Hoverboard: Mann fliegt mit Drohnen-Skateboard durch die Stadt

Ein Video zeigt einen Mann, der auf einer Drohne stehend durch die Stadt fliegt. Tatsächlich ist der Clip echt und derartige Hoverboards zum Verkauf geplant.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Keine Trickaufnahme: Dieses drohnenbasierte Hoverboard fliegt tatsächlich durch die Stadt.
Keine Trickaufnahme: Dieses drohnenbasierte Hoverboard fliegt tatsächlich durch die Stadt. (Bild: youtube.com)

Es sieht aus wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film: In sozialen Netzwerken verbreitet sich dieser Tage ein Video von einem Mann, der auf einer riesigen Drohne stehend eine viel befahrene Straße entlang fliegt. Hinter dem Stunt steckt eigenen Angaben zufolge ein Mann namens Hunter Kowald, der den Clip auf Youtube veröffentlicht hat und behauptet, das Fluggerät selbst gebaut zu haben.

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Kowald gibt an, eines der ersten funktionstüchtigen Hoverboards der Welt konstruiert zu haben - eine Anspielung auf den Hollywood-Klassiker Zurück in die Zukunft 2, in dem Schauspieler Michael J. Fox in der Rolle des Marty McFly auf einem schwebenden Skateboard mit dieser Bezeichnung unterwegs ist. Das gleiche beansprucht allerdings auch das Unternehmen Omni Hoverboards auf seiner Website für sich, das schon seit 2015 an einem identisch anmutenden Fluggerät arbeitet.

Anders als das Filmuntensil schwebt das Omni Hoverboard nicht wie von Zauberhand, sondern setzt auf die Antriebskraft von acht Rotoren. Die ermöglichen es nicht nur, wenige Zentimeter über dem Boden zu schweben. Wie weitere YouTube-Videos zeigen, sind mit dem Fluggerät auch Abstecher in schwindelerregende Höhen möglich.

Flüge in schwindelerregende Höhen möglich

In einem Clip aus dem Jahr 2020 schwebt ein Pilot rund 20 Meter über dem Boden und überquert dabei zunächst einen See und dann die Baumkronen eines Waldes. Im Anschluss landet er kontrolliert und sanft wieder am Seeufer.

Erfinder des Omni Hoverboards ist laut CBC.ca ein Kanadier namens Catalin Alexandru Duru. Der sicherte sich demnach bereits 2015 einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für den längsten Flug auf dem Hoverboard. Damals legte er innerhalb von eineinhalb Minuten 275,9 Meter auf dem Gerät zurück und schwebte dabei in rund fünf Metern Höhe. Seither scheint sich einiges getan zu haben. Ob Hunter Kowald und Omni Hoverboards in Verbindung zueinander stehen, bleibt unklar.

Ziel von Omni Hoverboards ist die Serienproduktion der Geräte für den Handel. Auf seiner Website bietet das Unternehmen die Anmeldung zu einem Newsletter an, in dem es Interessenten informiert, sobald die Geräte zum Kauf erhältlich sind. Details dazu gibt es noch nicht, die Website TMZ.com berichtet jedoch ohne Angabe von Quellen, dass ein Starttermin in greifbarer Nähe sei und die Hoverboards zwischen 10.000 und 20.000 US-Dollar kosten könnten.

DJI Air 2S - Drohnen-Quadkopter, 3-Achsen-Gimbal mit Kamera, 5,4K Video, 1-Zoll CMOS-Sensor, Hindernisvermeidung in 4 Richtungen, 31 Minuten Flugzeit, 12km FHD Transmission (FCC), MasterShots, Grau

Nicht der erste Hoverboard-Hersteller

Omni Hoverboards ist nicht das erste Unternehmen, das sich an der Umsetzung schwebender Skateboards versucht. Der Franzose Franky Zapata etwa stellte 2016 einen Weltrekord mit einem düsenbetriebenen Hoverboard auf und überquerte damit 2019 nach einem gescheiterten Versuch im zweiten Anlauf den Ärmelkanal.

Die meisten Unterfangen, das Vorbild aus Hollywood nachzubauen, setzen indes auf Magnettechnik. Autobauer Lexus etwa präsentierte schon 2015 ein solches Schwebeboard, das nur auf speziellen Untergründen funktioniert. So überzeugend wie das drohnenbasierte Exemplar von Omni Hoverboards wirkte bislang allerdings keines der vorgestellten Geräte.

Nachtrag vom 28. April 2021, 09:13 Uhr

Mittlerweile hat sich ein Mann namens Hunter Kowald auf Youtube als Urheber des Netzvideos zu erkennen gegeben. Dessen Beteiligung war zunächst nicht bekannt. Wir haben den Artikel entsprechend ergänzt.

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