutsche Wikipedia-Eintrag, Produktseiten von Amazon und dem Piper Verlag sowie Buchrezensionen aus FAZ und Focus.

Fast ebenso erfolgreich war unsere Suche nach den Mitgliedern des NSA-Untersuchungsausschusses. Sieben der ersten zehn Treffer waren hier relevant, angeführt von Links zu den entsprechenden Seiten des Deutschen Bundestags und bei Wikipedia sowie Artikeln zum Thema bei der taz und der Zeit. Die drei verlinkten Youtube-Videos passten zwar allgemein ins Thema, die Mitglieder des Ausschusses ließen sich dort aber nicht ermitteln.

Auch bei der Suche nach Schwachstellen in iOS 10 konnte Mysearch überzeugen. Wieder gab es sieben von zehn Volltreffern zu passenden Artikeln. Die anderen drei Links führten immerhin zu allgemeinen Informationen über iOS 10 oder Apples Betaprogramm.

 Metager: das deutsche UniversitätsprojektSearx: Allrounder mit über 70 Quellen 
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Daseuter 11. Okt 2017

Ich muss meinem Vorredner voll und ganz zustimmen. Ich bin von www.quadrazid.com auch...

crystalgazer 18. Okt 2016

aber es ist wie mit allem, man muß sich gewaltig dahinterklemmen um ein gutes System mit...

svGG_81 09. Okt 2016

Goldrichtig. Man muss keine Informatik studiert haben um sich ein paar Terminalbefehle...

igor37 09. Okt 2016

Nur muss ich dann einen Browser verwenden, der das unterstützt und auf 2 Geräten mit...

WeitWeitWeg 08. Okt 2016

Unterschiedliche Themengebiete: Was ist deine Messlatte für schlechte Ergebnisse? Wie...


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