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How to von Randall Munroe: Alltagshilfen für die Nerd-Seele

"Ein Buch voll schlechter Ideen" verspricht XKCD-Autor Randall Munroe mit seinem neuen Werk How to. Es bietet einfache Anleitungen für alltägliche Aufgaben wie Freunde zu finden. Was kann bei dem absurden Humor des Autors schon schief gehen? Genau: Nichts!

Eine Rezension von veröffentlicht am
Eine schnelle Methode für den Umzug: Triebwerke am eigenen Haus. Wie das geht, erklärt das Buch How to.
Eine schnelle Methode für den Umzug: Triebwerke am eigenen Haus. Wie das geht, erklärt das Buch How to. (Bild: Randall Munro/How to)

Wer die Comics von XKCD-Erfinder Randall Munroe kennt, weiß, dass ein Buch des Autors mit einer Anleitung zur Selbsthilfe kaum das bietet, was in dieser Kategorie normalerweise im Buchhandel erhältlich ist. Für alle anderen liefert Munroe gleich im ersten Satz von How to - wie man's hinkriegt selbst eine passende Zusammenfassung seines dritten Werks: "Dies ist ein Buch voll schlechter Ideen".

Inhalt:
  1. How to von Randall Munroe: Alltagshilfen für die Nerd-Seele
  2. Typischer Nerd-Alltag

Genau genommen sind die vorgestellten Ideen dazu, wie man etwa ein Loch gräbt oder eine Datei versendet, nicht wirklich schlecht, aber eben auch aberwitzig - und wissenschaftlich fundiert. Wie schon in seinem Werk What if, das auf dem gleichnamigen Themenblog des Autors basiert, exerziert Munroe auch in seinem neuen Buch auf Grundlage wissenschaftlicher Daten völlig abwegige und absurd witzige Lösungsideen bis zum Ende durch. Munroe widmet sich aber auch Themen, die der üblichen Selbsthilfeliteratur zuzuschreiben sind. Zum Beispiel wie man Freunde findet, was nicht nur witzig, sondern für ein Sachbuch auch ungewohnt einfühlsam ist.

Von Nuklearphysik bis zu echter Selbsthilfe

Bei den Erklärungen zu den verschiedenen Lösungsstrategien landet der Leser immer wieder bei Nuklearwaffen oder im Weltraum, was bei dem studierten Physiker und ehemaligen Nasa-Robotiker Munroe zu erwarten ist. Schon im Vorwort erklärt der Autor, dass die Idee, den Marsrover Curiosity mit einem schwebenden Kran auf den Planeten abzulassen, ziemlich abwegig erscheint. Aber alle anderen möglichen Lösungen seien eben noch schlechter gewesen.

  • How to von Randall Munroe ist bei Penguin erschienen. (Bild: Penguin)
How to von Randall Munroe ist bei Penguin erschienen. (Bild: Penguin)

Diesem Vorbild folgt Munroe in How to - mit der Einschränkung, dass seine Lösungen, wenn überhaupt, wohl nur theoretisch umsetzbar sein dürften und klar an praktische Grenzen stoßen. Ein Beispiel sind die Wand eines Pools mit 60 cm Greyerzer Käse oder der Aufbau eines Klaviers mit 235 Tasten statt der üblichen 88 Tasten, um auch Töne im Infra- und Ultraschallbereich erzeugen zu können.

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Munroe schafft es - wie schon bei seinen anderen Büchern -, dafür zu sorgen, dass wir altes und vergessen geglaubtes Wissen aus der Schule oder der Uni wieder hervorkramen. Und natürlich folgt auf das Lesen jedes einzelnen Kapitels eine Internetrecherche.

Diese fällt prinzipbedingt nicht ganz so ausführlich aus wie bei dem Vorgänger Thing Explainer, bei dem sich Munroe auf die Tausend häufigsten Wörter beschränkt, was die Erklärungen nicht unbedingt vereinfacht. Für How to gibt sich Munroe dagegen sehr viel Mühe, die vorgestellten Inhalte ausgiebig zu erklären. Doch die teils ausufernden Fußnoten mit zusätzlichen Erklärungen und auch die sehr vielen wissenschaftlichen Quellen fordern geradezu dazu auf, sich weiter mit den Themen der einzelnen Kapitel zu beschäftigen.

Diese Weiterbeschäftigung liegt aber vor allem an der Auswahl der Inhalte selbst, die tatsächlich die Nerd-Seele treffen. Und schließlich widmet sich Munroe auch jenen Themen, die sogar fast die versprochene Selbsthilfe im Sinne dieses Buchgenres bieten.

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Typischer Nerd-Alltag 
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ul mi 05. Sep 2019

wie z.B. md5-gehashte Passwörter. ;-)

Qbit42 04. Sep 2019

Stets zu Diensten. :P

Qbit42 04. Sep 2019

Ich lese gerade We Have No Idea, was in eine ähnliche, aber doch untersiedliche Richtung...

Bouncy 04. Sep 2019

Das stammt von irgendeinem Golem-Schreiber, nicht von Randall. Ich sehe den Humor hier...

Bouncy 04. Sep 2019

https://blog.xkcd.com/ <-- ein Link spart tausend Worte. Oder in diesem Fall genau 840...


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